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Sind in Deutschland nicht erlaubt, da muss eine Einspeisedose vorhanden sein. Der Zähler muss geeignet sein. Usw.

 

https://www.vde.com/de/fnn/arbeitsgebiete/tar/tar-niederspannung/erzeugungsanlagen-steckdose

30.04.2019124629 1

Steckerfertige PV-Anlagen

Immer mehr Menschen beschäftigen sich privat mit der Energiewende. Denn schon Zuhause fängt sie an. Eine Möglichkeit, sie privat umzusetzen sind zum Beispiel steckerfertige PV-Anlagen für den Balkon. Eine Lösung, die die Chance bietet, sich am großen Energiesystem zu beteiligen. Wichtig muss dabei sein, dass Anschluss und Betrieb der kleinen Anlage in jeder Situation sicher sind. Grundlage dafür ist das VDE-Vorschriftenwerk. Hier sind auch Erzeugungsanlagen mit speziellen Steckern – also beispielsweise steckerfertige PV-Anlagen – berücksichtigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Steckerfertige PV-Anlagen bieten auch kleinen Stromverbrauchern die Chance, am Energiesystem teilzunehmen.
  • Der Anschluss der Anlagen darf nur über eine spezielle Energiesteckvorrichtung unter Berücksichtigung der Anforderungen nach DIN VDE V 0100-551 und DIN VDE V 0100-551-1 erfolgen. Dann kann auch in vorhandene Endstromkreise eingespeist werden.
  • Die Anmeldung einer Erzeugungsanlage erfolgt nach den Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers.
  • Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur durch fachkundige Personen durchgeführt werden.

Erzeugungsanlagen mit speziellen Energiesteckvorrichtungen

Das Einstecken einer Erzeugungsanlage ist nicht mit dem Einstecken eines elektrischen Verbrauchsgerätes in eine herkömmliche Steckdose zu vergleichen und nur unter bestimmten Bedingungen mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung (z. B. nach Vornorm VDE V 0628‐1) zulässig. Diese Bedingungen sind in der Vornorm DIN VDE V 0100-551-1 aufgeführt.

Elektrische Anlagen in Gebäuden sind auf eine zentrale Einspeisung der elektrischen Energie ausgelegt und werden ausgehend vom Netzanschluss über entsprechende Sicherungen bis zu den Haushaltssteckdosen verteilt. Die Sicherungen können Zuhause nur dann ihre Schutzfunktion erfüllen, wenn der aus der steckerfertigen PV-Anlage zurückgespeiste Strom berücksichtigt wird. Die Beurteilung und eventuelle Anpassungen des entsprechenden Stromkreises dürfen nur durch eine Elektrofachkraft vorgenommen werden.

Danke!

....nur unter bestimmten Bedingungen mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung zulässig....Diese Bedingungen sind in der Vornorm DIN VDE V 0100-551-1 aufgeführt.

Weißt du wie diese Bedingungen aussehen? Ist der Einspeisepunkt der "speziellen Energiesteckvorrichtung" beschrieben? ALso etwa VOR der Stromkreissicherung? Oder muss innerhalb der PV-Analge eine entsprechende Sicherung vorhanden sein, die auslösen könnte? Oder genügt der Austausch einer Schukosteckdose durch die "spezielle Einsteckvorrichtung"?

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@Elementarer

Bei deiner Anlagengröße ist dein Hausanschluß der Verknüpfungspunkt mit dem Netz

die Vorschriften des jeweiligen Netzbetreibers regeln, wie das dann zu installieren ist (TAB - Technische Anschlußbedingungen)

das sollte dein Installateur wissen.

Ist bei jedem Netzanbieter etwas anders.

Es muss auf jedenfall immer sichergestellt werden, das die Stromabschaltung der Sicherungseinrichtungen bestehen bleibt. Auch das bei Netzabschaltung, die PV ins öffentliche Netz einspeisen kann muss verhindert werden.

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@StRiW

Ok. Das würde bedeuten, dass der Einspeisepunkt vor sämtlichen Sicherungseinrichungen liegt, also auch vor dem RCD (oder entsprechende Schutzeinrichtungen innerhalb der PV-Anlage existieren). Und bei Netzabschaltung keine Spannung mehr eingespeist wird.

Danke!

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@StRiW

Ja, hab ich auch gelesen. Dann gibt es Aussagen wie

Über eine gewöhnliche Kabelsteckverbindung wird der Strom in die Steckdose und somit ins Hausnetz eingespeist.

