Welche Bücher sind besser für Philosophie?

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8 Antworten

Die Philosophie einer Epoche steht nicht im luftleeren Raum, sondern hat ein Fundament. So kann man zwar Marx dialektischen Materialismus lesen, doch wäre es nicht verkehrt, zuvor bei Hegel reingeschaut zu haben. Zwar nimmt Kant im kategorischen Imperativ auch direkt Bezug auf Descartes, doch viel spaßiger wird es, wenn man die subtilen Anspielungen über Zitate mitläse.

So betrachtet wäre die Folge, bei den griechischen Philosophen anzufangen, um sich langsam vorzuarbeiten; - eine Lebensaufgabe. Da macht es schon Sinn, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Auch hier gäbe es Alternativen. "Die philosophische Hintertreppe" wäre eine Möglichkeit, das schon genannte Buch von Bertrand Russell eine andere. Beide Bücher beschreiten andere Wege, aber bieten dabei einen recht guten Überblick.

Zumindest kann man sich orientieren, welche Art zu denken, welche Denkstruktur, einem am nächsten liegt (übrigens wage ich allgemein zu bezweifeln, daß jüngere Texte leichter zu lesen seien ... Aristoteles ist m.E. durchaus verständlicher als Kant, Schopenhauer verständlicher als Wittgenstein), und sich dann die Schule/ den Autor aussuchen, welcher einem am ehesten entgegenkommt. Es wäre fatal, wenn man im Blindflug genau den Autor aussucht, mit dem man nichts anfangen kann, sowas kann einem den ganzen Spaß an Philosophie verderben.


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Für einen Anfänger ist zum Einstieg ein Überblickswerk über verschiedene Autoren und Denkschulen geeignet, um die Interessen heraus zu finden. Will man aber einen Autoren wirklich verstehen, kommt man um die Lektüre der Primärliteratur nicht herum. Irgendwann müssen die guten Denker im Original gelesen werden, wenn man damit etwas anfangen können und Missverständnisse vermeiden will. Je jünger die Texte sind, desto leichter lesbar sind sie.

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Einem Anfänger empfehle ich selber denken.

Man kann zwar auch mit den Gedanken anderer bekannter Philosophen beginnen aber ich finde das verdirbt etwas den Spaß. Wenn man aber sich selbst da etwas reingedacht hat sollte man danach gehen was einen interessiert: Hängt man bestimmten Themen nach, kann man Sammlungen anderer Philosophen anschauen und einen guten Überblick bekommen. Sich die Werke bestimmter Denker im speziellen anzusehen macht aber Sinn wenn man in die Tiefe gehen will.

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Also, zum Einstieg kann ich dir sehr den Roman "Sofies Welt" empfehlen!

Das ist ein Buch, in dem grundsätzlich alle wichtigen Philosophen und Philosophien, mit jeweiliger Zeiteinordnung beschrieben werden. Eingebettet ist das Ganze in die Geschichte von "Sofie", die sich - genau wie du😉 - für Philosophie interessiert und peu à peu immer mehr über Philosophen und deren Auffassungen/Werken erfährt. Darüber macht sie sich dann jedes mal ihre eigenen, intensiven Gedanken und versucht abstraktes Denken in "lebendige" Beispiele umzuwandeln.
Du gehst quasi mit "Sofie" auf Reise durch Zeit, Geschichte und Philosophie.

Besonders zum Einstieg in die (komplexe) Thematik ist dies ein tolles Werk!
Es ist nämlich zu Beginn generell besser, sich einen Überblick zu verschaffen.
Diesen erhältst du hier einerseits sehr detailliert sowie gut erklärt und andererseits ist alles angenehm eingebettet in einen spannenden Roman.
Erst wenn du dich dann gezielt für einen oder mehrere Philosophen und dessen Auffassungen interessiert, macht es Sinn, sich seinem kompletten Werk zu widmen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!
Viel Spaß beim Lesen, Denken und Philosophieren...😉

Liebe Grüße☺

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die leichter lesbaren und verständlichen philosophie-Bücher, deren Inhalt dich irgendwie auch ansprechen. denn was nützt dir ein langweiliger hochkaräter, wenn du ihn am liebsten in die ecke schmeißen würdest. Nicht nur Romane, Sachbücher oder  wissenschaftliche Bücher sondern auch philosophier-bücher müssen der Unterhaltung Rechnung tragen

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Also nach dem Einstieg mit Übersichtswerken sollte man sich den Primärquellen widmen, Leuten die Erkenntnis vermitteln und nicht nur andere paraphrasieren.

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Relativ leichte Originalwerke, die ich gerne empfehle, sind z.B.:

- Epikur, Brief an Menoikeus

- Lessing, Die Erziehung des Menschengeschlechts

- Marx, 'Lohn, Preis, Profit' und 'Lohnarbeit und Kapital'

Wittgenstein, 'tractatus logicophilosophicus'

Sartre, Ist der Existentialismus ein Humanismus

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Ich kann dir Die Philosophie des Abendlandes wärmstens empfehlen, das Buch fasst die wichtigsten Strömungen ziemlich gut zusammen - das wäre also letzteres.

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