Welche Beweise gibt es für die Existenz Gottes und die Existenz des Teufels?

33 Antworten

Hallo Khorramabadi,

wenn im Zusammenhang mit der Frage nach Gott von "Beweisen" gesprochen wird, dann gibt es einige, die das missverstehen. Sie behaupten, die Existenz Gottes sei nicht beweisbar, da es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gibt. So kann es leicht passieren, dass man schnell aneinander vorbeiredet. Natürlich kann niemand einen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes vorlegen. Das heißt jedoch nicht, dass es keine Art von Beweisen gäbe.

Dazu ein einfaches Beispiel: Wenn jemand danach gefragt wird, ob ihn sein Partner liebt, dann kann er das, streng genommen, auch nicht unwiderlegbar beweisen. Er könnte jedoch auf vieles hinweisen, das für ihn den Beweis dafür liefert, dass die Liebe zwischen ihm und seinem Partner vorhanden ist. Er könnte z.B. eine ganze Reihe von Liebesbeweisen oder Taten aufzählen, die für ihn über jeden Zweifel erhaben sind. So gibt es in unserm Leben sicher viele Dinge, für die ein wissenschaftlicher Nachweis fehlt, an die wir jedoch dennoch ganz selbstverständlich glauben.

Auf was könnte man denn hinweisen, um Gottes Existenz zu beweisen? Ganz einfach: auf sein Werk, seine Schöpfung! Es gibt natürlich aus wissenschaftlicher Sicht eine ganze Anzahl von Theorien, die Erklärungen für die Entstehung des Lebens mit all seinen Erscheinungsformen liefern. Doch diese haben eine entscheidende Schwachstelle: Auch sie können im strengen Sinne nicht "bewiesen" werden. Man weist jedoch auf "Belege" hin, die die theoretischen Aussagen stützen sollen. Doch sind diese "Belege" nicht so eindeutig, dass sie als "gesichertes Wissen" gelten können. Denn wären sie das, dann würde sich jeder, der an Gott glaubt, der Lächerlichkeit preisgeben. Doch so einfach ist die Sache dann doch nicht.

Bei der Frage, ob das Leben von allein entstehen und sich in einer stetigen Aufwärtsbewegung weiterentwickeln konnte, so dass daraus sämtliche Lebensformen entstehen konnten, geht es eigentlich immer um eine Rekonstruktion von längst Vergangenem. Es ist so ähnlich, als wenn man bei einem Kriminalfall anhand von Indizien den Tathergang herausfinden will. In manchen Fällen scheinen mehrere dieser Indizien so gut zueinander zu passen, dass man glaubt, eine Erklärung gefunden zu haben. Doch den letzten Beweis für die eine oder andere Version einer Rekonstruktion der Geschehnisse gibt es in vielen Fällen einfach nicht. Der Kriminalist muss einräumen, dass alles vielleicht doch ganz anders gewesen ist.

Im Fall der Evolution sind die Indizien jedoch nicht so eindeutig, wie das von vielen behauptet wird. Nehmen wir als Beispiel einmal den Fund eines alten Schädelknochens. Ein Teil der Wissenschaftler mag darin das Fragment eines Frühmenschen sehen, andere wiederum ordnen den Fund eher einem ausgestorbenen Menschenaffen zu. Es gibt also oft einen Deutungsspielraum und gerade im Bereich der Fossilien fehlt es oft an Eindeutigkeit. So sind die Ansichten von Wissenschaftlern oft zwiegespalten. Jemand, für den die Evolutionstheorie unzweifelhaft feststeht, deutet einen Fund ganz anderes als jemand, für den diese Theorie keineswegs so feststeht. Es kommt also immer auf den Blickwinkel an, aus dem man eine Sache betrachtet.

Wie sehen denn die Indizien in Bezug auf eine Schöpfung aus? Lassen sie eher auf eine zufällige Entstehung oder eher auf einen Designer schließen? Auch hierzu ein Beispiel: Stell Dir vor, Du würdest in einer abgelegenen Gegend auf ein riesiges Gebäude stoßen, das in keiner Weise einem von Menschen errichteten Gebäude gleicht. Du gehst näher darauf zu und stellst fest, dass es aus einem Material besteht, das Du nicht kennst und das Du noch nie zuvor gesehen hast. Dann betrittst Du das Innere des Gebäudes und kommst aus dem Staunen nicht mehr heraus. Du siehst eine Art Fertigungsanlage, die jedoch nichts mit dem gemein hat, was Du in dieser Richtung je gesehen hast. Alles macht auf Dich einen surrealen Eindruck, alles ist so fremdartig. Am Ende der Fertigungsstraße kommt dann ein Produkt heraus, das Du ebenfalls noch nie gesehen hast. Du kannst Dir auch nicht vorstellen, für welchem Zweck dieses Produkt hergestellt wurde. Alles in dieser Fertigungshalle läuft vollautomatisch ab. Du siehst auch keinen Menschen, der das Ganze überwachen würde.

