Welche Buecher muss man gelesen haben?

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7 Antworten

Ich denke, man sollte das nicht so eng sehen - ich bin selbst Germanistin und Historikerin und habe trotzdem etliche Klassiker nicht gelesen, was ich auch gar nicht schlimm finde. Man sollte einfach experimentell und offen sein, sich z.B. mal bei Bekannten oder in der Bibliothek ein paar Klassikbände ausleihen und probieren, ob einem der jeweilige Autor gefällt oder nicht. Wenn man mit einem Klassiker partout nichts anfangen kann, bringt es doch nichts, sich damit zu quälen, nur um dann sagen zu können, man hätte ihn gelesen (ein dafür typischer Klassiker ist "Ulysses" von James Joyce...). Manchmal ist es auch ratsam, statt der "großen" Werke gezielt über ein weniger bekanntes Buch eines Schriftstellers einzusteigen - vielleicht kommt man ja auf den Geschmack. Und gerade darauf kommt es ja an - dass man Spaß am Lesen hat und es nicht als Zwang empfindet. Ich persönlich lese sehr gern Heinrich Heine, weil ich finde, dass er ein absolut zeitloser Autor ist und außerdem "menschelt" es bei ihm so schön (seine Spitzzüngigkeit ist einfach einmalig)! Außerdem kann ich Tucholsky und Kästner sehr empfehlen. In dem Sinne: Viel Spaß beim Lesen und einfach neugierig bleiben!

Als Deutscher sicher die großen Werke von Thomas Mann, Hermann Hesse, Grass und Böll, um nur mal einige unserer Literatur-Nobelpreisträger zu nennen. - International würde es sicher den Rahmen sprengen, die wichtigen Bücher aufzuzählen; die Werke von Dostojewski z.B. würden dazu gehören und die von Hemingway, Camus, Sartre, Steinbeck, Kafka, Neruda, Canetti .... lässt sich endlos fortsetzen.

Als Empfehlung nenne ich mal "Der Klang der Zeit" von Richard Powers. Ich lese es gerade und muss sagen, die deutsche Übersetzung (das Original kenne ich nicht) ist in einer wunderbaren, geschliffenen Sprache.

Hallo Heike. Ich kann als Vielleser nur empfehlen, von allen Autorinnen und Autoren, von denen Du das Gefühl hast, sie könnten niveauvolle Literatur oder sogar Weltliteratur geschrieben haben, zunächst mal einen Roman oder einen Gedichtband zu lesen.

Die, die Dir dann gefallen, solltest Du ggf. durch weitere Lektüre vertiefen. Aber da es sooo viele gute Autorinnen und Autoren gibt, ist die Qual der Wahl oft schon: Wen davon kenne ich überhaupt?

Am einfachsten ist es bei den Klassikern. Da hat die Literaturwissenschaft längst die Spreu vom Weizen getrennt und es kann m.E. niemandem schaden, mal was von Shakespeare, Goethe, Schiller, Lessing, Annette von Droste-Hülshoff, Virginia Woolf, Halldór Laxness, Luise F. Pusch, Maarten 't Haart gelesen zu haben.

Aber auch unter den neuen und jungen Autorinnen und Autoren gibt es viel Weizen. Das zu entdecken macht genauso viel Spaß, den ich Dir herzlich wünsche.

Es gibt fast nichts Schöneres als ein gutes Buch zu lesen.

krauthexe 13.03.2007, 14:57

Du hast mir aus der Seele gesprochen mit Deiner Antwort!Klasse!

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UlfDunkel 13.03.2007, 15:07
@krauthexe

Oh, danke, krauthexe. Ich nehm das mal als DaumenRauf. :-) :-)

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Lies mal Herrmann Hesse, Eine Bibliothek der Weltliteratur. (gibts bei reclam) Das ist ein kleines Bändchen, das Literatur aus allen Epochen in einen Zusammenhang stellt und alle grundlegenden Werke nennt. Viel Spaß beim Stöbern!!

Unbedingt sollte jeder Mensch "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque gelesen haben. Wenn ich mal genug Geld habe kaufe ich die Rechte an dem Werk, lass es 6 Milliarden mal drucken und verschicke es mit der Post an alle Menschen (hoffentlich gibts einen Rabatt beim Porto).

Bei Erwachsenenliteratur m.E. Kurt Tucholsky, Erich Kästner, KInder - und Jugendliteratur: alles von Astrid Lindgren, James Krüss, Erich Kästner und J.K. Rowling's Harry Potter :-)

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