Welche Erfahrungen habt Ihr mit Fassadenverkleidungen? Riemchen, Vorhangfassade, Bruchsteinfassade?

6 Antworten

Ein Haus oder ein Baustoff atmet nicht. Er hat nur mehr oder weniger gute Dampfdiffusionswerte. Diese Kunststofffassaden haben eine Hinterlüftung, ich rate aber dennoch zu einer Art Wärmedämmung. Öl und Gas wird nicht billiger... Diese Wärmedämmung sollte fachlich richtig ausgeführt werden, damit es nicht zu Problemen kommt. In der Regel leisten da zertifizierte Energieberater gute Beratung, die auch zu zinsgünstigen Darlehen verhelfen können.

Mister konwithall ist da falsch informiert.. oder hat sich falsch ausgerdückt.. es ist durchaus wichtig das die Wände atmen können bzw hinterlüftet werden. Das trifft vorzugsweise Mauerwerk aus Ziegel Kalk oder <Gasbetonsteinen m sonst ist Schimmelbildung vorproramiert. Die einzige ausnahme ist nach der vorgeschriebenen sogenannten WDVS durchgeführte Beplankung / beklebung der Aussenfassade mit styrodur oder Neoporplatten. Wenn dies von aussen gemacht wird so muß um Schimmelbildung langfristig zu vermeiden die Wände von Innen diffussionsoffen gestalltet werden. Das heist die alten Wandfarben runter und mit neuem Verputz oder Mineralputz und anschliesender difussionoffener Farbe behandelt werden. Billigfarben verschließen die Wände so das diese nicht mehr atmen können. Atmen der Wände bedeutet das vom Raum feuchtigkeit aufgenommen und auch wieder abgegeben wird. Beplankungen jeglicher art sind mit Hinterlüftung zu versehen weil das holz der tragekonstruktion sonst verschimmelt oder verfault wenn die Feuchtigkeit nicht trocknen kann. dazu am besten den Favchmenn vor Ort oder den Energieberater fragen. Klinker oder riemchen sind eher im Norden verbreitet und erfordern erhebliches fachwissen richtuig verarbeitet zu werden. Joachim

Ok. Wenn wir schon klugscheiss.en . . . . Häuser atmen nicht!!!! Wände auch nicht!!!! Es finden Duffusionsströme statt, ist mir neu das das Atmen sein soll. Neue Häuser werden dicht! geplant. Da werden also auch die Diff. Ströme unterbunden, deshalb ja -man braucht eine Zwangslüftung, dürfte in einem Neubau allerdings inzwischen Standart sein, wenn man richtig informiert ist und nein die Wände können nicht "atmen". Immer noch nicht. Hinterlüftet werden diese Fassaden nur um Feuchtigkeit zwischen Vorsatzschale und Dämmung "Wegzulüften" . Diese Feuchte kommt aber hauptsächlich von aussen. Das Problem mit dem Schimmel liegt daran, dass an kalten Oberflächen Kondenswasser ausfällt. Keine kalte Oberfläche, kein Kondenswasser. Wenn nun die Feuchtigkeit, die anfällt, weggelüftet wird, braucht man auch keine Pufferung über die Wände und selbst da könnte eine Putzschicht ausreichend sein, muss man allerdings untersuchen. Klinkerwände sind überhaupt kein Problem, das kann jeder Mauerer mit Links, Riemchen ist aufwendiger und kann ich auch nicht empfehlen, speziell nicht großfomatige Platten zum Aufkleben.

Und jetzt noch: hab ich das richtig verstanden? Du haust eine Styrodurplatte vor die Wand und willst die Wand selber diffusionsoffen gestalten? Wie geht das denn?

PS: Hab sehr große Gebäude saniert, die komplett mit Latexfarbe zugekleistert waren, "Atmen" unmöglich - und doch, das Haus "lebte" noch und erfreute sich bester "Gesundheit". ;-)

@kablo: Der Tipp mit dem Energieberater ist schon nicht schlecht. Du wirst besser beraten, wenn sich jemand das Gebäude vor Ort anschaut und dann das beste System für deine Wand heraussucht. Das ist hier letztlich wie eine Ferndiagnose vom Arzt.

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@MisterKnowitall

Der eine nennt es Atmen der andere Diffussionströme .. der Mensch Dünstet am Tag Flüssigkeit aus , nicht wenig ..diese Ausdünstungen kann man durch die Wände wenn diese wie geschrieben Diffussionsoffen gestaltet sind gerade bei alten Häusern Puffern wie Du meintest.