Dann beobachtest Du etwas, was Dich erschaudern lässt: Die riesige Halle beginnt sich zu teilen und neben der ursprünglichen Stelle entsteht eine völlig identische Anlage, in der alles genau gleich abläuft wie in der ersten. Und das alles völlig selbsttätig! Du bist von den Abläufen derart fasziniert, dass Du irgendwann bemerkst, wie Dir der Mund offensteht. Welche Schlussfolgerung würdest Du aus dem Ganzen ziehen? Kämst Du auf die Idee, die Fertigungsanlage sei aus dem Nichts entstanden, bloß weil Du niemanden siehst und niemanden fragen kannst? Oder käme nicht sofort der Gedanke: Wer hat sich das Ganze bloß ausgedacht und konstruiert? Welcher große Meister war hier am Werke?

Die eben beschriebene "Fertigungsanlage" gibt es wirklich, allerdings "nur" (ich sollte besser sagen, "sogar") in Miniaturformat! Ja eigentlich gibt es die unterschiedlichesten Arten von "Fertigungsanlagen", nicht nur eine. Du hast sicher gemerkt, dass ich von lebenden Zellen spreche. Zellforschern ist es gelungen, selbst die kleinsten Details einer Zelle zu erkennen und ihre Funktionsweise zu verstehen. Kurz gesagt, gleicht die Zelle einer ummauerten Stadt mit Ein-und Ausgängen, Kraftwerken, Produktionsanlagen, einer Kommandozentrale uvam. Sie ist also, obwohl winzig klein, ein komplexes Gebilde, das ein großes Maß an Intelligenz und Raffinesse erkennen lässt. In der Steuerungszentrale (dem Zellkern) liegen Pläne bereit, die viele Buchbände an komplexen Informationen und Anweisungen umfassen. Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert ist.

Um sich diese Informationsdichte besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte! Kann so etwas der Zufall im Zusammenspiel mit den Naturgesetzen hervorgebracht haben? Wofür sprechen die Indizien?

Der Wissenschaftler Wolf-Ekkehard Lönnig, der bereits viele Jahre am Max-Planck-Institut in der Züchtungsforschung tätig ist, sagte dazu:
"Durch meine empirischen Forschungen in der Genetik sowie durch Studien biologischer Themen wie Physiologie und Morphologie komme ich mit der enormen, oft unfassbaren Komplexität der Lebewesen unmittelbar in Berührung. Meine einschlägigen Studien haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass Lebewesen — selbst die einfachsten  — einen intelligenten Ursprung haben müssen". Dem schließen sich viele andere Forscher ebenfalls an. Sie halten es nicht für wahrscheinlich, dass eine erste lebende Zelle in einem Urozean aus unbelebter Materie von allein entstanden ist, oder all die vielen Erscheinungsformen des Lebens allein durch natürliche Gesetzmäßigkeiten und zufällige Ereignisse entstehen konnten.

Das sind nur einige der vielen Gründe, die mich persönlich davon überzeugen, dass es einen Urheber, einen Schöpfer gibt, der diese Welt ins Dasein gebracht hat.

Wie aber sieht es denn nun mit Beweisen für einen Teufel aus? Nun, diese sind in Gottes Wort, der Bibel, zu finden. Sie beschreibt den Teufel als ein tatsächlich existierendes Wesen, ein Geistgeschöpf, das ursprünglich zu der großen Schar treuer Engel gehörte. Als dieser Engel sich gegen Gott wandte, indem er falsche Behauptungen über Gott aufstellte, um die ersten Menschen dazu zu bringen nicht Gott, sondern ihn anzubeten, machte er sich zu einem Verleumder. Das ist die eigentliche Bedeutung des Begriffes "Teufel". Somit wäre es also falsch, zu behaupten, Gott habe den Teufel erschaffen.

In der Bibel werden die Begriffe "Teufel" 33 mal und "Satan" 52 mal gebraucht. Auch Jesus wandte diese Begriffe immer wieder auf dieses abgefallene Geistwesen an. Er sprach von ihm als von einer tatsächlichen Person, die darauf aus ist, Menschen von Gott wegzuziehen. Beispielsweise heißt es im Lukasevangelium: "Sịmon, Sịmon, siehe, der Satan hat danach verlangt, euch wie Weizen zu sichten." (Lukas 22:31).

