Welche Folgen hat es für die Kinder, wenn der Vater Alkoholiker ist/war?

9 Antworten

Ich habe als 15 Jähriger selber erlebt wie mein Vater sich zu Tode getrunken hat , Den Körperlichen Zerfall mit erlebt.Auch ich hatte mit 14 / 15 mit dem Gedanken gespielt mein Leben zu beenden,die Ständigen Streitereien der Eltern, das ist für euch eine schwere Situation. Aber bei allem Verständnis für das vorangegangene Leben deines Mannes, Hier geht es nicht mehr um seine Vergangenheit ,hier geht es um die Zukunft deiner Tochter und dich . Im Besonderen um deine Tochter. Ihr muss klar gemacht werden wie auch immer deine Entscheidung fällt , das sie an der Situation keine Schuld hat , und das sie ausserstande ist etwas zu ändern .Die Zwickmühle in der du dich befindest ist das du nicht weißt wie deine Tochter das alles empfindet,schließlich ist es ihr Vater und wahrscheinlich möchte sie euch beiden helfen . Finde heraus was sie von einer Trennung hält.Im Moment sagst du ja trinkt dein Mann nicht. Meiner Meinung nach würde es Sinn machen das du dich eine Zeit lang von ihm Trennst , und ihm Klar zu verstehen gibst das muss nicht für immer sein , das liegt ganz an ihm.Wenn er bereit ist an seinem Problemen und das nicht nur am Alkohol sondern seine Vergangenheit aufarbeitet , denn das scheint ja ein gravierendes Problem zu sein, das du dann bereit wärst zu einem neu beginn .Aber mach ihm klar wenn es ein schein neu beginn ist ,dann war es das.

Mach aber bitte keine eigen Entscheidungen ohne deine Tochter mit einzu beziehen und das von Anbeginn. Aber du mußt dann letzendlich die Entscheidung treffen, die das beste für dich und deine Tochter ist.

Ich hoffe das ich dir etwas helfen konnte . 

Aus meiner Arbeit in der Suchtberatung weiß ich, dass Angehörige immer co-abhängige, d.h. deckende Verhaltensmuster annehmen. Es ist wichtig, wenn Du Deiner Tochter helfen willst, auch zu erkennen, dass Du auch Dir helfen lassen musst von erfahrenen Leuten, um zu erkennen, was Du über die Jahre an falschen Schweige- und Deckungsmustern in Deinem Verhalten entwickelt hast. Für mich kannst Du Dich am besten Deiner Tochter gegenüber verhalten, indem sie an Dir sehen kann, wie Du Dich veränderst. So kann auch sie Anstösse zur Veränderung bekommen. Gehe entweder zu den AA, bei denen auch Angehörige reden können und Hilfe erfahren oder suche eine Suchtberatungsstelle auf, weil die die Probleme für Angehörige sehr gut kennen. LG und gutes Gelingen, aber auch viel Mut zur Selbsterkenntnis und Veränderung. Fange auch an mit Deinem Mann über sein falsches Verhalten zu reden.

Deine Tochter und Du solltet Euch psychologische Hilfe suchen. Der Alkoholismus Deines Mannes wird bei DeinerTochter und Dir bleibende psychische Schäden verursachen. Kinder von Alkoholikern, haben ein erhöhtes Risiko später ebenfalls abhängig zu werden. Deine Tochter entwickelt wird darüber hinaus eine Präferenz für Männer entwickeln die ebenfalls Alkoholprobleme haben.

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