Welche Erfahrung habt ihr mit älteren Tierheim bzw Tierschutz Hunden?

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13 Antworten

Hallo,

prima, wenn du einem Hund eine Chance geben willst und ein neues Zuhause.

Bitte bedenke aber immer auch, dass die Hunde aus dem Tierheim häufig eine leidvolle Vorgeschichte haben. Es waren zumeist keine "geliebten" Hunde, denn sonst wären sie nicht im Tierheim gelandet (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Sie sind oft kaum bis gar nicht erzogen oder völlig falsch erzogen worden, haben häufig Gewalt erlebt, sind
verschüchtert oder ängstlich oder mehr oder weniger aggressiv.

NEIN, ich will niemanden davon abhalten, sich einen Hund aus dem
Tierheim zu nehmen - ich habe selbst zwei aus dem Tierschutz. Aber die
Problematik, die jeder Hund mit sich bringt, sollte im Vorfeld ausgiebig
und gründlich mit den Betreuern im Tierheim besprochen werden. Was
erwartest DU von dem Hund - was hast DU dem Tier zu bieten? Wieviel
Erfahrung hast du bereits mit Hunden? Und genau nach diesen Kriterien
muss der für dich (oder deine Familie) passende Hund ausgesucht werden,
nicht nach einer Farbe, oder nach "traurigen Augen" oder langem oder
kurzem Fell, oder weil irgendjemand auch so einen hat ....

Dann solltest du dir Zeit nehmen, 2 - 3 Wochen, und mit diesem Hund
ausgiebig spazieren gehen und ihn besuchen. So könnt ihr euch schon
einmal gut kennenlernen.

Und wenn dann noch alle anderen wichtigen Faktoren stimmen (Zeit, Wohnung, Geld etc.) - dann kannst du ihn adoptieren.

Aber bereite dich darauf vor, dass ein Hund aus dem Tierheim eine
ziemlich lange Zeit braucht, bis er wirklich bei dir "angekommen" ist.
Das geht nicht von heute auf morgen und auch nicht in wenigen Wochen.
Bis Hunde wieder Zutrauen zu neuen Menschen fassen und verinnerlichen,
dass man es jetzt gut mit ihnen meint und ihnen nichts Böses mehr droht -
das braucht einfach seine Zeit - und man selbst braucht viel Geduld.
Schwirrt einem doch immer so im Hinterkopf herum: Mensch, der muss doch "dankbar" sein, dass ich ihn dort herausgeholt habe.

Ja, er wird auch "dankbar" sein und dich feste in sein Hundeherz schließen - aber du musst ihm dafür die notwendige Zeit lassen.

Gutes Gelingen

Daniela

Salue

Als wir vor einigen Jahren noch einen grossen Hund zu unseren beiden kleinen haben wollten, haben wir uns im Tierheim umgeschaut.

Ein ältere Hundedame "Lady" mit Namen, hat sich uns ausgesucht, nicht wir sie. Wir kannten ihre Vorgeschichte nicht, jedenfalls hat sie nach der Zeit im Tierheim es sehr genossen, wieder irgendwo zu Hause zu sein.

Sie war sehr lieb und anhänglich und bestimmt hatte sie eine gute Zeit bei.uns. Wir haben sehr geheult, als einige Jahre später den letzten Gang zum Tierarzt antreten musste.

Es war eine echt gute Erfahrung, wir trauern ihr heute noch nach.

Es grüsst Dich

Tellensohn

Hi! Wir hatten bisher nur Hunde aus dem Tierschutz - immer tolle Hunde - gehabt, die bis zu ihrem Tod bei uns waren - ich würde jeden davon wieder nehmen. Es hatte zwar jeder so seine "Arbeitsthemen" und Du musst Dir einfach im Klaren sein, dass Du einen "Hund mit Vorgeschichte" bekommst. Vieles ist dann nicht so einfach, wie wenn ein Welpe sofort zu einem kommt und nichts anderes sonst vorher kannte.

Ich will Dir auch nichts vormachen, es war nicht immer einfach - gerade die Hunde aus dem Ausland haben oft Dinge mitgemacht wo ich mir manchmal wünsche, dass man das mit den Menschen dort auch machen sollte. Aber dafür kann der Hund nichts und ich finde, man kann da doch ein bisschen was wieder gut machen. Und wenn es passt, der Hund ankommen und sich auf Dich und Deine Lebensumstände einlassen kann, dann hast Du einen Freund wie es keinen ehrlicheren geben kann.