Der Anschluss erfolgt über die herkömmliche Schutzkontakt-Steckdose (Schuko-Steckdose).

Und das bei einer Fachseite über eben diese Module. Wobei klar sein sollte, dass es so einfach nicht sein kann.....

https://www.solarmodul-steckdose.de/#solarmodule-fuer-die-steckdose

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@Elementarer

Bitte nicht nach den Werbeaussagen der Anbieter gehen, im Schadensfall hat die VDE zwar keine Gesetzeskraft aber doch so viel Aussagewirkung das die Versicherungen Zahlungen verweigern dürfen. Schukodose würde mich wundern. Habe die komplette Norm leider nicht vorliegen, da komme ich erst nach meiner AU wieder dran.

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Schaue beim Versorger, ob diese erlaubt sind.

In der Regel sind sie es nicht.

Insbesondere kann eine Leitung durch den zusätzlichen Strom überlastet werden, ohne, dass die Schutzeinrichtungen abschalten.

Außerdem ist zu prüfen, ob der normale RCD ausreicht und nicht ein Typ B erforderlich wird.

Sollte der B erfordert sein, so kann die PV Anlage den Fehlerstromschutz komplett ausschalten.

Leider ist es nicht ganz so einfach....

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Danke! Irgenwie versteh ich die Sache noch nicht so recht.

Insbesondere kann eine Leitung durch den zusätzlichen Strom überlastet werden, ohne, dass die Schutzeinrichtungen abschalten.

Was bedeuten würde, dass der Anschluss der PV-Anlage (natürlich mit spezieller Einsteckvorrichtung) NICHT VOR der Stromkreissicherung sein muss, sondern irgendwo beliebig eingespeist werden darf? Ist eine entsprechende Sicherung in der PV-Anlage dann Vorschrift?

Außerdem ist zu prüfen, ob der normale RCD ausreicht und nicht ein Typ B erforderlich wird.

Hm, wie sollte das überprüfbar sein? Das müsste doch zumindest in der PV-Anlagen-Beschreibung stehen. Und würde wiederum wiederum bedeuten, dass die Eispeisung VOR dem RCD, was ja der Aussage "Insbesondere kann eine Leitung durch den zusätzlichen Strom überlastet werden, ohne, dass die Schutzeinrichtungen abschalten", widersprechen würde. Denn dann könnte ein solcher Fall ja gar nicht auftreten.

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@Elementarer

Du nutzt einen Stromkreis mit 2 Steckdosen. Der LS-Schalter kommt bei 16A und die PV Anlage liefert 3A. Dann ist Dein Kabel (oft bis 16A) überlastet.

Die Stromkreis / Steckdose ohne FI zu betrieben ist in einigen Sonderfällen zulässig, aber i.d.R. ist vor jeder Steckdose (230V) ein RCD vorgeschrieben. Weitere Ausnahmen bestehen für Altanlagen, aber auch dort wird es schwer eine Steckdose vom FI zu entfernen.

Typ B ist immer erforderlich, wenn Gleichfehlerströme auftreten können. Bei den großen PV Wechselrichtern steht welcher FI Schutz erfoirderlich ist. Viele empfehlen den Typ B....

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@HarryHirsch4711
Dann ist Dein Kabel (oft bis 16A) überlastet.

Ja, wenn die Einspeisung der PV nicht über den LS-Schalter läuft, also NACH diesem einspeist.

 ....aber i.d.R. ist vor jeder Steckdose (230V) ein RCD vorgeschrieben.

Damit muss VOR dem RCD eigespeist werden, und da die LS-Schalter normal nach dem FI ist, also auch die Einspeisung VOR dem LS-Schalter. Dieses erscheint mir bedeutend plausibler, da die Schutzeinrichtungen wie LS und RCD schon vorhanden sind und auch weiter passend sind.

Was aber wiederum bedeuten würde, dass die Aussagen der PV-hersteller wie "Anschluss über herkömmliche Schuko-Steckdose" dürfen, Quatsch sind.

Noch eine Frage: Müssen (herkömmliche) PV Anlagen so konstuiert sein, dass bei Netzspannungsausfall die PV-Anlage keine Spannung in das Netz einspeisen kann? Oder wird dies durch eine Schaltung ausserhalb der PV sichergestellt?

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