Welche Berufe sind geeignet für introvertierte Menschen?

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11 Antworten

Leider gibt es kaum noch Berufe, in denen keine Teamarbeit gefragt ist. Das gilt auch für Buchhalter. Ich gehöre auch den introvertiertern Menschen, deshalb das "leider". Teams und Meetings empfinde ich immer als Zeitverschwendung.

Was mich aber stutzig macht ist, dass Du Dich als Versager siehst. Bei introvertierten Menschen ist eher das Gegenteil der Fall, weil sie sich nur äußern, wenn sie etwas zu sagen haben. Heiße-Luft-Wirbler und Schaumschläger haben wir mehr als genug.

Vielleicht solltest Du mal mit einem Arzt Deines Vertrauens reden.

Bei mir ist aber meine Schüchternheit schon ziemlich stark. Ich habe wohl eine soziale Phobie.

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@Apollo78

Gerade deshalb solltest Du mit einem Arzt reden.

Vielleicht würde Dir eine Therapie helfen.

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Mal mit einem Arzt oder Psychotherapeuten (Verhaltenstherapie) zu sprechen.

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Ich war in meiner Jugend auch ganz extrem introvertiert und hätte mir absolut niemals vorstellen können einen Beruf auszuüben, bei dem ich viel mit anderen Menschen zu tun habe. Heutzutage bin ich Sozialarbeiter und werde quasi für die Kommunikation mit anderen Menschen bezahlt. Was ich damit sagen will ist, man kann die introvertierte Art überwinden, wenn man es nicht selber schafft, dann eben mit therapeutischer Unterstützung. Gerade bei diesem Problem ist es wichtig sich nicht weiter von der Gesellschaft abzukoppeln und beruflich auch noch was zu machen, wo man an diesem Problem nicht arbeiten kann. Wähle einen Beruf der dich interessieren würde und stell dich auch durchaus den für dich schwierigen Situationen mit anderen Menschen, es ist nur Trainingssache.

Aber ich bin so extrem Schüchtern, bei zu vielen fremden Menschen bekomm ich einfach Panik, ja Panik.

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@Apollo78

hatte ich früher auch, hab aber irgendwann festgestellt, dass ich die überhaupt nicht haben muss. Letztendlich hat das überwiegend mit Selbstbewusstsein zu tun. Ich würde dann an deiner Stelle ggf. wirklich mal einen Therapeuten aufsuchen.

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Also das Problem in unserer Gesellschaft und Erziehung ist das man unbedingt extrovertiert werden/sein soll um Anerkennung zu bekommen.

Hier ist ein guter Vortrag dazu. Erklärt das ungefähr ein Drittel bis zu der Hälfte der Bevölkerung introvertiert ist (ist also voll normal) und was die Stärken von Introvertierten Menschen sind und die Schwierigkeiten mit Ihrer Umgebung.

http://www.ted.com/talks/susan_cain_the_power_of_introverts

Ich bin immer vorsichtig mit den Therapien. Zum einen sagst du dir das du irgendwie krank bist und machst dir mehr Sorgen als nötig. Vielleicht ist es einfach deine Begabung und Stärke die du noch nicht entdeckt hast.

Es gibt da so eine Symbolische Geschichte von einem Adler der unter Hühnern aufwächst und glaubt das er auch ein Huhn ist...

Vielleicht sind es die Verletzungen im Umgang mit Menschen die dich ins Alleinsein bringen und das ist ein Prozess wo es helfen kann wenn man mit jemanden redet, aber nicht unbedingt eine Therapie benötigt. Kannst auch super Bücher lesen die dir helfen das zu verarbeiten und die dir helfen dein Potential zu entdecken.Dir quasi den Weg daraus arbeiten, deinen Blickwinkel ändern und deine jetzigen Schwächen in Stärken verwandeln.Ist machbar, kenn den Prozess von mir selbst.

Ich mag Menschen einfach nicht besonmders, und wenn es geht will ich am liebsten möglich einsam Leben und zurückgezogen leben, glücklich macht es mich nur bedingt aber meine soziale Phobie ist sehr gross.

