Welche Deckungssumme bei einer privaten Haftpflichtversicherung für Kinder vereinbaren?

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10 Antworten

Eine Privathaftpflichtversicherung ist generell eine der wichtigsten Versicherungen, ob mit oder ohne Kinder. Die Deckungssumme kann eigentlich gar nicht hoch genug sein. Unter 5 Mio. würde ich heute nichts nehmen, mehr ist besser. Nun wurde hier schon 'ne Menge Wahres, aber auch Halbwahrheiten geschrieben. Fakt ist, dass bei einem Schaden durch nichtdeliktfähige minderjährige Kinder zunächst eine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern unterstellt wird. Nur wenn diese absolut auszuschließen ist, bleibt der Geschädigte auf seinem Schaden sitzen. Und das kann manchmal auch unangenehm sein, wenn man den Geschädigten kennt, dieser vielleicht sogar im persönlichen Umfeld sich bewegt... Einige Versicherungen bieten daher für diese Fälle auch Versicherungsschutz explizit für nicht deliktfähige minderjährige Kinder an. Eine nette Ergänzung, die nicht viel kostet. Ebenfalls sinvoll finde ich den Einschluss einer sog. Forderungsausfalldeckung. Diese würde in dem Falle, dass Ihr einen Schadenersatzanspruch gegen einen Dritten habt, dieser aber nicht zahlungsfähig und auch nicht versichert ist, Euch so stellen, als wäre der Schädiger Haftpflichtversichert. Abschließend noch ein Beispiel für einen durch Kinder verursachten Großschaden: In den 1990er Jahren haben es zwei Kiddi's (ich glaub', die waren um die 11 Jahre alt) in Berlin geschafft, beim Kokeln eine Kirche abzufackeln, der Schaden betrug wohl so um die 3 Mio DM. Und der Sohn eines meiner Kunden hat mit 14 eine brennende Kippe in den Alpen in den Wald geworfen, damit Vater sein heimliches Rauchen nicht bemerkt, dummerweise haben's andere Wanderer beobachtet. Die Feuerwehr hatte es schwer, in dem unwegsamen Bergwald was zu löschen... Schaden: 1,2 Mio EUR. Zum Glück sind diese Großschäden sehr selten - aber gerade für so einen Fall ist es enorm wichtig, eine ausreichende PHV zu haben. Kostet mit 10 Mio Deckungssumme und Forderungsausfall ab 70,00 EUR/Jahr.

Ob du 5 oder 10 Millionen Deckungssumme hat, ist eigentlich egal. Und im Übrigen schließt du die Haftpflichtversicherung nicht für dein Kind ab. Du schützt dich damit selbst vor dem finanziellen Ruin.

fairBerater hat völlig Recht. Irrtümlicherweise freuen sich viel, wenn Ihnen die Versicherung mal 100 Euro zahlt. Aber die genannten Beispiel zeigen, dass man schnell ins finanzielle Abseits geraten kann. Ergänzend vielleicht noch: Die Haftpflichtversicherung wehrt auch unberechtige Ansprüche die andere gegen dich stellen ab. Hier mal eine Seit wo du schnell einen Vergleich rechnen kannst ohne erste dein ganzen persönlichen Daten eingeben zu müssen http://www.klick-weiter.com/4702

Kinder sind bis zum 7. Lebensjahr (im Strassenverkehr noch darüber hinaus) nicht deliktfähig. Das heisst, sie können für durch sie verursachte Schäden nicht haftbar gemacht werden. Somit würde auch eine Haftpflicht nicht zahlen müssen, wenn Sie / die Kinder nicht haftpflichtig sind.

Statt dessen wird geprüft, ob sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Nun kann man Kinder aber auch aus Sicht der Gerichte nicht 24/7 im Auge behalten. Wenn also auch dies nicht zutrifft, bleibt der Geschädigte auf seinem Schaden sitzen, weil es rechtlich keinen Haftpflichtigen gibt. Ursache vieler heftiger Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Daher ist für Dieses die Deckungssumme also unwichtig. Eher wäre interessant die Klausel "Nicht deliktfähige Kinder" mit in die haftpflicht aufzunehmen. Mit dieser klausel zahlt die Haftpflicht auch dann (bis zur vereinbarten Summe) wenn rechtlich keine Haftpflichtigkeit besteht.

Was die Deckungssummen betrifft: Sie kennen sicher den Spruch: Kleine Kinder, kleine Sorgen, Grosse Kinder... Den gibt es bei der Haftpflicht auch, nur wenig anders: Kleine Kinder, kleine Schäden; grosse Kinder... Erwachsene, Gigantische Schäden.

Die wirklich grossen Schäden werden eigentlich nie von Kindern, sondern nahezu ausschliesslich von Erwachsenen verursacht. Daher sollte die Deckungssumme eher bei 5 Mio + liegen. Aber nicht wegen Kindchen, eher wegen Mami und Papi...

deine kinder sind bis zum erreichen des 7ten lebensjahres deliktunfähig d.h. sie können noch nicht einschätzen was ihr tun für andere für auswirkungen hat. somit bezahlt im schadensfall eine versicherung nur wenn schäden durch deliktunfähige kindedr mit vers. sind. hier denke ich sollte eine summe von 5000€ angemessen sein. was anderes ist es wenn du deine aufsichtspflicht verletzt. schäden die daraus resultieren dafür bist du haftbar und deine privathaftpflicht muss in voller höhe leisten. lg malli

Die Frage ist, ob die Kinder überhaupt haftbar gemacht werden können. Bin der Meinung (wenn ich mich an den Rechtsuntericht richtig erinnere), dass Kinder unter 8 (oder 7?!?) Jahren für "Fehlverhalten" nicht haftbar gemacht werden können. Demnach würde die Versicherung solche Schaden nicht übernehmen... Musst mal in einem Juraforum nachhaken.

Gruß

Rudower 27.04.2010, 18:08

schau mal hier: http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/haftung.htm

Unter 7 Jahren waren das

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miniwo 27.04.2010, 18:18
@Rudower

Die Kinder kann man nicht haftbar machen, die sind noch zu jung. Die Frage ist, inwieweit die Erziehungsberechtigten haftbar gemacht werden können, wegen verletzung der Aufsichtspflicht. Aber ich würde eine normale Haftpflicht mit "normaler" Deckungssumme nehmen. Lass dich doch beraten vom Versicherungsfuzzi, der kann dir auch preislich die Unterschiede erzählen. Und Kinder sind normalerweise bei den Eltern mitversichert, wenn sie im selben Haushalt wohnen.

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das ding ist, das 5 mio und 50 mio vielleicht n euro unterschied im monat sind!

In einem gewissen Rahmen springt auch die Haushaltsversicherung ein...

DerHans 27.04.2010, 19:27

Hausrat und Haftpflicht haben absolut nichts miteinenader zu tun. Außer, dass sie häufig auf einem Formular zusammen angeboten werden.

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Emese 27.04.2010, 20:19
@DerHans

Unsere Haushaltsversicherung haftet für die Schäden, die wir verursachen. Eine Freundin von uns hat die selbe, und sie nutzt es (leider) wegen ihrer 3 Kinder voll aus!

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Hi, als Fachmann möchte ich dir sagen nimm dir die Antwort von Fairberater zu Herzen, er hat in allen Punkten Recht.

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