welche energie könnte kohle und atom am besten ersetzen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie Kleidchen2 schon dargestellt hat, geht das in der Tat problemlos mit regenerativen Energien. Dass es sogar mit reiner Solarenergie geht, ohne dass die Energiekosten höher sind als bei Anderen, zeigt das Beispiel diese Energieautarken Mehrfahmilien -Hauses in der Schweiz.

https://www.wired.de/collection/tech/das-erste-energieautarke-wohnhaus-ist-ein-schweizer

Hier die Bilanz nach dem ersten Winter

http://www.umweltarena.ch/uber-uns/energieautarkes-mfh-brutten/

Wobei es natürlich viel einfacher geht wenn Einheiten im Verbund betrieben werden, denn unterschiedliche Einstrahlungen und Verbräuche lassen ein Gesamtsystem über Regionen hinweg noch günstiger aussehen und die Anlagen für Power to Gas lasdsen sich größer wirtschaftlicher bauen. Man muss es nur tun und keine Angst for den Sprüchen der mächtigen Kohlenlobby haben.

Keine, da das Grundproblem bleibt: Einsatz Primärenergie = Output Sekundärenrgie.

Sonne- und Windenergie steht meist dann zur Verfügung wenn man sie nicht braucht.
Respektive Wind, der bläst ständig, auch wenn das Netz gar nicht in der Lage ist die Energie aufzunehmen.
Während Kohle ihre gespeicherte Energie erst freisetzt, wenn sie verfeuert, als gebraucht wird.
Das jeweilig einergehende Problem ließe sich nur beheben, mit einem Energiemanagment, das auf Ge- und Verbrauch basiert, nicht auf Angebot für Profit.

März 2018 schon vergessen, als Uhren an E-Geräten nachgingen?
Wundersamer Grund, Energieversorger aus Kosovo oder Serbien speisten zu wenig Energie ins Netz.
Nur stehen deren Kraftwerke nicht in Deutschand.

Nämliches Problem würde auch Iter nicht auflösen, die Fusionsenergie.
Dieses Perpetuum Mobile (mehr Energie erzeugen als es zu deren Herstellung braucht), ist a) noch gar nicht am Netz und b) erzeugte im Hieb einen Bums an Energie, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im Netz aufgenommen werden müsste.

Wie also schaltet man die Ideologie um, dass Strom gar gespart werden müsste?

fusionsenerie klingt interessant, ist und bleibt aber wohl eine utopie.

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@soisses

ja, was inzwischen ein millardengrab ist... wenn man das geld in erneuerbare energien investiert hätte

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Nur um kein Missverständnis aufkommen zu lassen, wir importieren keinen Strom aus dem Kosovo oder aus Serbien, sondern exportieren höchsten Strom dahin über Österreich. Unsere Export und Importkurven findet man hier. Auch da wird deutlich, wir exportieren viel mehr Strom als wir importieren und es ist hauptsächlich Kohlestrom den wir exportieren, da wir ihn in der verfügbaren Menge nicht brauchen.

https://www.energy-charts.de/power_de.htm?source=import-export&year=2018&month=4

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@soisses

Es ging mir darum klar zu machen, dass das nichts mit der Energiewende bzw Stromversorgung in Deutschland zu tun hat, und dass wir mehr Strom produzieren als wir selbst benötigen. Natürlich sind wir in einem Verbund immer auch an die "Anderen" gekoppelt. Aber bevor die uns im Kriesenfall ganz herunter ziehen, könnten wir auch einen "Lastabwurf" (Entkopplung) durch führen. Umgekehrt hat inzwischen jedes "Solar-Dachkraftwerk" in Deutschland eine eingestellte Frequenzüberwachung und wird automatisch "abgeworfen" wenn die Netzfrequenz über den vom jeweiligen Versorger vorgegebenen Wert steigt.

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Wenn wir flächendeckend die Elektromobilität bekommen, dann würde es nicht reichen, alle alten AKW zu reaktivieren um genug Strom dafür zu erzeugen.

Wind, Sonne und Wasser können nur ergänzend wirken. Leider begreifen das die Utopisten nicht.

Wind, Sonne und Wasser können nur ergänzend wirken

costa rica bezieht seinen strom seit jahren nur aus diesen quellen

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@Henryettex
Wir leben aber nicht in Costa Rica.

und? Ist doch egal. es geht darum, dass man seinen strombedarf mit 100% erneuerbaren energien decken kann. costa rica zeigt dies

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@ReSis98

Ja, kann man. Sofern man in einer äquatorialen Region lebt, in der die Sonne vom Himmel knallt, es wegen der Meernähe fast immer ausreichend Wind oder Gezeiten gibt und man keine nennenswerte Industrie im Land hat.

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@Henryettex

belgien und norwegen wollen ebenfalls bald aus der kohle aussteigen. Dann hätten wir zwei weitere co2-neutrale länder.

passt irgendwie nicht so ganz zu deiner behauptung, oder?

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@Henryettex

costa rica ist im vergleich auch dünn besiedelt und hat kaum bis garkeine schwer industrie ..

lass mal das Rurgebiet auswanden wie schnell da ein AKW oder Kohlekraftwerk stünde ..

DE hat eine Grundlast (die IMMER Verfügbar sein) von 40 Gigawatt das wäre als PV Anlage eine Fläche von 40 Quadratkilometer die IMMER 24h unter Optimalbedinnungen arbeiten müssten

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@Mekkadrill

Meine Rede. Costa Rica ist mehr oder weniger ein Entwicklungsland. Die brauchen kaum Strom.

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@ReSis98

norwegen hat Geothermie

und Belgien erzeugt fast 50% aus Kernkraft und 30% aus Gas .. ist das besser ?

