Welche ethischen Probleme gibt es beim Thema Organspende?

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5 Antworten

  • Organspende ist für die Angehörigen sehr oft eine große Belastung. Der Angehörige wird noch künstlich am Leben gehalten und wirkt keineswegs tot. Da fällt der Abschied und das innere Abschließen oftmals schwer, denn es fehlt die Offensichtlichkeit des Todes, des finalen Endes. Auch die Freigabe zum Ausweiden ist für viele eine enorme emotionale Belastung, die in diesem Moment des Schocks und der Trauer das Fassen und Verarbeiten dieser schrecklichen Wendung erschwert. Interessanter Artikel: http://www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf
  • Organspender sind lebende, schwer verletzte Menschen, deren Gehirn irreversibel so stark geschädigt ist, dass sie nie wieder ein bewusstes Leben haben werden. Die Medizin hat den Begriff "hirntot" eingeführt, damit dieser Zustand irgendwie das Prädikat "tot" erhalten kann, obwohl der Körper und seine Organe noch leben. In Wirklichkeit ist der Mensch mitten im Sterbeprozess, meistens nur noch durch Maschinen und modernste Medizintechnik künstlich am Leben gehalten. Die Definition von Hirntod ist daher umstritten und schlichtweg willkürlich. Wir reden hier also von einer formalen Definition und nicht von naturwissenschaftlichen Fakten. Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses.
  • Der Sterbeprozess endet nicht mit dem Hirntod. Das Hirntodkonzept ist medizinisch-naturwissenschaftlich nicht haltbar, sondern rein künstlich und meines Erachtens falsch definiert.
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Es gibt eine Menge ethischer Probleme - u.a. wenn man davon ausgeht, dass es den Hirntod überhaupt nicht gibt - und das ganze Hirntod-Konzept auf tönernden Füssen steht !

Die verschwiegenen Leiden
 von Organspender und Organempfänger

Hirntote sind meistens sterbende Menschen, denn der menschliche Körper stirbt langsam. "Unstrittig" ist dabei, "dass der Stoffwechsel in den Körperzellen noch eine Weile weiterläuft, wenn der Mensch eigentlich schon tot ist" (Der Spiegel Nr. 38/2005); d.h., wenn er schon für "tot" erklärt wurde, während er aber immer noch stirbt und sich die Seele nun unter entsetzlichsten Schmerzen vom Körper lösen muss.                                        Mancher für "hirntot" Erklärte ist jedoch auch wieder aufgewacht und wurde gesund.

"Den Hirntod gibt es überhaupt nicht. Er ist eine Erfindung der Transplantationsmedizin." (Prof. Dr. Franco Rest, zit. nach Die Wurzel Nr. 3/2012, S. 36)

"Ich konnte ihnen die Hoffnung nicht zerstören, aber nun habe ich keine mehr, weil ich nicht auf ein falsches Leben setzen kann."               (Ein Jugendlicher mit einem fremden Organ, der keine Kraft hatte, seinen Eltern klarzumachen, dass er lieber sterben als fremde Organe erhalten will; aus dem Buch "Herzloser Tod" von Ulrike Baureithel und Anna Bergmann, Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 1999; siehe hier)

"Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr." (Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr, Pionier der Transplantationsmedizin, "Mediziner des Jahres" 1990, zit. nach Zeitenschrift Nr. 74, 2013)

"Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an seiner Seele." (Jesus von Nazareth, Lukasevangelium 9, 25; Matthäusevangelium 16, 26)
http://www.theologe.de/theologe17.htm

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Kommentar von Mucker
25.01.2016, 16:23

"Den Hirntod gibt es überhaupt nicht. Er ist eine Erfindung der Transplantationsmedizin."

(Prof. Dr. Franco Rest, zit. nach Die Wurzel Nr. 3/2012, S. 36)

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Ich würde niemals als organspender dienen wollen.. gab schon viel zu oft fälle in dennen leute den vorzug erhalten haben, die es sich finanziell leisten konnten und sich dadurch in der liste nach oben gekauft haben.. 

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Ethisch ist diese ganze Sache ja mehr als fragwürdig, insbesondere wenn man auf seiten derjenigen steht, die heiß umworben werden, sich zum "Spenden" zur Verfügung zu stellen.

Es geht schon los mit der Lüge vom "Spenden" angeblich NACH dem Tod, und zwar so, dass sehr viele Bürger glauben, dass sie wirklich vollständig verstorben sind und erst dann ausgewaidet werden. Und der sogenannte "Hirntod" wird der Bevölkerung so dargestellt, als sei der Mensch vergleichbar mit Gemüse - wobei so wie sie es darstellen Gemüse lebendiger wäre als "Hirntote".

Weil sich die O-spende-Organisationen und ja auch Politik und Justiz auf diesen in der Fachwelt sehr umstrittenen "Hirntod" berufen, ist es wichtig zu erfahren, was der "Hirntod" ist und auch, welche Folgen für den Patienten die Diagnose-Tests hierfür für Folgen haben. Dazu empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Lies auch meine ausführliche Antwort an SaraWarHier auf ihre Frage

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=answer-listing#answer-179834205

und klick darin auch meine Antwort an BossMoss an. Dort findest Du u.a. ein von mir erstelltes fast vollständiges Transkript des Videos mit Professor Coimbra (das auf YouTube ist).

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Kommentar von Mucker
25.01.2016, 16:21

Die Juristen und Mediziner, die das Hirntod-Konzept durchgeboxt haben, dürften es wohl nicht so mit der Ethik haben. Es wird höchste Zeit, dass man dies unsägliche Konzept wieder abschafft und zugibt, dass man sich geirrt hat.

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Kommentar von cyracus
25.01.2016, 16:46

@Alsonurkurz, mach Dir selbst ein Bild von einem sogenannten "Hirntoten" und bedenke dabei: So wie es nicht ein bißchen schwanger gibt, gibt es auch nicht ein bißchen lebendig oder ein bißchen tot. Man ist tot ODER lebendig. 

Sieh Dir den Vortrag von Roberto Rotondo an:

Wie tot ist hirntot?
http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten zeigt er die Untersuchung von zwei sogenannten "Hirntoten", die als tot gelten. - Das sollte sich jeder ansehen, bevor
er sich für oder gegen die O-spende entscheidet und sich vorstellen, er
selbst liege so dort und macht entsprechende Abwehrbewegungen ... Und
anstatt weiter behandelt zu werden, wird er ausgeschlachtet ...
allgemein ohne Narkose und ohne Schmerzmittel, sondern lediglich mit
starken muskelentspannenden Medikamenten, damit durch seine
Abwehrbewegungen - wenn mit dem Skalpell der Körper aufgeschnitten wird -
Ärzte und Helferpersonal während der EXplantation (= Herausschneiden
der Organe) nicht irritiert werden. Naja und schreien ist bei solch
einer herbeigeführten Lähmung ja auch nicht mehr möglich.

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger. Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der
Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im
Gesundheitswesen tätig. Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre als
Krankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte "Hirntote".

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