Welche bestandteile von roheisen werden entfernt, wenn man roheisen in stahl umwandeln will?

1 Antwort

Es gibt ja 2 Sorten von Roheisen Weißes,  das zu Stahl verarbeitet wird und

Graues, das zu Gusseisen, wie Grauguss, oder Kugelgraphitguss weiterverarbeitet wird.

Das Weiße enthält viel Mangan und wenig Silicium. Der Kohlenstoff liegt in Form von Zementit vor, die Bruchfläche des Roheisens sieht Weiß aus, daher der Name. Durch das Frischen werden die im Roheisen vorhandenen unerwünschten Bestandtteile entfernt:

Si + 2Feo -> SiO2 + 2Fe


Mn + Fe0 -> Mn0 + Fe


C + Fe0 -> CO  + Fe


2P + 5Fe0 -> P2=5 + 5Fe

SiO2 und MnO wandern in die Schlacke, and die auch P205 gebunden wird. Das Co entweicht dabei gasförmig. Der ewaitig vorhandener oxydierter  Schwefel wird in geringen Mengen gasförmig an Sauerstoff oder in fester Form an Mangan oder Kalk gebunden.Weil der Kohlenstoff vor dem Phosphor oxydiert wird, muß dieser im fertigen Stahl gewünschte C-Gehalt wieder nach dem Frischen hergestellt werden(Rückkohlung), welches durch den C-Gehalt des für die Desoxydation verwendeten Ferromangans, durch Zugabe von Kohlenstoff  in Pulverform oder Kohleziegeln geschieht.

Roheisensorten:

Hämatit, Gießroheisen Grau, Thomasroheisen weiß, Stahleisen, Ferrosilicium, Spiegeleisen, Ferromangan. Nach dem Verlassen des Hochofens gelangt das Roheisen in flüssiger Form in den Mischer, der die Aufgabe eines Sammelbehälters hat. Hier findet zugleich die Entschwefelung Statt:

FeS + Mn -> MnS + Fe

Außerdem gab es vor der Thomasbirne eine weitere, die Bessemerbirne. Die eine besitzt eine saurere ausmauerung, die andere eine basische. Frag mich aber nicht welche Birne welche Art von Ausmauerung hat. Schliesslich war meine Lehre als Dreher 1983 zu Ende. Das ist alles, was von der Berufsschule hängengeblieben ist, Sorry!

Da eine Lauge den Stahl nicht angreift, eine saure Flüssigkeit aber schon, könnte es bei den unterschiedlichen Stahlgewinnungsverfahren, Besemmer und Thomas , verschiede auswirkungen auf die Rostbeständigkeit des Stahls haben. In wie weit aber dies die interkristalline oder transkristalline Korrosion beeinflußt, weis ich nicht.  Ebenso wenig wie die Auswirkungen der Wahl der

Erze: Magneteisenstein, Roteisenstein, Brauineisenstein oder Spateisenstein.

sind.


Ebenso könnte das moderne Sauerstoffausblasverharen Restsauerstoff im Stahl hinterlassen, durch welche die Korrosion begünstigt wird. Aber frag das mal deinen Professor oder Dozenten.



Das Co entweicht dabei gasförmig.

Wo - zum Teufel - kommen die 2900°C her, bei denen Cobalt verdampft?

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