Auch eine Begebenheit im Leben Jesu zeigt, dass der Teufel auf keinen Fall lediglich das Böse im Menschen sein kann. Im 4. Kapitel des Matthäusevangeliums wird erzählt, dass Jesus dreimal vom Teufel versucht wurde. Jesus führte mit Satan ein Zwiegespräch, indem der Teufel versuchte, Jesus dazu zu verleiten, seinen und nicht Gottes Willen zu tun. Könnte es etwa so gewesen sein, dass er von etwas Bösem in sich versucht wurde? Das kann jedoch nicht sein, da die Bibel ihn als sündenlos beschreibt. So heißt es über ihn: "Er beging keine Sünde, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden" (1. Petrus 2:22).

Wie bereits angedeutet, muss man sich vor dem Teufel auch heute noch in Acht nehmen, heißt es doch in der Bibel: "Wir wissen, dass wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist" (1. Johannes 5:19). Es mag zwar etwas überraschend klingen, doch ist es nicht Gott, der diese Welt beherrscht, sondern sein Widersacher, der Teufel. Allerdings wird Gott es ihm nicht für immer gestatten, Druck auf die Menschheit auszuüben. Sein Sohn, Jesus Christus, wird in kurzem entschieden gegen ihn vorgehen. Darüber steht in der Bibel: "Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen" (1. Johannes 3:8). Wenn die Welt vom Einfluss des Teufels frei geworden ist, wird sich auch eine wichtige Bitte des Vaterunsers erfüllen: "Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde" (Matthäus 6:10).

LG Philipp

1485 wörter benötigst du für den gottesbeweis.

es geht auch wesentlich kürzer:

Jes 55,8-9
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,
9 sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken

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die wahrheit gibt es eben nur, wenn man über das menschliche hinausgeht und ganz besonders, wenn man über GF hin ausgeht!

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Außer Hyothesen gibt es da nichts.

Aber du kannst mühelos ein Experiment machen, das geeignet ist, dir eine Menge Klarheit zu verschaffen:

Nimm ein beliebiges religiöses Grundlagenbuch, ob Bibel, Koran, Thora oder noch etwas anderes, bleibt sich gleich.

Tausche dann alle Worte wie Teufel, Satan oder Entsprechendes gegen "fieser menschlicher Charakter" oder bei Bedarf auch gegen "Dämlichkeit" aus, alles was Engel ist, gegen "Hirngespinst des Betrachters" und alles, was Gott ist, gegen "menschliche Idealvorstellung". Wo "Gott" innerhalb von Schöpfungsgeschichten vorkommt, da tausche dort, wo es besser paßt, diesen Begriff gegen "Ursache, warum es überhaupt etwas gibt" aus.

Wenn du das Buch dann liest, werden die enthaltenen Geschichten zwar nicht zwangsläufig wahr, aber viele merkwürdige Inhalte erlangen dann dennoch schlagartig eine eine sehr hohe Glaubwürdigkeit.

Ich denke, es macht Sinn, konsequent zwischen Grundursache für das Dasein oder auch Naturgesetzen einerseits und menschlichen Vorstellungen und Fantasien andererseits zu unterscheiden.

Mit Vorstellungen und Fantasien kann man tatsächlich kommunizieren. Jedwedes Denken ist letztlich auch eine Kommunikation zwischen den einzelnen Gedankenpartikeln.

Es ist allerdings ungünstig, wenn man zu glauben anfängt, daß dies etwas ist, das nicht innerhalb des menschlichen Bewußtseins (oder manchmal auch des Unterbewußtseins) stattfindet, sondern daß es eine Kommunikation mit externen Wesen wäre.

Bei solchen Überlegungen zeigen sich dummerweise plötzlich zwei verschiedene Götter, einer, der auf irgendeine (sicher noch unbekannte) Weise logisch zwangsläufig ist, und ein ganz anderer, der ein Gebilde menschlicher Vorstellungskraft ist.

Doch wie dem auch sei, der Blick auf den Alltag zeigt, daß beide Götter ihre Wirkung haben. Wo sie in den Köpfen der Menschen vorkommen, da handeln Menschen entsprechend und verändern so ihren Alltag und manchmal auch die ganze Welt.

Was wäre denn für Dich ein Beweis? Ich kann Dir ja mal einiges mitteilen, was mich überzeugt, dass es Gott gibt:

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann wird das Wunder auch bestätigt. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

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