Welche Einsteiger-DSLR ist besser?

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7 Antworten

Hallo derHorst123,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen
passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören
bei der Kamerawahl. Die meisten empfehlen einfach ihre eigene Kamera,
ohne überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen.

Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und
sie muss zu Deinen fotografischen Ansprüchen und Schwerpunkten passen,
und die kennen wir nicht.

Außerdem wissen wir auch nicht, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dir eine DSLR kaufen willst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger
verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen – und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR
bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der
optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt) und probierst verschiedene Kameras und Objektive aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf
die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als
auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität haben die Objektive. Deshalb solltest Du auch die mit Bedacht auswählen - Brennweite, Lichtstärke und Preis sind dabei wichtige Aspekte -, fallsDu Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen übrigens auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein
kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

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Kommentar von derHorst123
30.09.2016, 19:44

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich habe schon etwas Erfahrung im fotografieren, aber noch nie mit einer DSLR hantiert. Deswegen möchte ich eine Einsteiger DSLR kaufen. Ich fotografiere hauptsächlich im Bereich Motorsport von der Tribüne aus und im Museum bzw allgemein Autos.

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Kommentar von bonsaiblogger
01.10.2016, 11:27

Super Antwort! Du sprichts mir aus der Seele. Leider kapieren das die meisten nicht.

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Die Vorredner haben schon viel gesagt, nur noich ein kleiner Zusatz für die Canon-Serie:

EOS- 1 stellig: Vollformatkamera mit Profiqualitäten, robiste Gehäuse

EOS2- 2 stellig kleinerer Sensor, leichtere Bauweise aber noch nett

EOS- 3 stellig, Eintritt in die Spielzeugklasse

EOS- 4 stellig absolute Spielzeugklasse - es lohn t auch nicht ein gutes Objektiv zu montieren, weil sich die Kamera dann verformt.

Schau, ob du zum Einstieg eine gebrauchte 2 stellige Canon oder eine entsprechende andere Kamera  kriegen kannst - -  da hast du wahrscheinlich mehr davon

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Ich tendiere zur Sony, aber zu wenigstens einer lichtstarken Festbrennweite. Das K nach 58 steht einfach für Kitobjektiv und das ist auch das was ausnamslos alle Hersteller (ausser Sony bei der A77II) immer anbieten, ein 18-55mmF3,5-5,6. Dabei braucht Fotografie vorallem Licht und F5,6 im Objektiv lassen eben davon nur wenig durch. Hier siehst du es genau https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Lenses\_with\_different\_apetures.jpg

Eben nur mal als Info, nicht das Du dann an der Kamera zweifelst oder dir vielleicht unnütze Sachen wie teure Blitze kaufst. Hinter dem F steht am besten immer nur eine Zahl und die sollte so klein wie Möglich sein, denn dass ist die Lichtstärke eines Objektivs. Gute Zooms haben F2,8, Gute Festbrennweiten schaffen für gewöhnlich F1,8 und kleiner.




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die kamera mit dem besseren fotografen dahinter und dem besseren objektiv macht die besseren bilder. die sony alpha58 ist allerdings keine dslr, sondern eine slt kamera mit halbdurchlässigem spiegel.

ich rate nie zu einer kamera - obwohl ich nikonianer bin - würde aber auf jeden fall keine 4stellig canon kaufen.

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Eine vierstellige Plastik-Canon würde ich nicht mal meinen ärgsten Feind empfehlen

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Im A Mount von Sony würde ich nicht investieren. Die Canon ist meiner Meinung nach besser. Für Anfänger ist sie mit einem lichtstarken Standartzoom-Objektiv (z.B. Sigma 17-50mm f/2.8) mehr als genug.

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Kommentar von nextreme
30.09.2016, 23:47

Seit der A99II gilt der Satz "das A-Mount ist tot" allgemein nicht mehr Sondern der " A99II, die Kamera die Canonuser sich gewünscht hätten!!!" ;P

Natürlich hast Du mit dem 17-50F2,8 vollkommen recht.

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Definitiv die a58!

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