Welche essbaren Pflanzen gibt es zu Beginn und Ende des Winters?

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6 Antworten

Wildsammlung:

  • Baumfrüchte wie Nüsse oder Eicheln (bis sie faulen)
  • Beeren wie Hagebutten oder Schlehen (bis sie faulen)
  • Gänseblümchen
  • Vogelmiere

Garten:

  • Spinat
  • Feldsalat
  • Sellerie
  • Steckrübe
  • Rosenkohl
  • Porree
  • Topinambur

Die Qualität nimmt über den Winter jedoch rapide ab. Man wird zuverlässiger satt, wenn man im Herbst erntet, eine Erdmiete gräbt und alles darin einlagert.

Am Ende des Winters wurde die Erdmiete eventuell von Tieren oder Pilzen erschlossen. Dann freust du dich, wenn du im Herbst einen Herd gehabt hast, mit dem du Essen in Gläser eingekocht hast. Denn Eingekochtes hält mehrere Jahre und ist sicher vor Nahrungskonkurrenten.

Im März wächst dann das erste Scharbockskraut. Traditionell isst man die Blätter, um den über den Winter eingehandelten Skorbut (eine Vitamin-Mangelkrankheit) wieder loszuwerden.

Anders ausgedrückt: Bevor es Einmachgläser (und später Tiefkühltruhen) gab, sind die Menschen in Nordeuropa im Winter krank geworden und haben sich im Frühling erholt. Paläo-Survival im Winter ist entsprechend auch kaum möglich.

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Nüsse, Pilze (wenn man sich auskennt) , Beeren, Hagebutten, auch wenn sie schon getrocknet an den Sträuchern hängen, Kräuter, die noch nicht eingezogen sind, Sämereien, Giersch :), im Garten Wintersalat, Kohl, Rosenkohl kann auch übern Frost stehen, Grünkohl auch, Lauch und div. andere nicht Kälteempfindliche Gemüse.

Aber ganz ohne Vorratshaltung kommt man nicht über den Winter. Man kann z.B Kaortten und andere Wurzeln einmieten. Kohl kann man den ganzen Winter ohne Miete lagern.

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Kartoffeln und Äpfel kann man ein halbes Jahr lang aufbewahren, wenn man einen kühlen und dunklen (das eher wegen der Kartoffeln) Raum hat.

Zum Winteranfang gibt es noch Kohl und alle möglichen Knollen.

Anbauen kannst Du zum Winterbeginn nichts mehr, das wächst wenn überhaupt erst im Frühjahr.

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Wer in Nordeuropa im Sommer keine Vorräte anlegt, ist im Winter verratzt. Dann gibt es allenfalls noch Hagebutten, Schlehen und andere winterharte Beeren, sofern sie nicht von Vögeln weggefressen werden (auf giftige Arten achten!), früher wurden die Wurzelstöcke von bestimmten Schilfarten, die auch im Winter aus dem Boden gegraben werden können, als Gemüse gegessen. Von den Kulturpflanzen gibt es einige winterharte Sorten an Rüben und andere unterirdische Gewächse, z. B. Pastinaken, die man den Winter über ausgraben kann.

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Rosenkohl. Den kann man auch im Winter ernten.

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Das Judasohr. Ein Pilz, der soviel ich weiß nur am Holunderbusch wächst (Baumpilz). Den findet man auch im Februar. Gibt zumindest ne Suppe ab und hält warm.

Eicheln und Kastanien. Zerhacken und mehrmals auskochen, damit die Gerbstoffe rauskommen. Haben Eiweiß und Kohlehydrate.

Brennesseln - soweit man die noch findet - Vitamine und Eiweiß.

Diverse Wurzel. sind schwieriger zu finden, und man sollte genau wissen, was man ausgräbt, damit man keine giftigen erwischt.

Gänseblümchen komplett. Die Blattrosetten findet man unterm Schnee auch noch.

Äpfle hängen auf manchen Bäumen bis ins neue Jahr.

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Kommentar von hvladi
12.10.2016, 14:01

Meinst du die Rosskastanien? Ich habe sie neulich mehrfach ausgeschwemmt und gekocht. Waren sehr bitter und mir wurde übel. Ist das normal? Geht es trotzdem als Notnahrung?

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