Welche Berufe kann ich ausüben wenn ich Geschichtswissenschaften studiere?

7 Antworten

Moin,

Geschichte wird von viel zu vielen studiert, feste Stellen werden weniger alle Jahr als alle Jahrzehnte frei. Auf relativ schlecht bezahlte und auch kaum interessante Stellen über Wochen bis Monate setzt jedes Mal ein Run von dutzenden Historikern ein.

Es gibt in jeder Jahrgangsstufe einer Schule immer Einzelne, deren Wissen sogar die Lehrer beeindruckt, da sie vor allem Militärhistorik zu einer Art Hobby gemacht haben und allerlei Fakten kennen. Allerdings reicht das oft nicht wirklich, andererseits studieren schon viel zu viele Geschichte, da wie gesagt kaum etwas an Stellen gefragt ist.

Geschichte sollte man höchstens z.B. mit Journalistik kombinieren, um dann in diesem Beruf zusätzlich qualifiziert zu sein. Außerdem ist der Beruf als Archivar auch durchaus etwas in dieser Thematik, dass auch eher gefordert ist und nicht unbedingt ein Studium voraussetzt.

Ich habe mir auch schon selbst Gedanken gemacht und mich ausgetauscht. Allerdings ist es perspektivlos.

mfg Nauticus

Geschichte sollte man höchstens z.B. mit Journalistik kombinieren,

Und das machen dann weniger? ;-)

Genauso aussichtslos wie alles andere.

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@Kristall08

Ja, stimmt schon, ist aber dennoch eine der wenigen Alternativen für Geschichte, gerade weil Journalismus allein auch aussichstlos ist.

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Ich würde nicht so sehr über Berufe nachdenken, als viel mehr über Tätigkeiten denen Du gerne nachgehen würdest. Wenn Du das herausgefiltert hast, kannst Du Dir Firmen, Institute, wissenschaftliche Einrichtungen o. ä. suchen, in denen Du Dich am besten verwirklichen kannst.

In Stellenausschreibungen wird selten nach Leuten mit bestimmten Berufen gesucht. Oft sind es Aufzählungen bestimmter Tätigkeiten, die gemacht werden müssen.

Geschichte kannst Du lehren; Du kannst sie erforschen, Du kannst über sie schreiben, Du kannst darüber erzählen, Du kannst sie darstellen oder archivieren.

Keine doofen Kommentare!!!

Meinst du damit, du möchtest nicht darauf hingewiesen werden, dass du permanent Voraus falsch schreibst?

Allein mit einem Geschichtswissenschaftsstudium hast du wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Du brauchst auf jeden Fall zusätzliche Qualifikationen und solltest dich darauf einstellen, später etwas Fachfremdes zu machen.

Berufsperspektiven:
Die zwei klassischen Arbeitsfelder für Historiker sind Archive und Museen. Wer in Archiven arbeiten will, muss nach dem Studium eine meist zweijährige Ausbildung an einer Bibliotheks- oder Archivschule absolvieren. Der Weg ins Museum führt in der Regel über ein Volontariat. Viele Historiker arbeiten allerdings später fachfremd: in der Pressearbeit oder in Personalabteilungen, als Reiseleiter oder Redenschreiber. Weitere Möglichkeiten finden sich in der Werbung, der Weiterbildung, bei Verlagen, Stiftungen, Verbänden und in der Politikberatung. Allerdings sind solche Stellen auch für andere Geisteswissenschaftler interessant. »Das Problem ist, dass es kein klar umrissenes Berufsbild gibt, dafür sind die Möglichkeiten vielfältig«, sagt Peter Funke. Wichtig seien deshalb Praktika, um sich in möglichen Berufsfeldern umzuschauen. Viele Historiker tun sich mit dem Start in die Arbeitswelt schwer. Laut einer Studie des Hochschul- Informations-Systems von 2010 schafften nur 32 Prozent der Absolventen innerhalb eines Jahres den Berufseinstieg. Auf einer unbefristeten Vollzeitstelle starteten gerade einmal 13 Prozent.
Text entnommen: http://ranking.zeit.de/che2013/de/fachinfo/33

Es gibt einige klassische Beschäftigungsfelder, in denen Historiker nach dem Studium theoretisch (!) unterkommen können: Forschung und Lehre (Uni, Erwachsenenbildung, Schulen, letzteres setzt ein Lehramtsstudium voraus), Museumsarbeit in Museen, die sich nicht schwerpunktmäßig mit Kunst oder Sachkultur beschäftigen, Tätigkeiten mit Archivalien (wobei da v.a. Archivare unterkommen), auch Verlage mit einem entsprechenden Angebot stellen gelegentlich Historiker ein.

In der Praxis sieht es allerdings so aus, daß auf jede ausgeschriebene Stelle zahllose Bewerber kommen, kurz: es gibt viel mehr Historiker als Stellen. Der Historiker hat zudem den Nachteil, daß er wenig praktisches leisten kann. Bei Archäologen ist die Stellensituation - abgesehen vom Lehramt - auch nicht besser, aber es kommt die Option "Grabungstätigkeit" hinzu. Was überhaupt in Frage kommt, ist v.a. auch von der Art des Abschlusses abhängig. Mit einem B.A. kannst du wenig reißen, selbst mit M.A. stehen die Chancen nicht sonderlich, auch Promotion und Habilitation stellen bei weitem nicht sicher, daß man eine Stelle bekommt.

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