Welche Erfahrungen und Meinungen habt ihr über Schizophrenen, Menschen mit Psychose?

6 Antworten

tja was genau willst du nun hören?

menschen mit psychosen haben in den allermeisten fällen etwas belastendes erlebt, ob nun kurzzeitig oder auf eine lange zeitspanne hin.

es wird vermutet das psychosen auch ein wenig mit den genen weiter gegeben werden, oder zumindest die tendenz an einer zu erkranken.

ich persönlich habe mit menschen von verschiedensten krankheitsbildnissen erfahrung gemacht. positive sowie auch negative.

jetzt werden sich sicher ein paar fragen "was gibt es an einer psychischen erkrankung positives?"

tja ... menschen die schlimme erfahrungen gemacht haben, können schlimme erfahrungen anderer besser nachvollziehen, sind manchmal sogar rücksichtsvoller, freundlicher, vorsichtiger, geben mehr, oder unterstützen einen eher als menschen die vollkommen lastfrei durchs leben gehen können.

allerdings gibt es auch die - vermutlich am meisten in den medien vertretene - seite, dass viele phasen oder leider auch manche dauerzustände haben mit denen man kaum bis gar nicht umgehen kann.

spielesucht - computerspiele in diesem sinne - ich habe eine freundin, die litt/leidet an hochgradiger spielesucht.

hört sich nun nicht so tragisch an .. sie ist erwachsen und kann ja mit ihrem leben machen was sie will ... aber ... sie hat auch ein kind, und dieses wurde stark vernachlässigt - bekahm wenig zu essen, durfte nciht raus, ging nicht in den kindergarten oder die schule, etc ... nun ist die kleine in einem heim und die mutter unterzog sich doch einer therapie, die ihr zumindest so weit geholfen hat das sie wieder mit ihrer tochter kontakt haben darf, sie wieder raus geht und auch gern mal etwas anderes unternimmt als nur zocken.

sie hat noch heute phasen da schließt sie sich ein, beginnt ausreden zu erfinden warum sie nicht raus geht oder sich einen job sucht, oder lügt bezgl. banaler dinge, oder dinge die man nach einer gewissen zeit bemerken würde wenn sie stimmen.

dennoch ist sie kein schlechter mensch, sie hilft wenn sie kann und wo sie kann.

schizophrenie mit manisch-depressiven krankheitsbild - meine mutter leidet stark darunter. sie muss sehr starke medikamente nehmen damit man mit ihr zumindest einigermaßen vernünftig sprechen kann. eine diskussion mit ihr zu haben ist unmöglich und auch gefährlich, denn es wird nicht nur ein streit wenn ihr etwas nicht passt, sondern sie wird auch agressiv/handgreiflich. ... ich würde gerne sagen können ich habe sie lieb, weil sie ja meine mutter ist ... und ich weiß sie hat mit starken problemen zu kämpfen/ gehabt, aber ... ich kann das einfach nicht mehr. sollte sie pflegebedürftig werden, werde ich sie unterstützen, keine frage, .. aber ich werde niemals wieder alleine mit ihr unter vier augen sein (wollen).

psychopathie - mein kleiner bruder - er leidet nicht darunter, noch fügt er momentan anderen großartigen schaden zu, aber er hat bereits als kleinkind agressive verhaltensweisen an den tag gelegt und andere manipuliert er bis heute wo es nur geht auf geschickteste weise ... von seiner familie sind seine mutter und ich die einzigen die wirklich mitbekommen das etwas nicht mit ihm stimmt. er versuchte schon des öffteren aus spaß meinen kater zu erwürgen, versucht meinen vater und seine mutter gegeneinander aus zu spielen - erfolgreich - , er schlug seine klassenkammeraden aus heiterem himmel, auch bei der erstkommunion gab es eine prügelei, einfach weil er gerade lust dazu hatte. sogar seinen therapeuten trixt er inzwischen aus und macht einen auf "sozialisiert". mag sein das er jetzt wo er nicht mehr andere schlägt besser zurecht kommt, aber er manipuliert noch immer ... leider bemerken das nicht viele. er empfindet auch keine reue, oder hätte gewissensbisse ... diese reaktion hat er sich antrainiert ... aber sie ist nicht echt.

