Welche ernsten Gründe können hinter wiederholtem Zuspätkommen liegen?

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Meist ein Zusammenspiel aus schlechter Vorbereitung und fehlender Disziplin......

Rechtzeitig über Fahrzeiten, Bus und Bahnverbindungen, Dauer von Fußwegen u. dergleichen informieren, bereits am Vorabend alle für den nächsten Tag notwendigen Dinge zusammenpacken/erledigen, 10-15 Minuten früher aufstehen, als eigentlich notwendig, rechzeitig aufbrechen und sich nicht durch irgendwelche "Unwichtigkeiten" aufhalten lassen wie z.B. die x-te Wiederholung von "Shopping-Queen" jetzt unbedingt zu Ende schauen zu müssen oder den Small-Talk mit Frau Meier aus dem Erdgeschoß......

Das ist Wichtigtuerei gepaart mit kein Zeitgefühl haben. Wenn jemand zu spät kommt, richten sich alle Augen auf ihn, er bekommt Aufmerksamkeit, in diesem Fall ist das aber nicht positiv, sondern sehr negativ.

Gewöhne dir einfach Pünktlichkeit an. Es ist nämlich äusserst unhöflich, wenn man zu einem Termin zu spät kommt. Wenn du weißt, du brauchst eine halbe Stunde, um dich ausgehfertig zu machen, dann plane mal eine ganze Stunde ein, damit du rechtzeitig fertig bist, denn oft kommt einem etwas dazwischen, beispielsweise ein Telefonanruf.

Hast du schon mal einen Zug oder gar ein Flugzeug verpasst? Das könnte dir passieren, wenn du nicht schleunigst umdenkst und dir Pünktlichkeit angewöhnst.

Eine Menge (richtige, zielführende, aber auch u. U. abwegigere Dinge wie z. B. die Sache mit der Wichtigtuerei, die höchstens unbewusst ein Thema sein kann, aber auch das mit geringer Wahrscheinlichkeit) sind ja bereits erwähnt worden.

Die kannst du dir durchlesen und sehen, was auf dich zutrifft, und wo du anpacken kannst. Alle steuern die Möglichkeit an, das Zuspätkommen zu reduzieren bzw. zu verhindern.

Allerdings bleibt eine weitere Seite bisher völlig unreflektiert. Du kannst alternativ deine Einstellung zum Zuspätkommen verändern. Oft sind es wirklich Dinge, du uns nicht entsprechend motivieren, zu denen wir dann zu spät kommen. Wir sind dann aus mangelnder Akzeptanz ("das muss doch so sein, dass ich pünktlich bin", "das macht man doch", "was denken denn die anderen?") mit der Sache unglücklich - weil wir einen unrealistischen Anspruch an uns selbst stellen. Du kannst dich also beim nächsten mal fragen:

- "Ist es mir wirklich wichtig, ist ES wirklich wichtig, bei dieser Gelegenheit zu 100 % pünktlich zu sein?"

- "Was passiert faktisch, wenn ich mich um 10, 15 Min. verspäte?"

- "Ist es es mir im aktuellen Moment wert, mich zu beeilen, um rechtzeitig da zu sein? Fühlt es sich wirklich gut an?"

Du wirst vermutlich feststellen, dass - wenn du die Ansprüche Anderer und rein normative Ansprüche deinerselbst an dich außer Acht lässt - du viel gelassener mit dem Zuspätkommen umgehen kannst, da es in einer überragenden Vielzahl von Fällen faktisch nicht dramatisch ist, wenn du 10 Min. zu spät kommst.

Und wenn du dich doch entscheidest, dass es sich gut anfühlt, in einem konkreten Fall mal rechtzeitig da zu sein, kannst du dich stets beeilen, die Tipps anwenden, die schon geschildert wurden und diese Seite der Medaille ansteuern und - gleichzeitig - mit dir selbst im Reinen bleiben, wenn es trotzdem mal nicht klappen sollte. Akzeptanz ist stets äußerst wichtig!

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