Welche Faktoren bilden den Lichtkompensationspunkt und die Lichtsättigung?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Mahoka,

zuerst einmal in großes, dickes Dankeschön dafür, dass du deine Frage so ausführlich formuliert und auch deine Gedankengänge geäußert hast. Da macht es gleich viel mehr Spaß zu antworten und erspart auch eine Menge Zeit! =)

Die drei wichtigsten Faktoren, die den Lichtkompensationspunkt beeinflussen wären:

  • Kohlenstoffdioxidgehalt in der Umgebungsluft (essentiell für Fotosynthese)
  • Temperatur (Temp. Optimum der verantwortlichen Enzyme)
  • Lichtintensität

natürlich spielt auch der Wasser- und Mineralstoffgehalt der Umgebung eine Rolle aber oft geht man bei der Beschreibung des Lichtkompensationspunktes davon aus, dass diese Faktoren ohnehin gegeben und erstmal vernachlässigbar sind.

Deine Vermutung mit dem Energiebedarf ist gewissermaßen auch korrekt allerdings bezieht man sich dabei nicht auf den Bedarf sondern auf die Chlorophyllkonzentration pro Fläche. Ist auf einer Fläche viel Chlorophyll vorhanden, kann natürlich auch mehr Lichtenergie absorbiert / zur Fotosynthese genutzt werden (-->Blätter).

Dabei solltest du immer im Hinterkopf behalten, dass Pflanzen zeitgleich zur Fotosynthese auch Zellatmung betreiben. Sie verbrauchen also genau wie wir bei unserer Zellatmung auch Sauerstoff um Glukose abzubauen. Der Lichtkompensationspunkt beschreibt den Punkt an dem genauso viel Sauerstoff produziert wie verbraucht wird. Bezieht man sich bei der Bestimmung der Faktoren also nicht nur auf einen Punkt, sondern hält es allgemeiner, ist auch die Chlorophyllkonzentration ein entscheidener Faktor, da das Pigment ja bekanntlich essentiell für die Fotosynthese ist.

Viel wichtiger wird die Chlorophyllkonzentration aber bei deiner zweiten Frage, von welchen Faktoren es abhängt, wann sich eine Sättigung einstellt. Die Antwort hier ist relativ simpel: Sobald alle Chloroplasten voll ausgelastet sind, sprich:

  • ausreichend Licht
  • Temperaturoptimum
  • CO2, H2O, Mineralstoffe ausreichend vorhanden

kann die Fotosyntheserate nicht weiter erhöht werden. Es fehlen quasi die Arbeiter, obwohl genügend Rohstoffe und Strom vorhanden ist. Auch herrschen angenehme 22°C im Fabrikgebäude aber ohne die passenden Arbeitskräfte (Chloroplasten) geht einfach nicht mehr.

Ich hoffe, das konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Falls noch Fragen offen sind, tob dich aus =)

Vielen lieben Dank!! Du hast mir sehr geholfen, danke dass du dir die Mühe gemacht hast!:)

1

In Bezug auf den LKP bist du schon auf der richtigen Spur. Schattenpflanzen müssen den LKP bei möglichst wenig Licht erreichen, sonst verbrauchen sie mehr Energie, als sie ernten können. Der LKP hängt natürlich auch von der Temperatur ab. Bei niedrigeren Temperaturen wird er eher (mit weniger Licht) erreicht.// Lichtsättigung wird immer dann erreicht, wenn einer der beteiligten Faktoren begrenzend wirkt (limitierender Faktor). Eine Kette ist halt immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Die Grenzen können von der Kapazität (Zahl) der Chloroplasten, dem Angebot an Kohlendioxid oder Wasser gesetzt werden.

Wieso soll Biokraftstoff CO2-neutral sein?

Ich lese immer wieder, dass Biokraftstoff CO2-neutral sein soll. Als Begründung kommt dann so was:

"Beim Biodiesel fallen keine direkten Emissionen durch Verbrennung dieses Kraftstoffes an, da die Rapspflanze genauso viel CO2 der Luft entnimmt, wie beim Verbrennen entsteht."

