Welche Computer gab es in den 1980er Jahren in Westdeutschland?

15 Antworten

Mein erster Computer in den frühen 80ern war ein Sinclair Zx81. Ein winziges Teil mit Folientastatur und 1 KB Arbeitsspeicher.

Als Monitor brauchte man noch einen Fernseher und als dauerhaften Speicher einen Kassettenrecorder, die Daten wurden als Folge von zwei Tönen auf Kassette geschrieben und davon eingelesen. Ein rudimentäres BASIC war im 8 KB ROM, mit dem ich immerhin per PEEK und POKE selbstmodifizierende Programme schreiben konnte.

In den späten 80ern bekam ich günstig einen richtigen Laptop mit DOS und solidem Aufbau, den Sharp PC-5000. Als Besonderheit hatte es einen Bubblespeicher, also fast schon so etwas wie SSD. ;-)

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Danke! :)

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einen richtigen Laptop

Damals zu Recht wegen des Gewichtes noch als "Schlepptop" bezeichnet. Aber immerhin, man war damit mobil.

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@Hideaway

Na, so schwer war er auch nicht. Ich hatte ihn auch nicht,um damit auf Wanderschaft zu gehen. Aber ich fand es sehr praktisch, alles in einem Gerät zu haben, nicht so ein Gewusel wie beim ZX81. Sogar ein Drucker war mit drin, konnte man aber auch herausnehmen.

Eigentlich ein tolles Gerät, nur das LCD-Display war etwas spärlich in der Höhe mit 8 (oder 10?) Zeilen.

http://www.homecomputermuseum.de/comp/318\_de.htm

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In meinem Umfeld (geb. 1979) gab es ein paar PCs in den 80ern, die Welt teilte sich in in die Rechner der Spiele-Leute (Atari) und die der eher allgemeinen Nutzung. In letzterem Fall waren Comodore häufig.

Den ersten PC, der unseren Haushalt betreten hat, habe ich heute noch: Ein gebrauchter Comodore PC I, den ein Onkel ausgemustert hat. Zusätzlich zum 5 1/4 " Laufwerk hatte er noch ein Floppy-Laufwerk und einen Mausanschluß eingebaut. Letzterer schied bald dahin, ich habe den Rechner nur über Tastatur bedient. Festplatte: Gab´s nicht. Dazu ein grün-monochromer Bildschirm. Außer über DOS-Befehle konnte man zur Verwaltung den Norton Commander verwenden.

Noch in den 90ern war ich in der Regel die einzige in der Klasse, die immer wieder fragte, ob ich längere Hausaufgaben auch auf dem PC schreiben und ausdrucken darf. 1996/1997 habe ich auf dem Ding meine Facharbeit geschrieben und über mehrere Stunden auf einem Nadeldrucker ausgedruckt. Noch heute schleife ich ein paar Text-Dateien herum, die auf diesem Rechner geboren wurden.

An meinem Gymnasium gab es (wie auch an anderen Schulen in meinem Umfeld) in den späten 80ern bereits einen Computer-Raum. Ob darin je großartigere Dinge gemacht wurden als etwas Textverarbeitung auf Word 4.0 und Hamurabi spielen... Da bin ich allerdings überfragt. ;)

Danke! :)

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Noch heute schleife ich ein paar Text-Dateien herum, die auf diesem Rechner geboren wurden

Hab ich auch noch. Mit MS Works (unter MSDOS 5), später mit Word 2.0 geschrieben.

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ich habe damals mein erstes verdientes Geld in einen Rechner gesteckt (und alle um mich 'rum hielten mich für verrückt, weil ich mir dafür kein schönes Auto kaufte...).
Das war ein 68000 VME-Bus System, mit 128Kb Speicher und einer (für damalige Verhältnisse riesige) Platte mit 60Mb (Mb - nicht Gb!).
CPU: 2500DM, RAM: 3000DM Platte: 6000DM Netzteil:600DM.
Habe lange darauf gespart, aber darauf lief schon Unix!

Zur Kommunikation (!) hatten ich und ein paar Freunde wir Ende der 80er ein Trailblazer Modem, was wahnsinnige 18Kbaud (bit/sekunde) auf eine normale Telefonleitung brachte, und damit haben wir damals am weltweiten usenet teilgenommen, und mail sowie news ausgetauscht...
Weiss nicht mehr was es gekostet hat - über 2KDM, soweit ich erinnere.

An der Uni gab's noch Lochkarten und nur die Diplomanden durften an die PDP11...

An der Uni gab's noch Lochkarten und nur die Diplomanden durften an die PDP11...

