Welche Einstellungen an einer Digitalkamera für Portraits?

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7 Antworten

Das mit der Normalbrennweite kann ich nicht unterstreichen. Sicher verzerrt Weitwinkel, doch liegt die optimale Brennweite für ein Portrait bei 80 - 120 mm. Also kann man bei einer kompakten Digitalkamera mit vielleicht maximal 110 mm Brennweite sehr wohl heranzoomen. Nur ist es auch der Fall, daß die Kompakten Gesichter in den Proportionen manchmal nicht so gut wiedergeben wie z.B. digitale Spiegelreflexkameras. Am besten probiert man das mit verschiedenen Brennweiteneinstellungen aus. Gruß Uwe

Wichtig ist auch, dass Du den Zoom nicht benutzt. Am besten so lange rauszoomen (bei en meisten Kameras auf "W" drücken) bis zum Amschlag und dann ein wenig wieder einzoomen. Wenn Du eine zu lange Brennweite (Zoom / Tele / T) wählst wirkt das Gesicht flach, ist die Brennweite zu kurz (Weitwinkel / W) "bläht" sich das Gesicht auf. Wenn Deine Kamera noch eine Blendenwahl bietet, kannst Du die so groß wie möglich wählen, dann wird der Hintergrund eher unscharf und hebt dadurch das Portrait hervor.

Wenn Du Probleme mit Schagschatten hast, kannst Du Styropor-Platten zum Aufhellen benutzen. Die hällst Du einfach auf die Seite in die die Schlagschatten fallen und richtest die so aus, dass die Schatten heller werden.

Zur Ausleuchtung kann man statt des eingebauten Blitzes lieber Tageslichtlampen nehmen. Ich habe mit Tageslichtneonröhren gute Ergebnisse erzielt. Am besten 2 Stück in Gesichtshöhe je rechts und links eine positionieren.

DH DH DH

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warum nicht die tele einstellung benutzen? das ist nicht logisch. denn ganz im gegenteil zum weitwinkel bekommst du dadurch eine sehr gute geringe tiefenschärfe, die portraits eigentlich erst spannend machen...

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Und noch ein Tipp: Möglichst großer Abstand zwischen Person und Hintergrund und möglichst große Blende (kleiner Blendenwert). Damit erreicht man einen unscharfen Hintergrund, was bei Portraits immer besser wirkt. Dieser Effekt wird durch die Verwendung einer relativ langen Brennweite natürlich noch begünstigt.

dann muss die kamera auch so eine einstellung haben. aber prinzipiell gebe ich dir recht und kann deine aussage nur unterstreichen.

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Portraitfotografie ist nicht einfach. Aber ein paar grundsätzliche Tipps kann ich dir geben.

Wenn du nur mal hin und wieder ein Portrait machen möchtest, lohnt es sich sicher nicht, Hintergrund, Reflektoren, Beleuchtung etc. zu kaufen.

Gut ist Tageslicht. Am besten keine direkte Sonne, sonst werden die Schlagschatten zu hart.

Die Kamera sollte auf einen Telebereich um die 100mm Brennweite eingestellt sein, sonst wirken die Gesichtsproportionen verzerrt.

Um sich das klar zu machen, kann man ins Extrem gehen. Gehe mal mit Weitwinkeleinstellung ganz nahe (formatfüllend) ans Gesicht, dann hast Du eine übergroße Nase, und die Ohren sieht man durch den großen Bildwinkel überhaupt nicht mehr. (Das nur zur Erklärung, warum die Telebrennweite wichtig ist)

Zu guter letzt, sollte man (wenn bei der Kamera möglich) die Bildschärfung abschalten. Wenn eine Filterfassung vorhanden ist, kann man einen leichten Weichzeichner benutzen.

Bei der Möglichkeit manueller Einstellung eine offene Blende wählen, um den Hintergrund unscharf zu bekommen.

Jetzt noch mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen machen und lächeln nicht vergessen.

So sollte es gelingen! Viel Erfolg!

fotographierst du dich selbst - selbstportraits? macht es jemand andere? welche art von kamera hast du?

wenn du spezielle tipps brauchst, dann sind diese informationen essentiell - i.a. sind die obigen antworten fast alle richtig und wertvoll.

lächle ..sage Cheese und lass jemanden anders auslösen und zuvor übst du sämtliche Gesichtseinstellungen..denn das man doof auf Fotos ausschaut, liegt in den allerwenigsten Fällen an der Kamera

Es ist ein psychologisches Phänomen,dass man sich selbst auf Fotos nicht schön findet,das hat wohl kaum was mit der Kamera zu tun... ;)

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