Wichtig ist, wie Xtennere auch sagt, der Hund sollte sich auch Dich aussuchen und versuche, ihn vorher mal ein zwei Wochen wirklich kennen zu lernen bevor Du ihn zu Dir holst. Wie gesagt, man muss bereit sein, ggf. Zeit und Nerven zu investieren aber das muss man mit Welpen auch. Von daher nur zu - ich wünsche Dir und auch einem Hund, dass ihr zu einander findet. Lg Don

Wir bekamen einen 11 bis 13 jährigen Hund aus einem russischen Tierheim. Eigentlich waren wir nur die Durchreisestation zu einem bayerischen GnadenHof.  Aber Dina hatte etwas anderes geplant. Sie bezauberte uns Menschen und verstand es prima, mit den zwei schon existierenden Hunden keinen Streit anzufangen. Sie wurden keine Freunde aber sie hat sich toll ins Rudel integriert. Über 2,5 Jahre hat sie unser Leben bereichert. Wir haben es keine Sekunde bereut. Sie ist 14 bis 16 Jahre alt geworden und war ein sibirischer Husky. Unaufdringlich, schmusig, selbstbewusst und sehr klug.

Ich habe meinen Hund bekommen als er 9 Jahre alt war. Er war nicht im Tierheim, sondern lebte bei einer älteren Dame (damals eine mehrere Stockwerke unter mir lebende Nachbarin). Der Hund war überhaupt nicht erzogen, durfte alles und wurde kaum noch Gassi geführt, da die alte Dame das nicht mehr konnte. Als sie starb habe ich den Hund behalten. Er hat sich sehr schnell an mich gewöhnt und auch die Regeln die ich von Anfang an vorgegeben habe akzeptiert. Ich musste mich natürlich viel mit ihm beschäftigen und auch in die Hundeschule gehen, aber ich hatte wirklich nie größere Probleme mit ihm und er hat sehr sehr schnell das kleine Hunde 1x1 gelernt.

Hallo,

also wir haben schon immer Hunde und bis auf einen Hund waren es immer Hunde aus dem Tierheim oder auch Hunde welche kurz davor standen im Tierheim zu landen.

Natürlich habe die Hunde eine Vorgeschichte und vielleicht auch so ihre Macken, aber wir haben unsere Entscheidungen nie bereut.

Seh dich einfach im Tierheim um und lauf evtl. mal mit potentiellen Kandidaten spazieren.

Viel Glück

Schließe mich dsupper vollends an. Habe auch schon ältere Hunde vermittelt, die zwar etwas mehr Zeit brauchen um wieder Vertrauen zu fassen aber dann umso enger an den Menschen hängen. Da man ja nie weiß, welche Vergangenheit das ältere Tier erleiden mußte, braucht man Geduld und Empathie muß sich das Verhalten genau anschauen und ich rate auf jeden Fall zu einem Seminar für Hundeverständnis. Es gibt sehr gute Hundevereine die das anbieten für wenig Geld oder sehr gute Literatur wie z. B. von Günther Bloch oder Horst Hegewald-Krawich. Von Trummler rate ich dringend ab, möchte aber hier in der Öffentlichkeit nicht näher begründen.

Die Tierheimleute kennen den Hund am besten und können sicher beurteilen, was er braucht und was nicht. Vorallem ob er/sie sich mit anderen Hund wirklich und alltäglich gut verträgt, denn das kann oft schief laufen und sich dann von einem der beiden Kontrahenten trennen zu müssen, bricht nicht nur dem Hund das Herz!

Aus eigener Erfahrung rate ich dazu, den alten bzw. älteren Hund, wenn er nicht schon mit einem Artgenossen zusammen gelegt hat, ihm keinen weiteren zuzumuten. Erfahrungsgemäß wollen die ihren Rudelführer für sich alleine. Mit Katzen ist das allerdings kein Problem meiner Erfahrung nach, die werden offensichtlich nicht als Rivalen betrachtet.

Auf jeden Fall Gratulation und alles Gute für Hund und Mensch! :)


Erziehen kannst Du einen Hund in jedem Alter. Das ist kein Problem. 

Versteife Dich NICHT auf das Aussehen eines Hundes....

wenn Du in ein Tierheim gehst....die Hunde betrachtest, wird Dein zukünftiger Hund Dich aussuchen...lass das zu....

Du wirst es nie bereuen.....

deine Überlegung finde ich sehr gut.

finde einen seriösen Vermittler und ich bin sicher du wirst sehr glücklich mit deinem Hund.

Diese Tiere sind in der Regel sehr dankbar und werden sich viel mühe geben dir zu gefallen.

Wir haben einen Rüden aus Rumänien. Den haben wir bekommen als er ca. 3 Jahre alt war.

