Welche Erkrankung wäre für euch peinlicher, um offen dazuzustehen?

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7 Antworten

Peinlich ist mir erstmal gar nichts wo ich nichts für kann, wenn ich mich blöd anstelle und jeder sieht es, DAS ist mir peinlich^^

Am schlechtesten steht man bei den in der Frage genannten wohl noch mit HIV da, da gibt es noch immer so wahnsinnig viel Unwissen und Vorurteile das es einem die Zehnägel aufollt :(
Ich hab es bei meiner Pflegeschwester quasi life miterlbt, vom Arzt der keine Antibiotika verschreiben wollte "weil es nicht lohnt" über den Zahnarzt der nicht behandeln will, dem Lehrer der Grundschülern erklärt das sie dieses Kind nicht anfassen sollen weil sie giftig ist und sie dann sterben...die Liste ist lang. Vielleicht ist es heute etwas besser aber in den 90ern und 2000ern waren die Vorurteile massiv.

Depressionen zu haben war mir nie peinlich, hab ich mir nicht ausgesucht und wenn das Hirn nunmal bestimmte Stoffe nicht richtig verarbeitet ist das genau so eine körperliche Sache wie Asthma und ein eingewachsener Zehnagel. Mittlerweile jammert aber jeder der mal einen schlechten Tag hat gleich das er depressiv ist so das es kaum noch ernstgenommen wird, jetzt ist es schon fast peinlich^^

Epilepsie hätte ich nie als peinlich und schon gar nicht als Geisteskrankheit empfunden, meine Uroma litt darunter und war eine sehr feine, liebenswerte und geachtete Frau.
Die Krankheit wurde mal als heilig, mal als Besessenheit eingeordnet aber das war bevor man den menschlichen Körper auch nur im Ansatz verstand. Diese Zeiten sollten lange vorbei sein.

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Meiner Meinung nach ist keins von beiden peinlich.
Davon mal abgesehen habe ich noch nie mitbekommen, dass ein Mensch negativ auf einen Menschen mit Epilepsie reagiert hat. Das ist dann eher bei Depressionen so, weil viele von diesem Klischee, dass man dann total Emo ist, ausgehen. Aber an sich sind beide Krankheiten, nichts wofür man sich schämen sollte.
Liebe Grüße:)

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Ich habe das Scunt-Syndrom. Eine Art der Epilepsie.

Nehme meine Antiepileptika 2x am Tag. Mein Sohn von 8 Jahren hat auch bekannt seit 6 Jahren Epilepsie.

Es war uns niemals peinlich. Es ist eine neurologische Erkrankung.

Meine Frau ist wegen Depression in Behandlung.

Auch das ist uns nicht peinlich. Auch das ist eine normale Erkrankung.

Was soll daran peinlich sein?

Peinlich wäre es mir im Schlüpfervor der Tür zu stehen. Und das vielleicht nicht einmal.

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Weder noch. Keine Krankheit ist peinlich!

Peinlich ist es zu sagen Aaach ich hab ja solche Depressionen. Der ganze Stress hat bei mir zu Burn Out geführt. Keine Frage, es gibt Leute bei denen ist das so, denen muss geholfen werden und da ist nicht peinlich dran. Nur ziehen die "Behaupter" also die die sich die Diagnose selber stellen die anderen mit in ein schlechtes Licht.

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Ich finde ehrlich gesagt beides nicht peinlich. Kannst du ja schließlich nichts für. 

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Epilepsie eine Geisteskrankheit? Davon habe ich noch nie gehört.

"Peinlich" wäre für mich da eher Depression, da sie als Zeichen von Schwäche angesehen wird, wobei Epilepsie unberechenbarer ist.

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Kommentar von Lissy72
09.07.2017, 20:04

Ja, Epilepsie wird manchmal noch als Geisterkrankheit angesehen. Es gibt halt genügend Menschen, die nichts darüber wissen und einfach nur Vorurteile haben!

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grundsätzlich wäre mir keines von beiden peinlich, aber bei Epilepsie kann ich gar nicht verstehen warum das peinlich sein sollte. Da kann man nun wirklich gar nichts dafür. Warum sollte das peinlich sein???

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Kommentar von Lissy72
09.07.2017, 20:43

Es ist peinlich, weil man für kurze Momente die Kontrolle über seinen Körper verliert.

Wenn jemand das Wort "Epilepsie" hört, wird man auch oft als dumm und unfähig abgestempelt und potentielle Arbeitgeber nehmen Abstand.

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