Welche Finanzierung wählen?

...komplette Frage anzeigen Variante 1 und 2 - (Bank, Steuern, Finanzierung) Angebot 3 - (Bank, Steuern, Finanzierung)

Das Ergebnis basiert auf 1 Abstimmungen

Angebot 3 100%
Variante 2 0%
Variante 1 0%

5 Antworten

Für gar keines, 100% Finanzierungen sind reinster Harakiri.
Letztlich setzt Du auf einen Vermögensgewinn in 15 Jahren.

- die Finanzierungslasten mögen die Mieter tragen
- nach 15 Jahren hast immer noch Schulden von schlappen
  320.000 €, nicht Du, das Objekt
- Dein Restrisiko verbleibt

Die Gesamtlaufzeit ist auf 40 Jahre gerechnet.
Klar steht das Objekt auch noch in 40 Jahren, nur ob Du noch stehst ist fraglich.
Abgesehen davon, was immer auch in 15 oder 40 Jahren sein wird, gehört der Zukunft an, die sich nicht vorhersagen lässt.

Ergo Zins, 2,xx% bei derzeit um 1,6% Inflation, recht ansprechend bei einer Zinsbindung von 15 Jahren, da kann nicht viel passieren.
Der Pferdefuß liegt tiefer, weil Annuitätendarlehen.
Die Bank kann Darlehen und Grundschuld getrennt verwerten, sie hält die Grundschuld und verkauft das Darlehen (Derivate).
Das könnte die Bank nicht, wenn das ein Hypothekendarlehen wäre.

Schnoux 08.08.2017, 10:55

Dass es Spekulation ist ist keine Frage. Aber bei einer soliden Wohnung (die ihr Geld wert ist) finde ich das Risiko überschaubar. Es bestehen auch Rücklagen jedoch möchte ich so wenig Eigenkapital wie möglich einbringen. 

Das wird im Darlehensvertrag drin stehen, dass das Darlehen nicht frühzeitig zurück verlangt werden kann, bei einem Verkauf an eine andere Bank. 

Ich wollte nur wissen, welche "besser" ist, lieber einen bausparer besparen oder eine andere Wohnung erneut belasten. 

Mit freundlichen Grüßen 

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Angebot 3

Bei der Variante mit Bausparvertrag verdient der Vermittler ganz gut dabei und die Sparzinsen sind vermutlich sehr niedrig. Es ist aber eine Risikolose lange Zinsfestschreibung die dafür etwas teurer ist. Das kann man beim Eigenheim machen aber nicht bei einer Mietwohnung bei der man mehrere Möglichkeiten hat den ev. höheren Zins in 15 Jahren auszugleichen. Ich würde Variante 3 nehmen aber die Laufzeit verschieden wählen und gleichzeitig separat sparen. Aber so viel Geld in ein Objekt würde ich nicht machen. 

Schnoux 08.08.2017, 19:44

Vielen Dank für die Antwort. Das klingt sehr einleuchtend. Eine Frage noch dazu. Ist bei Variante 3 der Teil der auf die Bestandsimmobilie geht steuerlich auf diese anzuwenden oder zählt das Darlehen als "eins" und ich rechne beides für das neue Objekt? 

Danke vorab 

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Die Absicherung an einem weiteren Objekt bietet sicherlich den Vorteil, dass die Beleihungsgrenzen weniger ausgeschöpft werden und die Bank damit flexibler beim Zinsangebot sein kann. 

Die Kehrseite ist, dass die Bank im Falle eines Falles beide Objekte verwerten kann...bei der Zielsetzung, möglichst langsam zu tilgen (wahrscheinlich aus steuerlichen Aspekten, würde ich eine längstmögliche Zinsbindung wählen. Auch wenn es müssig ist, über den Zeitpunkt zu spekulieren, Zinssteigerungen werden mit grosser Wahrscheinlichkeit irgendwann kommen. Und selbst, wenn es nur um 1% ist, bedeutet dies bei 470.000 € einen Aufschlag von rd 400,-- € im Monat. 

Bei dieser offensichtlichen Zinsfalle wäre mein Ansatz eher darauf ausgerichtet, im Rahmen der Zinsfestschreibung soviel wie möglich zu tilgen. 

Ich finde diese Kombinationen mit einem Bausparvertrag immer etwas merkwürdig, weil ich keinen Sinn darin sehe, Geld zu geringen Zinsen anzusparen aber gleichzeitig ein Kredit läuft, der viel höhere Zinsen hat.

Schnoux 08.08.2017, 10:56

Findest Du es dann besser eine weitere Wohnung erneut zu belasten oder lieber die höheren Zinsen in Kauf zu nehmen und ein Annuitätrndarlehen abgekoppelt von jeglichem zu wählen? 

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Ohne zu wissen welchen Cash-Flow du aus Miete aktuell hast und wie das Steigerungspotenzial hier aussieht möchte ich mich dazu nicht äußern.

Schnoux 08.08.2017, 10:58

Es sind 1350€/ Monat netto. 

In ca 8 Jahren dann 1500€

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kevin1905 08.08.2017, 12:24
@Schnoux

Das sind weniger als 4% p.a. des Kaufpreises, daher würde ich von einem Kauf absehen.

Und wenn diese nur alle 8 Jahre erhöht werden, dann würde ich das auch sein lassen.

Auch würde ich keine ganzen Häuser vermieten sondern einzelne Wohnungen.

Hast du 3 Wohnungen und eine steht leer / muss renoviert werden hast du immer noch Cash-Flow aus den anderen beiden.

Hast du aber ein Haus das leersteht hast du kein Einkommen, die Bank will aber trotzdem ihr Geld.

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