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@Apollo78

wie alt bist du denn? Weisst du wo deine soziale Phobie entstanden ist? 

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Du machst den Job der dir am meisten Spaß macht! Welcher Beruf würde dich am meisten von allen interessieren? Genau den machst du! Egal ob in- oder extrovertiert für deinen Traumjob würdest du sicher deine Grenzen überschreiten und weniger schüchtern sein.

Alles Gute

Doc

Ich weiss nicht genau. Aber es wäre ein Beruf wo man eher extrovertiert sein sollte. Weisst du ich bin damit ja auch nicht glücklich introvertiert und schüchtern zu sein, zumindest nicht so extrem.

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@Apollo78

Das glaub ich dir aber das kann man ändern!

Willst du dein ganzes Leben einen Beruf ausüben, der dir nicht spaß macht bloß weil du dir gedacht hast dass du für deinen Traumjob zu introvertiert bist?

Du bekommst das sicher hin, an welche Berufe hättest du den gedacht?

Am besten du machst eine Liste von deinen Traumberufen und stellst dir einen Tagesablauf von diesen vor bzw. recherchierst . dann siehst du ja welche Aufgaben du nicht machen könntest. Mit ein bisschen Überwindung klapp es sicher!

LG Doc

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@doctorhealth


Und wie soll ich das ändern? Ich bekomme bei zu vielen Menschen Panik, aber genau das ärgert mich, das macht mich nicht glücklich, und ja mein Traumberuf wäre ein Beruf bei dem man Recht viel mit Menschen zu tun hat. Und ich gehe meistens meinen Ängsten aus den Weg und stelle mich nicht.

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@Apollo78

Du erkennst ja schon selbst das Problem, manchmal muss man seinen inneren Schweinehund besiegen, ich bin sicher du schaffst das!

Wenn du mit vielen Menschen reden musst oder in einem Raum bist?

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@doctorhealth

Soll ich genau das machen was mir am meisten Angst macht um mich meinen Ängsten zu stellen? Weil meine soziale Phobie ist zwar noch stark aber nicht mehr so extrem stark wie früher weil ich mich schon zu kleineren Dingen überwinden konnte.

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@Apollo78

Richtig, du musst natürlich langsam anfangen und dich mit der Zeit steigern!

LG

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@Apollo78

 Meine grösste Angst ist wie gesagt Einkaufen in einem grossen Einkaufszentrum, sowas könnte ich nicht.

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Mir kommt das sehr bekannt vor. Weil ich genauso war. Nur hat mein Leben, mein Beruf, das dann nicht zugelassen, dass ich so bleibe. Und ich bin gewachsen.

Wenn jemand mutig ist, heißt das nicht, dass er keine Angst kennt, er überwindet diese Angst nur. Wenn jemand schüchtern ist, ist das das Gleiche. Sehr viele Stars haben ihr ganzes Leben lang starkes Lampenfieber. Und sie überwinden sich.

Man wächst nur außerhalb der eigenen Komfortzone. Wenn man Laufen lernt, fällt man auch erst immer wieder hin. Und irgendwann kann man es. So ist es mit der Schüchternheit auch. Und mit manchen anderen Dingen im Leben. Man muss sich durchbeißen, um weiter zu kommen und sich weiter zu entwickeln.

Ich wünsch Dir viel Mut und ganz viel Lebensfreude und Freude in Deinem künftigen Beruf.

Wie kann ich mich überwinden?

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@Apollo78

Können und Wollen ist hier gar nicht die Frage. Ich hab das auch nicht gewollt und nur wenn ich musste, nach und nach doch geschafft und irgendwann gekonnt.

Mein Leitspruch dafür war dann "Kneifen gilt nicht" und ich hab es mir einfach nicht mehr durchgehen lassen, weil man sich nicht immer verstecken kann. Und wenn man muss, wird es nach und nach besser.

Mir hat mal jemand, den ich sehr gut kenne, der oft Konferenzen eröffnet hat, vor hunderten oder sogar tausenden von Leuten gesprochen hat, erklärt, dass er eigentlich schüchtern ist. Und ich hatte immer seine Eloquenz bewundert, wie er auf Partys mit fremden Menschen superschnell in interessanteste Gespräche kam, dass ich einfach nur noch lachen musste.

