Welche Folgen hätte ein Verzicht auf Kleidung aus Armutsländern?

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6 Antworten

Hallo!

Als Einzelperson kann man dagegen wenig machen, zumal es bei den Deutschen von der Mentalität her nunmal so ist, dass Geiz "geil" ist & man spart, wo man kann.. Hauptsache, die Klamotten sehen halbwegs modern aus & man fällt nicht auf damit; die Herkunft ist ihnen egal.

Andererseits geht es vielen nicht so gut, dass sie das Geld für teure, hier kontrolliert hergestellten Sachen aufbringen können.. denn Nahrung, Wohnung, Auto usw., Versicherungen und ähnliches hat man ja auch noch zu zahlen!

Da müsste man 'nen kompletten Boykott bewirken & das ist gerade in Deutschland unmöglich. Außerdem ist Deutschland bzw. Westeuropa als Produktionsstandort so teuer, dass sich dann viele die Klamotten, die hier hergestellt werden garnicht leisten könnten. 

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Kommentar von thisistriis
02.09.2016, 13:16

Danke für die Antwort!

Aber rechtfertigt das, moralisch gesehen, tatsächlich die finanzielle Unterstützung der Ausbeutung von Millionen von Arbeitern in Armutsländern? 

Gäbe es wirklich keine preiswerten Alternativen? Kleidung aus den Vereinigten Staaten beispielsweise? 

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Du kannst eine Firma gründen, die den ausgenutzten Lohnarbeitern dort mehr Lohn zahlt und vernünftige Arbeitsbedingungen bietet.

Die Ausnutzerfirmen müssten früher oder später mal über ihr Lohnkonzept nachdenken, wenn sie keine Arbeiter mehr finden.

;)

Moralisch korrekte Konkurrenz für die Firmeninhaber ist also langfristig gesehen sinnvoller als reiner Boykott der Betriebe durch die Konsumenten...

Weil letztendlich nur die Arbeiter drunter leiden, wenn die Waren, die sie billig produzieren, garnicht mehr gekauft werden. Können sie jedoch einfach in ein besserbezahltes Arbeitsverhältnis wechseln profitieren nicht nur die Firmeninhaber davon.

warehouse14

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Im Prinzip kann man dagegen nicht viel machen. So ist unserer Wirtschaft aufgebaut. Die superreichen beuten die normalen Menschen aus und die normalen Menschen beuten die ganz Armen aus.

Wenn der Bedarf aus solchen Ländern sinkt, bis es für die Hersteller nicht mehr wirtschaftlich ist, machen sie drüben einfach die Hallen dicht und es stehen tausende auf der Straße. So verdienen sie wenigstens ihren Lebensunterhalt.

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Ein Euro mehr pro Kleidungsstück würde schon reichen, wenn dieser Euro auch bei den Angestellten der Herstellerfirmen ankommt.

Bis es soweit ist, schränke ich meinen Kleiderkauf soweit wie möglich ein und unterstütze die EvB, welche sich u. A. für die Rechte solcher Menschen einsetzt (https://www.evb.ch/).

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Die einzige Möglichkeit den Import aus Billiglohnländern zu stoppen, ist die Nachfrage zu senken.

Der erste Schritt den DU machen kannst, ist auf die Herstellung deiner Klamotten zu achten.

Wenn keine Nachfrage da ist, wird nichts produziert.

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Kommentar von thisistriis
28.08.2016, 01:07

Das leuchtet mir schon ein, aber bessert sich die Lage wirklich dadurch? 

Die Menschen würden doch noch weniger Arbeit besitzen und noch ärmer werden, oder nicht? 

Aber rechtfertigt das dann tatsächlich den Kauf von "Billigkleidung"?

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Wenn die Kleiderfabriken schließen, haben die Menschen überhaupt keine Arbeit mehr.

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