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@ReSis98

Norwegen hat wegen seiner Geographie auch die Möglichkeit, seinen Strom zu 100% aus Wasserkaft zu erzeugen. Haben wir nicht.

Und Belgien? Hat marode Kernkraftwerke. Wenn die aus der Kohle aussteigen, dann haben sie noch mehr Kernkraftwerke. Erzähl mal, wie die dort sonst Strom erzeugen wollen.

Im Übrigen sind regenerative Energiequellen keineswegs CO2-neutral. Schon mal darüber nachgedacht, wieviel Energie fürdie Produktion einer WKA verballert wird? Die muß lange laufen, um das wieder auszugleichen. SEHR lange...

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@ReSis98

Kohle macht im Fall von Belgien gerade mal 6% aus und hat den grund das Belgien nicht die Abbaugebiete/Vorräte hat wie DE

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@Mekkadrill

belgien will bis 2025 aus der kernenergie aussteigen. wenn das gelingt, was soll dann daran falsch sein?

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@Mekkadrill

kohle ist aber halt eine dreckige energie ohne zukunft. es gilt das pariser klimaabkommen. Wollen wir uns da trump zum vorbild nehmen?

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@ReSis98

wollen und machen ist ein gewaltiger unterschied .. biete eine alternative die die Grundlast Sicher zur verfügung stellt und dann auch auf Spitzen lasten schnell reagieren kann.

du kannst nicht einfach am morgen 50 gigwatt in unser strom netz schicken und dann warten bis das weg ist .. Energie MUSS dann Erzeugt werden wenn sie Verbraucht wird da es keine effekive möglichkeit gibt solche Größenordnungen zu speichern .. hier gehts nich um ein parr Waschmaschinen sondern industrieanlagen mit dem Stromverbrauch einer Mittelgroßen stadt ..

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@Mekkadrill

ja, das ist mir schon klar.

aber die möglichkeit gibt es ja: mit erneuerbaren energien. daran führt sowieso kein weg vorbei, denn kohle und uran sind nur begrenzt verfügbar. und selbst wenn sie unbegrenzt verfügbar wären, würde zumindest bei der kohle das pariser klimaabkommen gelten.

und zu belgien: na ja, es wurde ein klimaplan verabschiedet. Es wird also geplant sein. Ob es gelingt sehen wir dann ja. aber was spricht dagegen, es einfach mal auszuprobieren?

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@ReSis98

Schön für Norwegen, es liegt sogar ein Seekabel nach Deutschland.
Einziges Problem, das ist nicht angeschlossen an das deutsche Netz.

Energie, das wird gern ausgeblendet von den Öko-Träumern, gehört zur nationalen Souveränität, wer hat der kann.
Nicht, dass im Konfliktfall plötzlich die Lichter ausgehen.
Denn die Welt ist nunmal keine heile und wird auch keine werden.

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@ReSis98

nichts spricht dagegen und es wäre auch gut aber das wir aktuell keine vernünftige alternativen für AKWs und Kohle haben ist fakt.

Wenn die Kohle nicht mehr darf dann wirds durch Gas ersetzt, warte ein paar jahre wie die Gasturbinen aus dem Boden schießen werden..

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@soisses
Nicht, dass im Konfliktfall plötzlich die Lichter ausgehen.

stimmt. deutschland und norwegen streiten sich ja immer so heftig...

übrigens: nationale frage? soll das ein witz sein? gerade die energiefrage ist keine nationale frage, weil der klimawandel keine grenzen kennt. gleiches gilt eigentlich auch für sellafield und le hague, aber dort scheint es niemanden zu interessieren... ist doch egal, das die weltmeere radioaktiv verseucht werden. plutonium macht schön

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@Mekkadrill

Norwegen und Geothermie passt nicht ganz.

Norwegen hat vor Allem Strom aus Wasserkraft (weit über 90%) den Rest aus Windkraft und etwas Gas.

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Wenn die 40 Millionen Autos auf Deutschlands Strassen komplett auf e-Autos umgestellt würden, wäre der zusätzlich Strombedarf +10% des heutigen Strombedarfs. Die zusätzliche Erzeugung nur aus Sonne wäre also kein Problem, zumal die Speicher hier in den Autos wären.

Interessant auch:

https://www.unendlich-viel-energie.de/themen/verkehr/e-autos-befluegeln-solarenergie

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@Henryettex

Woher stammen Deine Zahlen?

, und Du hast recht wenn, man nur die "Supersportler" wie den e-Porsche, den e-Jaguar und selbst Tesla S Modell hoch rechnen würde wäre man bei ca. 24%, aber ich unterstelle, dass die Masse eher e-Go Life, Sono, VW-Up und Konsorten sein werden.

Hier mal eine realistische Einschätzungen was den Umstieg anbelangt:

http://www.zeit.de/auto/2012-11/elektroauto-strombedarf

https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/elektromobilitaet-energiewirtschaft-hadert-mit-umstellung-auf-elektroautos-seite-2/5639790-2.html

und hier die Berechnungen wenn "theoretisch" komplett umgestellt würde:

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@Henryettex

Wir waren uns zwar einig, dass eine 100% Umstellung nicht so schnell geht (nicht wegen fehlendem Strom, aber weil es einfach unrealistisch ist), aber hier bin ich noch über einen ineressanten Beitrag gestolpert, der beleuchtet wieviel Strom wir sparen wenn wir kein Benzin / Diesel mehr herstellen und verteilen müssen. Nach den Berechnungen kommen wir dann selbst mit e-Porsche und Co an / unter die 10%

https://edison.handelsblatt.com/e-hub/so-viel-strom-brauchen-autos-mit-verbrennungsmotor/20826274.html?share=fb&ticket=ST-63917-gFHlfkYfRKN9xlqxfech-ap1

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