Welche Einstellungen für Graufilter?

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4 Antworten

Hallo

ein Graufilter schluckt "Licht" (ein 1000er hat denn Verlängerungsfaktor 1000 also 10 Lichtwerte) damit man die Verschlusszeiten verlängern kann oder damit man mit superlichtstarken Optiken auch bei Urlaubswetter in Aquatornähe mit maximaler Offenblende arbeiten kann auch wenn man nur 1/500 oder 1/1000 Verschlusszeiten hat (wie zb bei Mittelformatkameras) arbeiten kann.

Es gibt dann noch die Beugungsproblematik von Sensoren mit Bayermaske wo man nicht beliebig weit abblenden kann da ist ein ND Filter oft die bessere Lösung in Bezug auf Auflösungsverlust. Deswegen haben Kameras mit kleinen Sensoren oder Filmkameras einen eingebauten ND Filter

Die D3200 hat 1/4000 und kann man per EV Shift auf ISO 25 runterschummeln.

Der Sensor beugt erst bei Blende 11 also kann man bei ISO25 schon mal auf 1/4 Sekunde runterkommen und wenn man etwas Auflösung opfert also Blende 16 oder 22 wählt kommt man auf 1 Sekunde. JPEG Knisper können ja auch auf die 32 oder 45 runter damit wäre denn 4 Sekunden bei Winter-Tageslicht und 1 Sekunde bei Urlaubsschönwetter drin.

Und warum man für Dunkelzooms einen ND Filter bräuchte erschliesst sich mir nicht vor allem für Autodooffocuskameras wo der AF dann nicht mehr funktioniert und man dann eh nicht mehr Scharfstellen kann.

Bei 1000er Verlängerungsfaktor schiesst man auch noch die eingebaute Belichtungsmessung aus dem Regelbereich/Toleranzbereich.

1000er braucht man für Sonnenbeobachtung oder Lichtbogenschweissen. Im Bereich der Archithektur ist das evtl. auch noch interessant. Aber eine Grossformat wird dann mit ISO 25 bestückt und lässt sich auf mindestens 128 abblenden mit Waterhouseblenden auch bis 512 oder 1024.

Was man eher braucht und sinnvoll einsetzen kann ist ein Split ND Filter oder ein Polfilter

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Wenn du im Modus M fotografierst, hast du doch die Belichtungs- oder Lichtwaage im Sucher/Display und musst eben solange am Einstellrad drehen, bis diese etwa in der Mitte ist. Die 1000 bedeutet eine Vertausendfachung deiner Belichtungszeit. Wenn du z.B. ohne Filter auf 1/100s kommst, dann sind das mit Filter 10s. Bei so langen Belichtungszeiten am Tag bzw. irgendeiner Lichtquelle im Rücken solltest du den Sucher abdecken. Blende musst du probieren, aber mit f8 bekommst du gute Ergebnisse.

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Kommentar von Hasibert
18.12.2015, 15:52

Nd 1000 ist schon ganz schön dunkel, was Probleme beim Fokussieren verursachen wird. Am besten ohne Filter fokussieren, Filter vorsichtig aufschrauben ohne den Fokus zu verstellen. Zur Not eine Markierung am Objektiv anbringen, falls sich der Fokus verstellt. AF abschalten, Fernauslöser benutzen. Besonders dann, wenn es über 30s geht.

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Durch diese Filter wird das Licht um den Faktor 1000 abgeschwächt und die brauchst eine 1000-fach längere Belichtungszeit.

Deshalb arbeitet bei den meisten Kameras mit diesem Filter wweder der Autofokus noch die Belichtungsautomatik richtig.

Aber das ist bei den typischhen Anwendungen von diesem Filter relativ uninteressant. Denn durch die recht lange Belicchtungszeit kann man eigentlich nur statische Objekte fotografieren. Also eben keine Wolken und kein bewegtes Wasser. Statt der eingefrorenen Bewegung mit feststehenden Wassertropfen und Wellen, die man sonst bei bewegtem Wasser sieht, erhält man bei bewegten Wasser mit diesem Filter eine verwaschene Struktur der Wasseroberfläche (nicht der einzelnen Wassertropfen) die so wirkt, wie ein weißes Tuch, das gibt aber eventuell recht interessante Effekte.

Zurück zur Verwendung: Du positionierst Deinen Foto-Apparat ohne dieses Filter auf einem Stativ und wählst den Bildausschnitt, die Fokuseinstellung (ohne Filter funktioniert der Autofokus und die Belichtungseinstellung). Dann deaktivierst Du die Autofokus- und Belichtungsautomatik (beides auf Manuel stellen).

Dann schraubst du den Filter auf, behältst die Fokuseinstellung bei und verwendest die 1000 fache Belichtungszeit, der zuvor gemeessenen Soll-Belichtung. Dann klappt es gut.

Achtung: Die meisten Kameras mit optrischen Sucher sind nicht standardmäßig für solche Langzeitaufnahmen ausgelegt und erhalten störendes Fremdlicht vom Sucher rückwärts auf den Bildsensor. Deshalb vor dem Belichten den Sucher abdecken.

Aufnahmen mit kurzer Belichtungszeit? Gibt es bei diesem Filtter eigentlich nicht, außer Du hättest eine riesige Helligkeit (Lichtflut wie nahe an der Oberfläche der Sonne), was Du aber auch im Studio einfach nicht erreichen kannst.

Außer: Du willst unbedingt testen, wie grobkörnig und verrauscht dein Fotoapparat arbeitet, wenn du die ASA-Werte der ISO-Einstellung um den Faktror 1000 erhöhst. Aber das mag als Test ganz nett sein, gute Bilder bringt das normalerweisse nicht. Außer Du willst unbedingt Rauschen als Gestaltungselement im Bild verwenden.

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Kommentar von RedCatHD
19.12.2015, 14:29

Genau und diese verwaschen Effekte ging es mir ja. :) Hab das ganze schon so ausprobiert und funktioniert gut. Trotzdem auch nochmal vielen Dank :)

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Der Filter "schluckt" 3 Blenden, du musst also 3 blenden weniger kalkulieren bzw. eine 8 fach längere Belichtungszeit als ohne Filter.

Welche genaue EInstellung in Blende und Zeit du vornehmen musst kann dir natürlich niemand sagen, da das u.A. vom vorhandenen Licht, der eingestellten ISO und nicht zuletzt deinem Vorhaben abhängt, was du einstellen musst.

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Kommentar von Hasibert
18.12.2015, 15:35

Wieso 3 Blenden? Der verlängert die Belichtungszeit um das 1000-fache, also ein ND 3,0 und enttspricht 10 Blendenstufen.

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