Welche Elektronikbauteile gehen bei einem Wasserschaden kaputt?

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6 Antworten

Dünne Leiterbahnen/kabel. Bei nem eventuellen Kurzschluss brennen die durch.

wie zagdil schon schrieb, die bauteile selbst sind weniger das problem. eher die leiterbahnen. mit ein wenig glück überlebt das gerät den feuchtigkeitsschaden. sollte allerdings nicht mehr angeschaltet werden ehe es vollkommen trocken ist. das gilt aber nur für "saubere flüssigkeiten" wie wasser...

cola oder der gleichen - mein beileid..

was mir noch einfällt sind baugruppen wie die festplatte. erstens wegen der feinmechanik und zweitens: wenn da erst mal wasser drin ist, so schnell kommts nicht mehr raus...

lg, anna

Grundsätzlich vertragen alle Elektronikteile das waschen mit Wasser. Denn das war früher ein Teil des Produktionsprozesses bei Platinen, die am Ende gewaschen wurden, um korrosive Flussmittel zu entfernen. Das macht man zwar in den meisten Fällen nicht mehr, aber dennoch sollten alle Bauteile (bis auf vielleicht Schalter und Relais) waschfest sein. Also: Widerstände, ICs, Prozessoren, Kondensatoren, Induktivitäten und Leiterbahnen sind waschfest. Relais, Schalter gibt es waschfest und nicht waschfest. Tastaturen sind als Folientastaturen auch ziemlich wasserfest. Kritisch könnten Lüfter sein, aus denen man das Wasser nicht wieder raus bekommt. Reines Wasser ist ohne Spannung relativ unkritisch. Cola dagegen ist aggressiv.

Bei einem Wasserschaden treten zusätzliche Effekte durch die anliegende Spannung auf. Da gibt es elektrolytische Effekte, die Leiterbahnen zerfressen, und die Rückstände generieren Querwiderstände zwischen den Leiterbahnen. Nach Eindringen von Wasser muss man deswegen sofort, alle Spannungsquellen (auch Akkus und Batterien) aus dem Gerät nehmen. Gegebenenfalls dann mit destilliertem Wasser Spülen, danach mit Pressluft ausblasen und dann im Ofen bei 60 °C - 80 °C trocknen.

Bauteile an sich sind Wasserdicht. Oft werden Platinen nach deren Produktion gewaschen, dazu wird normales Wasser und eine Spezialseife (gegen Fluxer) verwendet.

Ist das Gerät an kann das Wasser durch leiten von Strom fehlfunktionen erzeugen die dann irgendwas durchbrennen lassen, meistens die empfindlcihen Halbleiter, es kann aber auch so ziemlich alles andere kaputt gehen.

Was ein Gerät ohne Strom drauf fertig macht ist die Korrosion (Bei der Herstellung wird ein Trockenofen verwendet um das zu verhindern) oder Teile die sich auflösen bzw. Kleber der sich löst.

Tastaturen funktionieren nicht mehr wenn Waser Rückstände hinterlässt die verhindern das die Tasten den Stromkreis schließen können. Auch können Teile des Gehäuses oder von Tastaturen, Trägermaterial usw. Wasserlöslich sein wie Papier.

Gesteckte Verbindungen können durch Rückstände im Wasser oder durch Korrosion Feinschlüsse oder Unterbrechu8ngen aufweisen.

Simple Elektronik funktioniert sogar unter Wasser. Ein 80er Jahre Walkman spielt sogar unter Wasser, nur die Kassette löst sich auf so dass der Walkman nach ca. 10 bis 20 minuten verstopft weil die Magnetschicht vom Band sich ablöst und einen Klumpen bildet. Nachdem man das Teil aus dem Wasser raus geholt hat und nicht schnell und gründlich trocklnet rostet die Mechanik fest.

Alle Teile die durch zu hohe Stromstärke zu warm werden. Bei Kurzschluss ist die Stromstärke maximal.

Also so ziemlich alle Teile, auch Kabel! Quasi alle wo Strom drauf ist.

MalteCookies 24.08.2011, 02:40

ok, das hilft^^

hätte ich nicht erwartet. hätte gedacht dabei gehen nur einige teile drauf...

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alles. Ab in die Schrottpresse.

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