Welche Folgen hat das schlechte Wasser für die heizung ?

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5 Antworten

So gut wie alle Hersteller verlangen heizungsfüllwasser nach VDI 2035. Unter anderem ist dort die Qualität des füllwassers geregelt. In dieser vdi2035 wird auch gefordert dass das Heizungswasser klar und frei von Inhaltsstoffen ist. Weil der wird in der vdi2035 darauf verwiesen, dass der Betreiber der Anlage für die Qualität des Füllwassers verantwortlich ist und dieses ehrlich zu prüfen hat. Dies kann er als Laie natürlich nicht wirklich machen. Aus diesem Grund muss der Ersteller der Anlage beziehungsweise der Planer dafür Sorge tragen das grundsätzlich mal entsprechendes Wasser eingefüllt wird, und den Betreiber die nötigen Informationen zum Prüfen des Wassers an die Hand gibt. Abhängig von der Anlagengröße gibt es hier verschiedene Parameter. Was passiert wenn der Betreiber die nötigen Prüfintervalle nicht einhält beziehungsweise das Wasser nicht der VDI2035 entspricht? Hersteller- und nicht nur des Wärmeerzeugers selbst- wird sich im Gewährleistungsfall darauf berufen können dass das Füllwasser nicht der entsprechenden Vorschrift entspricht. Gewährleistung oder gar Garantie kann man in diesem Fall oft knicken.

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Schlechtes Wasser? Was ist das denn für ein Amateur? Schwarzschlamm in der Heizung entsteht, wenn dem Wasser ständig Sauerstoff zugeführt wird. Das kann zum einen durch unablässiges Entlüften und dem daraus zwangsweise notwendigen Auffüllen mit frischem Wasser geschehen. In frischem Wasser ist immer eine Menge Sauerstoff und andere zum Teil aggressive Gase gelöst, die sich durch Erhitzen dann aus dem Wasser lösen und vom automatischen Schnellentlüfter aus der Anlage heraus geschleust werden sollen. Normalerweise geschieht das am Anfang nach der ersten Inbetriebnahme. Wenn das Heizungswasser dann einmal erhitzt und ausgegast ist, kann keine Korrosion im Innern der Heizung stattfinden, weil der notwendige Sauerstoff aus der Anlage entfernt wurde. Wenn man nun ständig entlüftet, dann muß man dann irgendwann Wasser auffüllen und wenn man sich noch ungeschickt anstellt, dann füllt man den ganzen Schlauch voll Luft in die Heizungsanlage ein und die Korrosion kann weitergehen, bis dann die Luft wieder ausgeschieden wurde. Wenn das nun öfters geschieht, was ich immer häufiger feststellen musste, wird die Korrosion im Inneren nie zum Stillstand kommen und die Heizung wird von innen heraus zerfressen. Eine zweite Quelle für die Entstehung von Schwarzschlamm in der Heizungsanlage ist das falsche Material oder die falsche Anlagenausführung. Wenn Fußbodenheizungen im Haus verbaut sind, dann diffundiert der Sauerstoff aus der Umgebung durch die Kunststoffleitungen in das Heizungswasser und führt dort sein zerstörerisches Werk fort. Normalerweise werden moderne Fußbodenheizungen aus diffusionsdichten Kunststoffrohren hergestellt, aber vielleicht hat man einfach billigeres Material verwendet um Geld zu sparen. Aus diesem Grund ist es immer zu empfehlen den Fußbodenheizungskreis durch einen Wärmetauscher vom Heizungskreis des Heizkessels zu trennen. Die Lösung ist zwar aufwändiger und kostenintensiver, weil man einen zweiten Mischer, eine Pumpe und den Wärmetauscher und ein Ausdehnungsgefäß für den Fußbodenkreis benötigt. Aber dafür läuft die Heizanlage sicherer, da das Sauerstoffreiche Wasser der Fußbodenheizung nicht mehr in den Kreislauf des Heizkessels und den Heizkörpern gelangen kann und der Heizungskreis vor Korrosion geschützt ist. So nun kannst Du entscheiden, was bei Deiner Heizungsanlage der Grund für den Schwarzschlamm ist. Und Du weist, wie Du die Ursache abstellen kannst. Aber schlechtes Wasser ist eine Mär. Bei großen Anlagen werden Enthärteranlagen eingesetzt, um eine Verkalkung zu verhindern, weil die großen Anlagen auch mehr Wasser nachgefüllt werden muß, weil es viel mehr Verluststellen für das Heizungswasser gibt. Aber für kleine Anlagen ist dies nicht notwendig, wenn man nicht unablässig Entlüftet. Diese neue Mode, daß jeder Bewohner seine Heizkörper alle paar Wochen entlüften muß und am Besten noch an jedem Heizkörper einen halben Liter Wasser ab zu lassen, ist der Tod jeder Heizung!

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Kommentar von jaschka2
03.04.2016, 10:52

Danke, die Geschichte mit dem ständigen entlüften passt genau!

Ich glaube der Installateur hat auch noch  entlüftet und wie ich verstanden hab, hat er damit noch mehr unsere Heizung umgebracht. 

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Das Wasser ist nicht schlecht und es ist sogar so gewollt das es so schwarz ist den dan hat man das obitmale Heizungswasser Sauerstof arm was gut ist und auch die kleinteilchen die sich in den rohren abgelöst haben ist dort enthalten Deswegen hat man klares wasser nur dan wen man grade die anlage aufgefüllt hat und vieleicht noch eine kurze zeit danach..Das heizungswasser ist Daselbe Wasser das zum trinken da ist nur ist es Sauerstof am und verdreckt.Deswegen hat das Schwarze Wasser keine Negativen folgen .Da Es Sauerstofarm ist wird zb eine Verostung Verlangsamt .Heizungswasser ist Trinkwasser und DIN genormt..

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Ist normal, das Wasser ist Sauerstoffarm deshalb so schwarz soll gegen Korrosion sein und anderen Eigenschaften ....  

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Kommentar von Sudelnuppexxl
01.04.2016, 06:58

Schwarzes Heizungswasser gibt es in der Regel in Bestandsanlagen. In Neuinstallationen nach einem Jahr darf das nicht der Fall sein. Das Füllwasser muss entsprechend aufbereitet sein.

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Es gibt ein Zwischenstück, welches man in den Kreislauf schraubt. Die Firma UMH stellt diese her. Nach 3 - 4 Wochen ist dann das schmutzige Wasser wieder klar. Test haben schon mehrfach die Wirkung bestätigt. In der Homepage der Firma wird das sehr gut erklärt.

http://www.umh-umwelttechnologien.at/heizungen/aufbereitung.html

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