Welche festplatte brauche ich für mein samsung tv?

3 Antworten

Wenn du einen TV mit Rekordfunktion hast und Sendungen aufnehmen willst, ist zu beachten, dass die Festplatte genug Speicherplatz hat. Für einen Film in HD kommen schnell mal einige GB zusammen. 3,5 Zoll Festplatten benötigen zusätzlich einen Netzanschluss, weil sie ein externes Netzteil haben. 2,5 Zoll Festplatten benötigen kein externes Netzteil. Sie bekommen den Strom gleich über das USB-Kabel. Für die letzte Variante würde ich mich entscheiden. LG

solange dein tv einen usb eingang hat und du eine externe festplatte mit usb kabel hast ja

An und Pfirsich sollte jede Festplatte gehen, in der Praxis kommt es aber immer wieder zu Inkompatibilitäten mit dem Gehäuse (genauer: der SATA-USB Brücke im Gehäuse), in selteneren Fällen auch mit der Festplatte an sich (4k-Sektoren sind nicht für jeden TV eine lösbare Aufgabe), häufige Probleme sind auch die Stromversorgung bei 2,5" Platten.

Leider hilft im Endeffekt nur ausprobieren oder nach Kompatibilitätslisten googeln (in vielen Foren werden solche Listen von den Nutzern erstellt) und dementsprechend kaufen.
Auf dem Papier ist aber nur wichtig, dass das Medium auch schnell genug schreiben kann (für richtiges HD, also nicht das Gematsche von ARD/ZDF sind pro Sender 2,5MByte/s das absolute Minimum - für eine Festplatte überhaupt kein Problem, aber viele USB-Sticks schaffen das nicht).

Ein paar Kleinigkeiten sind aber noch zu beachten:

  1. 2,5" oder 3,5"? Unterm Strich eine Geschmackssache. 3,5" Platten bieten natürlich ein viel besseres Preis/Leistungsverhältnis (eine 2TByte 3,5" Platte kostet ca. 75€, eine 2,5" Platte mit nur 1TByte schon über 100€), sind aber lauter und brauchen natürlich auch externe Stromanschlüsse.

  2. Viele 2,5" Platten können zwar grundsätzlich ohne zusätzliche Stromversorgung arbeiten, in der Praxis ist das aber eine Gratwanderung. Auch wenn es nicht mehr so extrem ist wie auch schon, benötigen viele Festplatte mehr Strom als nach USB 2.0 Spezifikation geliefert werden darf. Viele Ports packen das, aber manche halt nicht, d.h. die Platte läuft nicht an (gerade beim Hochfahren braucht die Platte am meisten Strom), mit aktiven USB-Hubs kann man das etwas abfedern, bringt aber wieder andere Probleme mit. Die zeitweise verbreiteten Y-Kabel sind auch nicht spezifiziert, d.h. es kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass du den USB Hub im Fernseher überforderst und in Einzelfällen hat sowas auch zu Hardwareschäden geführt.

  3. Probleme mit dem Spindown: Es ist natürlich nicht Sinn der Übung, dass die Platte weiterläuft, wenn der TV ausgeschaltet wird. Es gibt einen sog. Spindown-Befehl in der SATA-Spezifikation, d.h. die Platte schaltet ab wenn das Gerät ausschaltet. Das funktioniert zuverlässig aber nur direkt per SATA Anschluss, bei USB kann das so oder so ausgehen, das hier ist leider eine Lotterie und die TV-Hersteller sind da auch nicht all zu gewissenhaft (die Gehäusehersteller aber auch nicht).

  4. Du musst die Platte leider exklusiv für Aufnahmen verwenden. Fast alle TV Hersteller haben die Unart entwickelt angeschlossene Festplatten mit einem mehr oder minder proprietären Dateisystem zu formatieren, dass wenn überhaupt nur unter äußersten Verrenkungen am PC gelesen werden kann. Exportieren kannst du gerade bei Samsung leider auch nicht, da die in vorauseilendem Gehorsam alle Aufnahmen (egal welche Sender) neu verschlüsselt auf der Festplatte ablegen, vielfach funktioniert nicht einmal der Austausch zwischen Geräten des gleichen Herstellers (Panasonic ist da ein Negativbeispiel), von Archivieren wollen wir mal gar nicht sprechen. Unverschlüsselte Aufnahmen auf Festplatten mit FAT, ext2/3/4 oder NTFS findet man heute leider nur noch bei vollwertigen externen Receivern ohne Zertifizierung. Das heißt für dich, dass du die Platte lieber zwei Nummern zu groß kaufen solltest als zu klein. Ich persönlich schreibe pro Jahr eine 2TByte Platte voll (allerdings nehme ich auch sehr viel auf).

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