Welche Erfahrungen habt ihr mit Hufschuhen? Wer kennt Equine fusion?

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Der Schuh meiner Wahl ist es nicht. Für mich ist die Anzieherei einfach nur umständlich, sie sind ziemlich schnell zerschlissen (ich kenne Nutzer, die kaufen dreimal sooft nach wie ich), wenn ich sie mit meinen vergleiche, sie sind mir zu "geschlossen" um zu viel Pferdebein rum (bei langen Ritten denke ich da an langes Halten von Feuchte und möglicherweise auch Sand) ... und sie kosten deutlich mehr als einige andere.

Unsere Pferde tragen im Sommer auf längeren Strecken Schuhe. Im Winter habe ich noch kein halbwegs vernünftig bearbeitetes Pferd gesehen, das Schuhe bräuchte. Wir haben hier auch ausschließlich Schotterwege, aber sobald die im Oktober matschig werden, ist die Schuhsaison absolut vorbei. Da laufen sie sehr gut ohne und der Barhuf ist das griffigste, was ich je unter dem Hintern hatte. Ab Juni werden im Sommer die Wege so hart, dass ich merke, dass sie mit Schuhen flüssiger laufen.

Für Hufe, die bereits so lang Barhuf sind, dass sie schön gleichmäßig rund sind, würde ich immer Easyboot Gloves empfehlen. Wenn die rundum anliegen am Huf, verliert man sie nicht. Im Gegenteil, die Pferde laufen sich eher rein. Wenn ich mal einen nicht ganz 100% angezogen habe (ist ja nur drauf stecken), gehe ich bis zum Aufsitzblock und wenn ich dort angekommen bin, sitzt er einwandfrei. Es ist nicht so viel Beriemung und Oberschuh und Zeug dran, dass was kaputt gehen kann ... der pflegeleichteste Schuh der Welt. Und, was mir besonders wichtig ist, die Sohle ist so geformt, dass sie nicht größer ist als der Huf selbst, d.h. das natürliche Fußungsverhalten des Barhufers bleibt 1:1 erhalten. Das einzige, was ich noch nicht kenne, ist der neue Glove Gaiter. Ich hoffe sehr, dass der den Schuh im Vergleich zum alten nicht verschlechtert.

Geht der Glove nicht, weil die Hufe (noch) nicht regelmäßig rund sind, dann ist der Old Mac eine Option. Ob die New Macs so robust sind wie die Old Macs weiß ich noch nicht, da fehlen noch die Langzeiterfahrungen. Aber sie sind relativ ähnlich im Aufbau und gleichen kleine Schwächen der Hufform ganz gut aus, sind auch größentoleranter als die Gloves, falls die Hufe noch nicht "fertig" sind. Das bespricht man dann am besten mit seinem Hufbearbeiter.

Unbedingt aber sehen, dass man Leihschuhe bekommt zum Probereiten, einfach messen, kaufen und davon ausgehen, dass es passt, klappt selten und im Wald rum krabbeln und einen Schuh suchen, der vom Weg gekullert ist, ist nicht soooo erquicklich. Entsprechend freut man sich doch, wenn man einen kauft, der gleich passt und hält.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Die Hufpflegerin hat wegen der Hufform equine fusion oder renegade empfohlen (wobei mir die kompliziert aussehen vom handling her).

Die Hufform ist wohl nicht so rund, dass die Glove passen. Die fände ich auch toll, nützt aber nichts wenn sie nicht passen.

Das im Wald suchen kenne ich von meiner Reitpartnerin, die sucht ihre Hufschuhe ca. 2 bis 3 Mal pro Ausritt. Deshalb war ich bisher eher skeptisch was Hufschuhe betrifft, will es jetzt aber doch mal probieren.

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@Manuelajosefa

Dann schau mal, ob Du Dir einen Old Mac oder New Mac ausleihen kannst. Selbst hatte ich ihn noch nicht, kenne aber einige Nutzer - die Old Macs hat jemand schon so lange, die scheinen wirklich robust zu sein. Vielleicht hast einen Krämer in der Nähe, die verleihen gegen Gebühr oder ein paar Hufschuhshops haben auch einen Verleih. Leihschuhe sind oft ziemlich ausgetreten ... vielleicht kann Dir Deine Hufbearbeiterin helfen, das einzuschätzen. Wenn sie neuwertig aussehen, sind sie es natürlich nicht. Ich hatte einen Glove geliehen, der top passte, aber der war so ausgetreten, dass meine Huforthopädin riet, ihn eine halbe Nummer größer zu kaufen, weil in die Größe, die ich da geliehen hatte in neu hätt ich die Hufe von meinem Pferd einfach nicht rein gebracht.

Krämer, wenn Du in fahrbarer Nähe hast, hätte den Vorteil, die lassen Dich auch innerhalb der Leihfrist ohne Aufpreis mal eine andere Größe probieren, falls Du die falsche erwischt hast. Wenn Du vorher anrufst, können sie Dir auch sagen, ob sie den Schuh in der Größe da haben, nicht dass das Leihexemplar grade vergeben ist, wenn Du kommst.

Ansonsten gibt's noch diese Anpassungsservices, die einfach ein Auto voller Schuhe mitbringen und dann darf man auch probereiten, aber ich würde einen Schuh immer gerne wirklich testen, also steile Steigungen und Gefälle klettern, einmal richtig durch Matsch, alle Gangarten auf weichen und festen Böden. Wenn ich da nicht absitzen musste zum Aufklauben, hat er gewonnen, wenn nicht, wird weiter gesucht.

