Welche Fortschritte wurden in der Landwirtschaft, Ende des 19. Jahrhunderts erzielt?

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2 Antworten

Und es wurden Kunstdünger entdeckt bzw entwickelt. Diese hatten, dies nebenbei, allerdings unerwartete Nebenwirkungen; sie laugten die Böden aus, da sie ihnen hohe Erträge 'abtrotzten' und sie waren hochgiftig- auch die, die aus 'natürlichen' Bestandteilen waren. Mein eigener Urgroßvater starb mit unter Dreißig, da er auf dem Gut den Dünger auszubringen hatte, ihn bei ungüstigem Wind in die Lungen bekam und so eine Art chronische und letztlich tödliche Lungenerkrankung, die nicht behandelt werden konnte und für die es noch nicht mal einen Namen gab, entwickelte.

Die Frage ist ja sehr allgemein gehalten. Genauere Infos findest du unter Agrargeschichte, auch in einer guten Bibliothek.

Um 1850 wurden verbesserte Maschinen entwickelt, z.B. Drillmaschine, Dreschmaschine, Dampfpflug. Bis diese Neuerungen sich in der deutschen Landwirtschaft durchsetzten dauerte es allerdings einige Zeit.

Die Fruchtfolgen wurden verändert, der Flachsanbau ging stark zurück, der Hackfruchtanbau nahm zu. Es wurden mehr Zuckerrüben angebaut und der Zuckergehalt weiter gesteigert. Die Getreideerträge stiegen um ca. 40%. Die Viehhaltung nahm zu, es wurde mehr Futter zugekauft, es fiel mehr Dünger an. Liebig veröffentlichte seine Agrikulturchemie um 1840. Der Einsatz von Mineraldüngern wurde propagiert, die waren allerdings teuer und die eingesetzten Mengen waren auf sehr geringem Niveau.

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