Welche Brandschutzbeckleidung könnt ihr empfehlen bzw welche habt ihr in der Wehr?

5 Antworten

Naja...im eigentlichen Sinn beschafft der Träger die Kleidung.

Diese muss der Norm entsprechen.Fakt.

Privat beschaftte PSA ist immer so eine Sache,

1.Wer haftet im Schadensfall?

2.Äusserliche veränderung,sprich es soll ja einheitlich gekleidet sein.

3.Was wenn etwas passiert?Wäre ein schaden zu vermeiden gewesen wenn die gestellte Kleidung genutzt wurde?

Das sind dinge die man sich überlegen muss...

Ich Persönlich sage nichts wenn man sich zB andere Handschuhe holt für den Innenangriff oder TH,wenn sie besser sind wie die gestellten...da kann einem keiner was.

Helm ist schon grenzwertig obwohl ich sage alles ist besser als der Standart DIN Helm,allein schon wegen dem Tragekomfort.

Andere Jacke oder Hose würde ich mir nie selbst beschaffen weil zum einen ist sowas nicht gerade billig und zweitens wie gesagt,was wenn was passiert.

Persönlich finde ich die Sachen aus PBI besser auch was das aussehen betrifft aber da unser Träger eben weiterhin "normale" schwarze Kleidung beschafft weil günstiger ist es eben so...

Unsere Feuerwehr trägt S-Gard...

Niedersachsen hatte ja immer orange Jacken. Seit ein paar Jahren tragen die nun aber komplett schwarz. Die "alten" Sachen wurden noch aufgetragen bzw. wurden bei Auslieferungsstart erstmal alle AGT damit ausgestattet, mittlerweile haben aber alle 150 Kräfte eine Ganitur Brandschutzkleidung. 

Die meisten haben auch noch was leichtes für TH...

Ob ich die empfehlen kann, keine Ahnung, die werden schon gut sein, ich bin nicht bei der Feuerwehr, hatte die Klamotten aber schon mal an...

Außerdem hat die Gemeinde ja auch ein Wort mitzureden, die bezahlen ja das ganze.

Also ich habe aktuell 2 verschiedene Sätze im Schrank hängen. Der, der bei uns als Standart benutzt wird ist von Texport das Modell "Extreme light". Hierrüber kann ich eigentlich nur positives sagen, leicht, bequem und auch in Übungsanlagen mit enormen Temperaturen schlägt nichts durch. (Allerdings ist das nichts für den schmalen Geldbeutel)

Das andere Modell ist nicht nur günstig sondern wirklich billig. Der Name Viking Economy Basic. Dieses Modell mag für kleine Feuerwehren mit wenigen Einsätzen oder für Leute die nicht im Gefahrenbereich arbeiten in Ordnung sein. Im Zuge meiner Ausbildung hatte ich diese fast täglich getragen und mit dieser Belastung kam sie nicht klar. Gut die hälfte unserer Jacke waren nach kürzester Zeit beschädigt (vor allem an den Nähten) und mit Hitze kamen einige auch nicht klar und waren innerhalb kürzester Zeit unbrauchbar.

Dieses Modell mag für kleine Feuerwehren mit wenigen Einsätzen oder für Leute die nicht im Gefahrenbereich arbeiten in Ordnung sein.

Also.... mit so einer Aussage habe ich generell ein Problem.
Die Größe (oder Einsatzzahl) einer Feuerwehr darf in meinen Augen keinerlei Einfluss auf die Qualität der Schutzkleidung (und damit einhergehend leider auch der Preis...) haben.
Ein Feuer brennt in einem 100-Einwohner-Dorf nicht anders als in einer 1.000.000-Einwohner-Stadt. Und der Innenangriff in einem 100-Einwohner-Dorf läuft auch nicht anders ab als in einer Millionenstadt (oder sollte es zumindest nicht).
Man darf also nicht damit argumentieren, dass der kleinen Feuerwehr eine minderwertige Schutzbekleidung reicht, weil sie diese bei nur einem feuer im Jahr und nicht bei hunderten trägt. Für eine schwere Verletzung eines Feuerwehrkameraden im Innenangriff reicht auch ein einziger "heißer" Einsatz, wenn er keine vernünftige Kleidung trägt.

Ich sehe es eher so:
Normalerweise bräuchte man zwei verschiedene Sätze Schutzkleidung: Einen "leichteren" für die technische Hilfeleistung, sowie einen "schweren" für die Brandbekämpfung. Denn beide haben gänzlich verschiedene Gefahren. Beim Brand ist sind es Flammen und Hitze, bei der TH eher Chemikalien, Mineralöle und Blut, mechanische Stoß-/Stichverletzungen, ggfs. Hitze (bei längeren Einsätzen im Sommer) etc., von denen Gefahr ausgeht.
Leider haben kleine Gemeinden meist auch wenig finanzielle Mittel, weshalb keine zwei Sätze realisierbar sind. Dann muss es eben ein "besonders guter" Satz sein, der für beide Einsatzarten geeignet ist.

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@26Sammy112

Mit der Menge der Einsätze meinte ich eher, dass diese Kleidung sicher für den gelegentlichen Einsatz geeignet sind, jedoch an einer sehr häufigen Belastung scheitern. Der Schutz wird ja ohnehin in Testverfahren festgestellt.

Kleiner Zusatz noch: Die Schutzstufe ist bei beiden von mir genannten Anzügen identisch - jedoch kommt Texport mit der Dauerbelastung einer BF besser klar als Viking (bezogen auf die genannten Modelle).

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