Der Reitpartnerin sagst, sie soll auch mal testen gehen, bevor sie nachkauft - die hat auch nicht das optimale Modell in der optimalen Größe für ihr Pferd, so viel ist sicher ;-)

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Hufschuhe hatte und habe ich für meine beiden nicht, jedoch kenn ich so ziemlich alle Modelle und auch das Tamtam, das beim Anziehen entstehen kann durch unsere Einsteller.

Beide sind Barhufgänger. Meine Stute hatte mal 4 Monate Eisen (da war sie 6 Jahre) und anschließend Duplos, da wir dachten, dass es beim Holzrücken im Wald mehr Halt gäbe, aber wir wurden eines besseren belehrt, denn Eisen stollen sich auf im Winter und die Duplos bringen auf vereistem Untergrund genauso wenig. Zudem nimmt man dem Pferd die Möglichkeit zu fühlen, ob ein Untergrund trägt oder nicht und ob es glatt ist oder nicht. Seither geht sie Sommer wie Winter "nackig".

Das Horn der Hufe greift tatsächlich am besten, wenn es gerade so im Übergang ist, also nicht staubtrocken oder gefroren, sondern wenn Nässe im Spiel ist, da sollte Schotter bei einem gut gearbeiteten Huf kein Problem darstellen.

Rein von der Handhabung her würde ich wenn dann EasyGloves nehmen, wenn ich welche brauchen würde, denn kein Pferd hält pro Huf 20 Minuten still, bis alle verschnürt und verriegelt ist.

So sehen die aus:

https://www.kraemer.de/Easyboot-Glove.htm?websale8=kraemer-pferdesport&pi=431198&ci=247519&prod_number=431198-2%2C5&ref=Produktportal%2Fgoogle&subref=431198-2%2C5&gclid=EAIaIQobChMImr-_hLCY1wIVQWwbCh06AgT-EAYYASABEgIECPD_BwE

Stillhalten müssen sie ja auch nicht ... aber jeder Riemen, jede Schnalle, jeder Seilzug, was da dran ist, geht irgendwann kaputt. Das sind Verschleißteile. Davon kann ich ein Lied singen. Hatte vor den Gloves Epics ... Murphy war auch dabei ... und nach seinem Gesetz brach immer vor einem Ausritt, wo wir verabredet waren, in letzter Minute, nämlich beim Schuhe anziehen, eine Schnalle (die Ersatzteile sind zum Glück stabiler als die Erstausstattung), es riss ein Seilchen o.ä. Auch mit geeignetem Werkzeug und Ersatzteilen greifbar und handwerklichem Geschick ging es dann immer eine halbe Stunde später los. Seit ich Gloves habe, muss keiner mehr auf mich warten. Leider, lese ich grade, ist der Huf wohl (noch) nicht regelmäßig genug für Gloves.

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Mein sehr fühliger wallach hat nach über 20 Jahren hufeisen nun gut zwei Jahre gebraucht, sich umzustellen.

Anfangs mit hufschuhen, aber nur 3 Monate.

Wir sind immer wieder Asphalt gegangen, haben gepflasterte futterstellen, das hat geholfen

Meine alte isistute brauchte aber jeden Winter hufschuhe, wenn ich mehr als einmal pro woche ausreiten wollte, ihr ganzes langes Leben lang...

Ist einfach ne praktische Erfindung!

:-)

Ok, danke für deine Erfahrungen! Ich hab auch eine Isistute und vor 1 Jahr umgestellt. Sie steht jetzt aber seit 3 Monaten an einem Stall, wo es sehr viele Schotterböden gibt, außerdem reite ich jetzt viel öfter aus.

Ich hoffe, sie gewöhnt sich noch an das barfußlaufen!

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Ich möchte die Ausritte mit ihr einfach langsam vergrößern,die Muskeln dafür hat sie,nur läuft sie eben nach einer Weile relativ fühlig,die Hufwand bricht an einigen Stellen aus und ich kann sie nur noch auf weichem Untergrund reiten. Ihre Mutter hat sehr stark HWSS ( http://connemara-pony.blogspot.de/p/hufwand-ablosungs-syndrom-hwss.html ), deshalb vermuten wir,dass sie es bei ihre eine leichte Form ist,die hier zum Ausdruck kommt. Allerdings kriegen wir es gut in den Griff,ich kontrolliere ihre Hufe jedes Mal ganz genau,bevor wir rausgehen und auch während des Ausritts achten wir stark darauf,ob etwas rausbricht. Die Hufschmiedin schaut auch öfter als normal drauf,klappt also alles deutlich besser als mit ihrer Mutter,da war das eine absolute Katastrophe..

Nun haben wir bisher immer Easy Boots gehabt,sowohl bei ihrer Mutter als auch einer Stute,die leider vor 5 Jahren gestorben ist und ihrerzeit auch Hufschutz brauchte. Ihre Tellerhufe sind allerdings wirklich stark und während es bei den zwei anderen Stuten vor Allem das HWSS war,das wir damit in den Griff kriegen wollten,ist es bei ihr eben auch ihre Hufform,die ihr zu schaffen macht. Deshalb frag ich hier mal die Pferdeexperten,ob jemand damit Erfahrungen hat und was für Hufschuhe empfehlenswert wären?

Ja,ich weiß,dass das ein Profi machen muss,sobald es ans Anpassen geht,wird das auch definitiv mit jemandem in Ruhe besprochen,der sich damit auskennt,aber es schadet ja nichts,nach Erfahrungen und Empfehlungen zu fragen. :-)

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Ich stehe jetzt vor der Entscheidung, neue Hufschuhe - kennt jemand Modelle für Hufe, die breiter als lang sind? - oder doch wieder Beschlag? Meine Hufpflegerin macht z. B. Plastikbeschlag - hat jemand von euch damit Erfahrung?

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Sorry für den Mammuttext - Danke für's Lesen und für eure Antworten.

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