Das ist jetzt fast ein Jahr her, wir haben diese Entscheidung in keiner Sekunde bereut.

Und auch ein älterer Hund kann sich an dich binden. vielleicht gerade ein älterer Hund, was gibt es schöneres als auf seine alten Tage noch ein zuhause zu finden!?

 

Meine Freundin und ich, wir haben uns zur Aufgabe gemacht, gerade diese Tiere rauszuholen und Du glaubst gar nicht, wie dankbar sie sind. Als wenn sie es gewusst haben, dass sie eigentlich nie mehr da rausgekommen wären. So bald sie merken, dass das tatsächlich ihr neues zu Hause bei Dir ist, wirst Du förmlich mit Liebe überschüttet.

Das erste Tier, war eine Wolfspitzhündin, die mit ihrem Bruder dort war. Der verstarb aber plötzlich und sie fing an ihr Fell teilweise zu verlieren und nässte täglich ihre Decke ein. Keiner gab dem Tier eine Chance und so saß sie über 10 Jahre dort. Als meine Freundin sie entdeckte und sie sich anfreundeten, da war als erstes plötzlich das Einnässen weg. Kurze Zeit später, als wir sie dann bei uns zu Hause hatten, da begannen auch die kahlen Stellen wieder zu zuwachsen. Wo meine Freundin zuerst immer beim Spazierengehen dumm angequatscht wurde, da gab es dann nur noch Komplimente, was das doch für ein hübsches Tier wäre. Die Dame die zu der Zeit das Tierheim leitete, sagte immer, wenn meine Freundin mit ihr dort zu Besuch war, dass die Hündin nun noch mal ihr Glückskleid angelegt hätte. Leider lebte sie nur noch zweieinhalb Jahre. Sie war plötzlich an Krebs erkrankt. Aber wenigstens konnten wir ihr noch eine schöne Zeit in Freiheit und ein richtiges Zuhause geben.

Du kannst mir glauben, das diese Tiere sich ganz anders verhalten und Dich förmlich mit Liebe und Zuneigung überschütten. Zwei weitere wurden ebenfalls nach ein paar Jahren vom Krebs geholt, wovon ich ähnliches berichten könnte. Man hat ja herausgefunden, dass wenn Tiere unter Stress stehen, dass dann das Immunsystem absinkt und so kann sich jede Krankheit breit machen. Und im Tierheim ist Stress angesagt.

Das jetzige Tier ist wieder eine Wolfspitzhündin. Sie lebt schon einige Jahre bei uns und sie fühlt sich nur noch wohl. Bevor sie ins Tierheim kam, verbrachte sie ihr ganzes Leben in einem Zwinger. Es ist so, als wenn ein Eingeborener aus dem Urwald, plötzlich in die Zivilisation kommt. Alles war für sie neu. Aber sie lernte schnell. Schon alleine deswegen, weil sie einem aus Dankbarkeit immer alles Recht machen will. Ich kann Dir nur dazu raten.

Das kann man nie pauschal sagen. Es kommt auf die Geschichte des Hundes an. Das Tierheimpersonal kennt die Tiere am besten und kann dir sagen, welcher Hund wie vom Charakter ist und wie sie zu euch passen.

Übrigens, viele ältere Hunde sind im Tierheim, weil sie Scheidungsopfer sind oder ihr Herrchen selbst verstorben ist.

Ich finde es unfair das andere Leute
Hunde verkorksen sie im Tierheim
Verrecken lassen weil alle Leute sagen das die Hunde im Tierheim schlechten Charakter haben jeder Hund ist treu und Hunde passen sie dem Alphatier an wenn du dich schlecht benimmt werden die armen kleinen Hunde auch schlecht vom benehmen her

Deshalb würd ich ja gerne einem Hund eine Chance geben! Wollte trd einfach Erfahrungen hören!! Hab immer nur Hunde von Welpen an gehabt...

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Es sollten keine Rasse und kein Hund bevorzugt werden jeder Hund hat eine Chance verdient jeder jeder jeder überhaupt jeder und nochmals jeder hund

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Davon würde ich Tier abraten !!

Wenn Du dich schon etwas zum Thema: Hund - seine Abstammung, Verhalten und Lebensweise - belesen hast, dann wird Dir dein gesunder Menschenverstand den selben Rat geben.

Hundehaltung - wie Tierhaltung überhaupt - funktioniert mit Wissen und Verstand.

Richtige Hundehaltung ist Tierschutz!

Aber keine Haltung dem Tierschutz zuliebe!

Mit besten Grüßen

gregor443


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