Und auch dieses Erlebnis hat mich dazu gebracht, dass ich es mir nicht mehr durchgehen lasse. Eigentlich ist es vor allem Schwellenangst. Und wenn man da drüber ist, man merkt, dass alles halb so schlimm ist und einen niemand frisst, dann wird es zunehmend leichter. Ängste wachsen, wenn man es zulässt. Sie nehmen wie Unkraut leeren Raum ein, werden immer größer. Und wenn man ihnen gleich am Anfang entgegen tritt, diese Schwelle der Begegnung überschreitet, bleibt ihnen irgendwann kein Raum mehr.

Das ist wie wenn man Angst vor der Dunkelheit hat und sich dann nicht mehr getraut, Licht anzumachen. Das, was wirklich ist, ist viel kleiner. Die Angst übernimmt uns nur. Wenn wir ihr Raum geben und es zulassen.

Nur Mut, Du schaffst es! Nimm reale Probleme ernst, aber stell Dich subtilen Ängsten, die man nicht zu packen kriegt, entgegen. Und steck sie dahin, wohin sie gehören.
Mach Dein Licht an!

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@Luise

Nein ich schaff es nicht, ich werde es auch niemals schaffen vergiss es, es geht einfach nicht, dann werde ich eben eines tages ein sehr zurückgezogenes einsames leben führen, irgendwo in einem einsamen ort.

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@Apollo78

Deine Entscheidung. Wenn Du dazu stehen kannst und damit glücklich werden, dann ist es ja okay. Und falls Du eh nichts ändern willst, dann Dein Leidensdruck wohl noch nicht groß genug.

Es kann sich nur was ändern, wenn Du etwas änderst. Oder magst Du einfach nur Aufmerksamkeit und Mitgefühl konsumieren? Ist auch okay, wenn Dir das was bringt.

 

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@Luise

Nein eben nicht, ich will eben keine Aufmerksamkeit sonst hätte ich keine soziale Phobie.

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Informatiker! Die sind oft nur unter ihres gleichen oder arbeiten von Zuhause aus! Oder du machst Nachtdienst!

Irgendwie passt kein Beruf zu mir...

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Ich kenne das sehr gut. Ich bin genauso. Aber das wollte ich unbedingt ändern und habe mich für eine Hotelausbildung entschieden. Wirklich glücklich bin ich damit nicht geworden. Vielleicht suchst du mal einen Psychologen auf? Das habe ich dann auch gemacht. 

Ansonsten... Berufe da zu finden, ist schwierig. Goldschmied? Buchhalter? In der Bibliothek? Technischer Zeichner? Oder erstmal studieren? 

Bei mir ist die soziale Phobie stark ausgeprägt.

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@Apollo78

Möchtest du denn etwas dagegen tun? Denn dann würde ich mich erstmal für eine psychotherapeutische Behandlung entscheiden. Wenn nicht, dann würde ich mich beraten lassen (für geeignete Jobs).

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@Apollo78

Müssen tust du gar nichts. Du kannst machen, wie du willst. Entweder du willst etwas an deinen sozialen Ängsten verändern oder nicht. Wie alt bist du denn?

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@Apollo78

Ich persönlich würde nach der Schule eine Klinik aufsuchen. Aber es ist ganz deine Entscheidung.

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@etoiledemer


Klinik? Psychatrie? Was zum Teufel sollte eine Psychatrie gegen soziale Phobie bringen? Ausserdem war ich erst gerade in der Psychatrie aufgrund Selbstgefährdung und Fremdgefährdung. Wurde am 21. Februar entlassen.

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In erster Linie kommt es mal auf die Bildung an.

Bildung?

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Handwerker. Da werkelst du still vor dich hin und musst in der Regel nicht mit fremden Leuten reden

Interessiert mich wenig, will kein Handwerker werden.

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Erstmal eine Therapie machen würd ich sagen.

Therapie für was?

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Bestatter ?

Mhh vielleicht.

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