Und es wurden (nach höflicher Beantragung) für die Nutzer Rechenzeiten zugewiesen. Das konnte auch gerne mal mitten in der Nacht sein. Die Warteschlange war jedenfalls immer sehr lang.

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@Hideaway

stimmt; ich habe ein halbes Jahr nachts am Rechner mit einer kl. Gruppe verbracht... Wir durften von 19:00 bis 5:00 ran ;-)))


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Weiss nicht mehr was es gekostet hat - über 2KDM, soweit ich erinnere.

Die damals noch recht üppigen Telefonkosten nicht zu vergessen!

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@Hideaway

stimmt. wir hatten eine Kette zur nächsten Uni (damals musste man noch einen bang-path zum email Partner kennen). Und jeder war im Nahbereich, so daß kein Ferngespräch notwendig war. Man holte die email für einen selbst nachts vom Kumpel ab, weil da die Tel.Kosten günstiger waren. Der pickte sich das Zeug für ihn heraus, und schickte den Rest Anhand des pathes in jeder mail weiter).
(und schickte alle Briefe die sich über den Tag angesammelt haben auch nachts an den Kumpel, der sie dann weiter geleitet hat)

Es war also eine sehr anarchisch selbstorganisierte Sache, die vielleicht wieder kommt, wenn die NSA so weiter macht ;-D
(der code ist vermutlich noch im Unix uuxp Programm drin, wenn wir ihn brauchen)

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In Büros gab es seit Ende der 1970er Terminal-Rechner, die Texte erfassen, speichern, bearbeiten, ausdrucken konnten. Sie waren aus heutiger Sicht extrem langsam - es hat ein paar Minuten gedauert, um für eine DIN-A4-Seite die Silbenrechnung und das Layout zu berechnen -, aber es war ein riesiger Fortschritt gegenüber den elektromechanischen Schreibmaschinen. Kosten je Arbeitsplatz ca. 10.000 DM (auf heute umgerechnet ca. 12.000 Euro)

Große Firmen, Städte usw. hatten Großrechner, die immensen Wartungsaufwand erforderten, aber die Verwaltung enorm vereinfachten.

Es gab auch Computer für zuhause, aber das waren mehr Spielzeuge als ernstzunehmende Arbeitsgeräte, jedenfalls bis ca. 1980, dann gab es die ersten Programme, mit denen man ein Haushaltsbuch führen und Briefe schreiben u. ä. konnte, wenn die Geräte auch ca. einen Monatslohn oder mehr kosteten.

Damals gab es mehrere namhafte und viele unbekanntere Hersteller von "Microcomputern", und es gab mehrere Prozessorarchitekturen von einiger Bedeutung. Ich müsste noch irgendwo ein Buch über das Programmieren von Prozessoren mit 4 der wichtigsten Architekturen, allesamt 8-Bit-Prozessoren. Das waren im Einzelnen 2650 - viel in Spielekonsolen verwendet (damals noch wirkliche Konsolen in Spielhallen und Kaufhausecken mit Münzeinwurf) -, 6502 - damals mit am weitesten verbreitet für Atari, Apple u. a. -, 6800 - nicht so verbreitet -, und 8080, der Ururur...ahn der heutigen Intel- und AMD-Prozessoren, auch in vielen Microcomputern vorhanden. Daneben gab es auch z. B. den Z80, der abwärtskompatibel zum 8080 war, aber einen sehr erweiterten Befehlssatz hatte; er gewann für ein paar Jahre eine große Bedeutung auf dem Microcomputermarkt. Mir fällt dazu der erste weit verbreitete Billigcomputer ein, der Sinclair ZX80. Auch Computer, die für den Geschäftsgebrauch entwickelt wurden, basierten großenteils auf dem Z80.

Um 1980 herum hatten hauptsächlich interessierte Freaks einen Computer, ab ca. 1985 fing es an, dass immer mehr Haushalte einen Computer hatten.

Vielen Dank! :)

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Es gab IBM PC, die kosteten aber ab 10.000 DM deshalb hat sich die Privat niemand gekauft.

Weiterhin gab es programmierbare Taschenrechner von TI und HP, Basic-Computer (zum Anschließen an den Fernseher) z.B. von Sinclair, Commodore.

Ende der Achtziger wurden die PCs erschwinglicher und verwendbarer (bessere Leistung), so dass die auch mehr und mehr verwendet wurden.

An der Uni hatten wir damals Telefunken TR440, DEC PDP10 und Siemens (Typ weiß ich nicht mehr).

Danke! :)

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Wow - meine Generation. Eine TR440 hatten wir auch. Mit Holzfurnier!

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