Nur lebe ich in einem alten Haus Bj 1925 mit Viel Fachwerk drinnen und da ist es wichtig die Wände nicht Dicht zu machen weil sonst das Tragwerk aus Holz durch die Abdichtung beidseitig vermodert... Holz Lebt und wenn wie bei mir von Aussen Dicht gemacht wird muß paralell dazu von innen difussionsseitig geöffnet werden. Fürs Raumklima ist das bisher recht gut und das Raumklima dankt es auch.

Das aber ist je nach Wandaufbau durch einen Fachhman am besten mehrer Meinungen einholen zu beurteilen. Ich würde nieh in einer Plastiktüte wie die Vollabgedichteten Häuser bei uns im Süden heissen einziehen wollen.. Belüftungssysteme kosten auch nicht wenig sowohl an installationskosten als auch Strom und wenn ich mal aus den Bausparkassenzeitschriften die kosten anschaue sind da 10 000 Euros plus die betriebskosten und die jährliche Wartung auch Kostenintensiv .. ob man da am Ende wirklich So viel einspart wage ich zu bezweifeln..Gesund ist es auf alle Fälle nicht.. das Häuser wenn auch zugekleistert waren noch leben so meint Du bestimmt nicht die drinn befindlichen balken sondern betonbauten oder ziegelmauerwerk.. Auch das Atmet wie ich das nenne .. nimmt Feuchtigkeit auf und gibt diese wieder ab.. aus genau dem Grunde baut man bevorzugt mit Ziegelmauerwerk, Es ist Baubiologisch einfach gesünder. .Joachim

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@jloethe

Fachwerkbauten sind ein ganz spezieller Fall. Da gebe ich dir größtenteils recht. Aber, eine Richtigstellung ist wohl von Nöten. Der Aufbau in einem fachwerkhaus ist diffusionsoffen herzustellen. Und zwar muss man nach aussen offener werden. Der größte Fehler ist aussen dicht zu machen!!! Wenn du dann innen diffusionsoffen arbeitest, läßt du konvektionsströme zu, die zu Tauwasserausfall in der Wandebene führt, da man so die warme feuchte Raumluft an die Aussendämmung läßt -Tauwasser- Feuchte - Schimmel. Die Ausdünstungen, die so anfallen in einem Haus werden ohne Probleme in der Putzschicht gepuffert. So viel ist das nicht, wenn man nicht gleichzeitig Wäsche trocknet und Essen kocht. Da braucht man keine komplette Wandschale für. Das wär ja auch katastrophal. Man spart durch Belüftungssysteme Energie ein. Mit der modernen Technik (WRG und energieeffiziente Ventis) verbraucht man weniger Energie, als wenn man versucht über Fenster zu lüften (Winter). Zudem ist die Luft in solchen Häusern wesentlich besser (Filter und gleichmäßige Verteilung). Die Bezeichnung "Plastiktüte" ist wohl nur durch existierende Vorurteile zu erklären und das das ungesund ist, ist Quatsch. Und wenn ich ein gesundes Raumklima "erzeugen" möchte, wegen der Luftfeuchte, kann man auch mit Lehm verputzten, das reicht.

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@MisterKnowitall

Dann sind wir ja wieder auf der gleichen Ebene.. zumindest fast.. mit Plastioktüten wie es hier heist sind diese Neubauten gemeint die aus dem Legostecksystem ( neopor ) mit anschliesender ausbetonierung der zwischenräume erstellt wurden. Das ist jedermanns entscheidung und man sollte auch auf die problematig hinweisen. ich plane auch einen anbau aus diesem material zu erstellen alserdings geht es da um zwei wände einmal 8 qm einmal fünf qm der Rest ist durch Fensterfronten geschlossen. Mal sehen wie sich das verhält und was meine profis dazu sagen bevor es Spruchreif wird. Flachdach drüber das später von oben ein Balkon werden soll. Joachim

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Sehr geehrte Fragesteller-/innen, es wird sich sicherlich Kondenswasser bilden - Ja. Diese wird jedoch über die Hinterlüftung, welche durch die Lattung und Lüftungsöffnungen oben und unten erzeugt wird, wieder abgeführt. Diese Hinterlüftung ist bei dem System der vorgehängten hinterlüfteten Fassade essenziell. Somit kann das Haus "atmen" Pflegeleichte Kunststofffassaden sind ab ca. 25€ erhältlich. Hinzu kommen die Kosten für Lattung, Befestigung, Fensterbänke etc..Wenn man bei einem EFH von 150m² ausgeht dann kann man mit ab ca. 60€ Materialkosten pro Quadratmeter kalkulieren. Wenn keine Selbstmontage gewünscht ist kommt man auf Kosten von ab ca. 120€/m². Nach oben hin ist bekannter Maßen alles offen. Ich hoffe Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben. Weitere Infos unter fassaden-dach.de

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