Wir stellen uns beispielsweise eine Rapspflanze vor, die X Quadratmeter Platz braucht und pro Tag Y Kilogramm CO2 in Sauerstoff umwandelt . Dann hinkt die Erklärung doch aus drei Gründen:

1) Wenn ich durch Verbrennen einer Rapspflanze Z Gramm böses CO2 erzeuge und dafür eine Rapspfanze pflanze, dann produziert die ja KONTINUIERLICH Sauerstoff während mein Verbrennungsvorgang EINMALIG war. Wie soll sich das auch nur annähernd ausgleichen? Die Emission von Sauerstoff ginge hier gegen unendlich, die von CO2 gegen einen konstanten Wert. (Emission von Sauerstoff = Aufnahme von CO2)

2) Wenn an der Stelle der neu zu pflanzenden Rapspflanze vorher eine andere Pflanze stand (sagen wir eine Brennessel), ist deren Wert in der Bilanz wieder abzuziehen! Erzeugt eine Rapspflanze ein Vielfaches an CO2 im Vergleich zu einer Brennessel? Der Punkt ist, dass die Rechnung doch nur aufgeht, wenn an Stelle der neu zu planzenden Rapspflanze vorher keine Pflanze ("CO2-Aufnehmer") stand, also beispielsweise eine Betonfläche oder Wüste... In der Praxis werden die Rapsfelder nicht anstelle von Betonflächen oder Wüsten angebaut. Wenn da vorher ein Baum stand, behaupte ich mal auch ohne großes Biologiewissen, dass der Baum mehr CO2 aufnahm als die Rapspflanzen an Stelle des Baumes.

3) Aus 2) folgt, dass die Rechnung ebenso funktioniert, wenn ich statt der Rapspflanze konventionelles Erdöl verbrenne und den entsprechenden CO2-Wert durch Pflanzung einer Rapspflanze ausgleiche (wobei natürlich dort vorher keine größere Pflanze gestanden haben darf).

Aus 3) folgt wiederum, dass es für eine bessere CO2-Bilanz nur darauf ankommt, auf der Erde möglichst wenig CO2 zu erzeugen und möglichst viel CO2-Umwandler zu haben, also Wüstenflächen minimieren und Waldflächen maximieren. Das hat aber nichts mehr mit Biokraftstoff zu tun, oder?

Es geht hier natürlich nicht um die genauen Zahlen sondern um den Prozess. Das gleiche Problem ergibt sich entsprechend auch beim Verbrennen von Bäumen statt Erdgas etc.

Ich bitte freundlich um Aufklärung :)

...zur Frage

Sehen Mücken Infrarot-Licht?

Hallo zusammen,

auf den Punkt gebracht: Die gemeine Stechmücke wird von hoher CO2-Konzentration und Gerüchen angezogen - und setzt sich an die Wand, sobald man das Licht an macht. Der Grund: Die nacht- und dämmerungsaktive Mücke verwechselt das Licht mit Sonnenlicht. Und im Sonnenlicht fliegt die Mücke nicht bzw. sucht sich ein Versteck, weil's ihr zu heiß wird. Deshalb besuchen Mücken Menschen erst, wenn das Licht ausgeht.

Nun zur Frage: Sehen Mücken Infrarot-Licht?

Hintergrund: Menschen sehen Infrarot-Licht nicht. Würden Mücken Infrarot-Licht sehen, könnte der gemeine Mensch einen LED Infrarot Strahler in seinem Schlafzimmer aufstellen, um den Mücken dadurch vorzugaukeln, das Licht sei an - und sie damit zu motivieren, in ihrem Versteck bzw. an der Wand sitzen zu bleiben.

Vielen Dank für eure Antwort!

David

PS: Die Frage bezieht sich tatsächlich - man mag es kaum glauben - darauf, ob Mücken Infrarot-Licht sehen. Sämtliche Beiträge zu den fachfremden Themengebieten "Fliegengitter" und "Abwehr mit Duftstoffen" o.ä. werden gekonnt und bewusst ignoriert und stellen somit eine absolute Zeitverschwendung des Autoren dar.

...zur Frage

Fotosynthese im See?

Hallo,
Kann nur im epilimnion Fotosynthese betrieben werden oder auch noch im metalimnion (eutropher See)

Grüße Hans

...zur Frage

Ab 0,15 Vol-% CO2-Gehalt Verminderung Fotosyntheseleistung, warum?

Hallo,

in dieser STARK Klausurhilfe steht, das ab einer Konzentration von 0,15 Vol-% CO2-Gehalt die Fotosyntheseleistung sich vermindert. Warum ist das so? Ich dachte eine Pflanze will viel CO2..

...zur Frage

Absorptionsspektrum?

hey...cih hab da mal ne frage...und komme ienfach nicht weiter... Cyanobakterien (blaualgen) kommen in gewässern in größeren tiefen vor als die Grünalgen(diese halten sich meist an der wasseroberfläche auf) Warum ist das so??? (es soll etwas mit dem absorbtionsspektrum zu tun haben)

die grünalge hat ein Absorbtionsmaximum bei den Wellenlängen von ca 430-480 nm (blau) und 650-720nm (rot)

die blaualge ein Absorbtionsmaximum bei 520-580nm (grün, gelb)

aber ich finde keine erklärung dafür, was das mit der tiefe des wassers zu tun hat...

vielen dank schon mal für die antworten!!! :)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?