Welche Chancen bestehen, eine teilweise Erwerbsminderungs-Rente zu erhalten. Wer kann mir speziell zum § 240 SGB VI detailiert Auskunft geben?

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1 Antwort

Hallo,

aus meiner 20jährigen Erfahrung als Versichertenvertreter der DRV Nord und ständiges Mitglied der Widerspruchsausschüsse kann ich dir aufgrund deiner Mitteilungen sagen, das das Sozialgericht den Gutachten folgen wird.

Es gibt für das neue Rentenrecht schon soviel Urteile, das die Richter ein leichtes haben zu urteilen.

Auch eine Optimierung deiner Krankenakte wird dir hierbei nichts bringen, da du ausreichend begutachtet worden bis und somit der Optimierungsgrad erfüllt ist.

Die Hürde, eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten, ist sehr hoch geworden.

Da du dich auf den § 240 SGB VI beziehst, gehe ich davon aus, dass du vor 1961 geboren bist und bis zuletzt in deinem Facharbeiterberuf, oder Qualifikationsberuf mit Ausbildungsabschluss nach Berufsbildungsgesetz gearbeitet hast. Wenn du daher in dem gesamten Verfahren auf andere Tätigkeiten verwiesen werden konntest, macht es keinen Sinn, Hoffnungen zu schüren. Die Richter sind da an den kouriosesten Verweisungstätigkeiten orientiert.

Beste Grüße

Dickie59

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Kommentar von bmwegner
15.02.2016, 15:38

Hallo, erst einmal vielen Dank. Ich möchte nachfolgend noch einige Hinweise zu dem Fall geben: Ich bin seit 20.11.11 arbeitsunfähig u. zunächst hat mich der MDK begutachtet m.d. Ergebnis auf Dauer arbeitsunfähig/Gefährdg. Erwerbsfähigkeit. Ich wurde mehrmals auf Veranlassung der DRV orthop. negativ begutachtet u. Ende 2013 wurde eine 5-wö. Reha-Maßnahme (psych.u.orthop.) verordnet mit dem Ergebnis: Leistungsfähigkeit 3 bis unter 6 Std. für letzte berufliche Tätigkeit u. für alle sonst. Tätigkeiten, erhebliche Einschränkungen hinsichtlich Stressbelastbarkeit, Verantwortung, fachliche Kompetenzen usw. wg. körperlicher u. psych. Symptome. Aufgrund dieser Tatsache sowie drängen d. Krankenk. habe ich die Erw.-Rente im Jan. 2014 gestellt.(leider Ablehnung) Danach sind nochmals 2 orthop. Gutachten sowie 1 psych. Gutachten gestellt worden, das letztere vom 30.09.14 macht mir etwas Hoffnung = zwar vollschichtig belastbar, aber als Buchhalter wg. erhöhten Anford. etc. nur halbschichtig belastbar bzw. Leistungsbeurteilung als Buchhalter 3 bis unter 6 Std. Im laufenden Klageverfahren, vertreten d. VDK, hat der Richter am 24.09.15 als Beweisanordnung 2 Gutachter bestellt, diese beiden  psych. u. orthop. Gutachten sind leider negativ. Da ich zwischenzeitl. die Altersrente wg. Schwerbeh.(50%) ab 01.12.2014 bekomme, möchte ich zumind. eine halbe Erw.-Rente lt. §240 SGB v. 23.01.-30.11.2014 wg. Berufsunfähigkeit (Beweis Bericht Reha sowie psych. Gutachten) da ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten kann. Ich stehe jetzt vor der Entscheidung, ob Gegengutachten lt. $109 SGG machen soll (Kostenübernahme d. Rechtschutzvers.) gemacht werden sollen oder ich die Klage wg. Chancenlosigkeit zurückziehe. Können Sie mir einen Rat geben. Vielen Dank für die Bemühungen.

Freundliche Grüsse

Bernd Wegner

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