Welche Folgen hatte der erster Weltkrieg auf deutsch-französische Beziehungen?

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5 Antworten

Natürlich standen sich beide Länder zunächst in ziemlich unversöhnlicher Feindschaft gegenüber. Aber nur einige Jahre.

Denn das Verhältnis änderte sich im Laufe der 1920er Jahre. Frankreich und Deutschland näherten sich an, was zwei bedeutenden Politikern, Aristide Briand und Gustav Stresemann, zu verdanken war. Briand unterstützte die deutschen Bemühungen um Milderung der harten Versailler Vertragsbedingungen. Für ihre Bemühungen um Völkerverständigung, Abrüstung und internationale Zusammenarbeit erhielten Briand und Stresemann 1926 gemeinsam den Friedensnobelpreis. Briand vertrat auch bereits die Idee der Gründung einer Europäischen Union.

Kurz: die freundschaftliche Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen sowie der Zusammenschluss der europäischen Länder, die dann seit Ende der 1950er Jahre De Gaulle und Adenauer in Gang gebracht haben, hätte sich auch schon seit den späten 1920er Jahren vollziehen können, wenn die Naziverbrecher dem nicht einen furchtbaren Riegel vorgeschoben hätten.

MfG

Arnold                   









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Er war eine Katastrophe. Ich habe mal gelesen, dass im Kaiserreich kein deutscher Politiker Frankreich besucht hat und umgekehrt. Frankreich wartete nur auf eine Gelegenheit, die Niederlage 70/71 revidieren zu können.

Nach dem 1. Wk. war das Verhältnis noch gestörter. Deutschland bekam die Kriegsschuld und Reparationen aufgehalst und wartete nur auf eine Gelegenheit, den Versailler Vertrag, (den man Diktat nannte und das war er auch) revidieren zu können.

Erst nach dem 2. Wk sahen die Politiker, aber vor allem auch die Menschen ein, dass das so nicht weitergehen könne. "Wir werden immer Nachbarn sein, also was soll das Gezanke", so in etwa war die Stimmung in beiden Ländern, auch in Nordfrankreich, das Schlimmes erlebt hatte.

Eine Folge dieser Annäherung war, dass Frankreich die "Annexion" des Saargebiets aufgab, eine Abstimmung zuließ, die dann die Rückkehr der Saar ermöglichte.

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Frankreich hatte Deutschland nach deren Niederlage die alleinige Schuld am Ausbruch des 1. WK gegeben, obwohl die Ursache ja das Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolgers war - man vermutet aber das Deutschland die Österreicher zur Kriegserklärung gegen Serbien - und damit auch gegen den Bündnispartner Russland - überredet hatte.

Deutschland selbst wollte Länder die zu Frankreich gehörten und den Franzosen und Engländern war Deutschland, aufgrund der wachsenden wirtschaftlichen Stärke ein Dorn im Auge.

Mit dem Versailler Vertrag wurde dieses Schuldeingeständnis dann besiegelt zzgl. horender Reparationszahlungen. Das deutsche Volk hatte den Versailler Vertrag zu dieser Zeit als reine Schikane durch die damals verhassten Franzosen wahrgenommen. Das war unter anderem auch der Nährboden für den Beginn des 2. WK.

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Blättere mal zur Abwechslung in Deinem Geschichtsbuch. Da steht alles drin.

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Die Franzosen haben den Krieg von 1870/71 verloren, der Krieg von 1914-18 fand großteils auf französischen Boden statt. Deutschland bekam die Schuld ab dem Krieg und musste horrende Reparationszahlungen leisten, das Rheinland wurde besetzt, Elsass Lothringen "geklaut". Jetzt kannst du dir ja vorstellen wie die Beziehung zwischen den beiden war.

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