Welche Diagnose, Atypischer Autismus, Autistische Zuege

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3 Antworten

Diagnose aussuchen? oO
Sorry, aber in dem Fall würde ich mir einen neuen Diagnostiker suchen. Ich bin der Ansicht, dass nur die möglichst richtige Diagnose auch möglichst hilfreich ist, und nicht die, die man wich lieber wünscht.
Stigmatisierung? Wer verpflichtet euch denn, diese Diagnose irgendjemandem mitzuteilen? Leg sie in eine Schublade, bis dein Kind sie braucht, um Nachteilsausgleiche zu bekommen zum Beispiel. Und selbst dann muss man sie nicht jedem "auf die Nase binden".

Mit der Diagnose Atypischer Autismus wird es sicher schon nicht leicht sein, Nachteilsausgleiche auch tatsächlich zu bekommen. Mit der "Diagnose" Entwicklungsstörung mit Autistischen Zügen (ich mag diese Formulierung nicht, was Offizielles ist das auch nicht wirklich), wird das vermutlich gar nix.

Ich empfehle dir den Austausch mit erwachsenen Autisten. Vor allem, bevor du deinem Kind ggf. eine oder mehrere Therapien angedeihen lässt.

Wurmeli 04.02.2013, 00:06

Danke für Deinen Beitrag.

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Ist zwar schon Freitag, aber ich würde den Atypischen nehmen. Toll, dass man wählen darf, nachvollziehbar ist es nicht. Stigmatisierung ist sicherlich nicht zu unterschätzen, denn in einer so wirklich toleranten Gesellschaft leben wir trotz Inklusion noch nicht. Einen Klarer Vorteil besteht gegenüber irgendwelchen Kostenträgern, die immer genaue Diagnosen haben möchten, um Bewilligungsbescheide erstellen zu können.

Wenn auch mit Vorsicht zu betrachten, diesen Artikel zum Autismus und seiner lebenslänglichen Diagnose fand ich auch im Hinblick auf die Stigmatisierung ganz interessant:

http://www.bbc.co.uk/news/health-21029593

Was für eine Stigmatisierung ? Wenn er hat dann hat er - Kann er doch nichts für ? Es gibt keine Vor oder Nachteille, außer das Mitmenschen, Mediziner und Pflegepersonal besser mit ihm umgehen können wenn sie genau wissen woran sie sind.

In dem Pflegeheim wo ich arbeite haben wir eine Menge autistischer Bewohner, keiner wird Stigmatisiert und alle entwickeln sich anders..

TheUser1992 24.01.2013, 14:08

Es gibt genug Menschen, welche andere nach Vorurteilen behandeln.

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ToxicAngel21 24.01.2013, 14:36
@TheUser1992

Deswegen kann man sich beim Arzt aber keine Diagnosen nach Wunsch geben lassen - Was ist denn das für ein Arzt ?

Den Leuten die andere Stigmatisieren ist es egal welche Diagnose er nun hat... für die ist Autismus nunmal Autismus.

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TheUser1992 24.01.2013, 17:42
@ToxicAngel21

Stimmt.
Mein Kommentar bezog sich auf den ersten Satz Deiner Antwort.

Hinweis:
Vor ein Satzzeichen gehört in der Regel kein Leerzeichen.

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jobim2004 25.01.2013, 11:04

allein schon der Begriff "autistischer Bewohner" ist doch ein Stigmata ... reden wir doch lieber von Menschen (mit Autismus)

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Rechercheur 26.01.2013, 22:14
@jobim2004

Ganz ehrlich, ich bin Autist, und ich mag diese "Mensch mit ..."-Formulierung, die von Behindertenverbänden als politisch korrekt propagiert wird, nicht leiden.
Ich bin Mensch. Und ich bin Autist. Das schließt sich ja schließlich nicht aus.

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