narzismus - eine bekannte - tut im öffentlcihen raum so als wäre sie ein samarita, angagiert sich für tiere in not, teilt essen für obdachlose aus, etc. ... nicht aber weil sie etwas gutes tun will sondern weil sie sich im lob anderer suhlen will. tut das nämlich jemand nciht, wird sie herablassend, geht auf das privateste der person, macht diese fertig. kündigt regelmäßig freundschaften weil manche leute eben nciht das tun was sie von ihnen verlangt, etc. im grunde also eigentlich nur scheinheilig und egoistisch. sie mag zwar so für gewisse - gute - momente ein netter mensch sein, aber für mich persönlich ... hm ... ich beschreibe es mal mit "anstrengend".

... und noch gaaanz viele mehr.

menschen sind eben unterschiedlich.

Schizophrenie hat ein solch falsches Bild in der Gesellschaft und das in dieser Zeit. Entweder ist man multiple oder hat die krassesten Halluzinationen und Einbildungen überhaupt, was ja bei einer schweren Psychose sein kann. Dabei ist das doch so verschieden.

Ich kannte einen Schizophrenen, der war ganz normal, außer das er immer ein rothaariges Mädchen sah. Einige kleine paranoide Züge, kleine wechselnde Wahnvorstellungen - das war es im Großen und Ganzen.

Ich wirke schon anders auf meine Mitmenschen (wahrscheinlich auch der Grund warum ich misshandelt, gemobbt und aus dem Weg gegangen wurde). Zwar finde ich mich normal, aber andere Menschen können mich nicht einschätzen. Meine Schizophrenie lebt auf Wellen, das heißt, es baut sich eine schwere Psychose auf und legt sich wieder. Manchmal baut sie sich zur Hälfte auf und verschwindet dann wieder. Heißt bei mir: im Moment ist alles okej, kaum Panikattacken, leichte Halluzinationen (bzw. die die immer da sind), wenig Wahn, auch weniger dissoziieren und Wahrnehmungsstörungen, aber ab und an wirds schlimmer und ich warte nur auf den nächsten Vulkanausbruch.

Im Übrigen, meine Schizophrenie ist sowohl positiv als auch negativ! (: Nicht jede Halluzination und jeder Wahn bedeutet, das man sich angegriffen fühlt, manchmal fühle ich mich geliebt und beschützt, dann hab ich das Gefühl von Göttern berührt zu werden (wahrscheinlich hängt dieses Gefühl, aus meiner ersten Psychose, noch an mir). Als Kind hab ich mich auserwählt gefühlt und wie das stärkste Wesen auf Erde - wie hätte ich mich dadurch schlecht fühlen sollen? Solch eine Ehre, dachte ich. Und meine "eingebildeten" Kräfte haben mir nur gute Gefühle beschert. Das war aber auch die einzige halbwegs gute Psychose die ich hatte, dafür Tonnen an Albträumen und Cartoon-Charakter die hinter jeder Spalte gewartet haben und mit mir über "Etwas" reden wollten. Ja, das meiste war schon traumatisierend, erst recht wenn man für das "ausarten" auch noch bestraft wird.

Meine Mutter hatte bzw ist schizophren. Das war der Grund bzw einer der Gründe der Trennung meiner Eltern. Woran ich mich noch erinnern kann (war nämlich in Grundschulzeiten) ist, dass sie die Lautsprecheranlagen unserer Klingel mit Taschentüchern vollgeklebt hat und darüber Bilder gehangen hat - sie hat halt geglaubt wir würden abgehört und beobachtet werden ... Ich hab das damals gar nicht so richtig realisiert und wahrgenommen aber generell habe ich eigentlich kein schlechtes Bild von solchen Menschen - es ist eben genetisch veranlagt und man muss halt einfach anders mit solchen Menschen umgehen ^^

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