welche bergarbeiter erkrankungen gab es früher (+ kleine erklärung) THX

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-- Auf alle Fälle = Pneumokoniosen Pneumokoniosen sind Lungenerkrankungen, die durch Inhalation von Stäuben mit anschließender Ablagerung in der Lunge und nachfolgender Gewebereaktion hervorgerufen werden.

-- Silikose und Mischstaubsilikose Die Silikose (Staublungenkrankheit) ist die wohl älteste Gewerbekrankheit; ihre Geschichte reicht weit ins Altertum zurück und ist eng mit der Entstehung und Entwicklung des Gesteins- und Kohlebergbaus verknüpft.

-- "Lungensucht", deren Symptome wir heute der Tuberkulose oder einer schweren Entzündung der oberen Atemwege zuordnen

-- Zu den Erkrankungen der Bergleute im 19. und im beginnenden 20. Jahrhundert gehörten vor allem Lungenleiden, wie Silikose, Tuberkulose, Emphysem oder Luftröhrenkatarrh, Haut- und Augenerkrankungen sowie rheumatische Krankheitsbilder. Als Berufskrankheit bei Bergleuten wurde auch die Ancylostomiasis angesehen. Die Krankheit kommt eigentlich in subtropischen und tropischen Gegenden der Welt vor und war im nördlichen Europa nur bei Ziegelei-, Berg- und Tunnelarbeitern zu finden.

Weitere Erklärungen und mehr = http://www.mevis-research.de/~hhj/Lunge/Pneumokoniosen.html

Dankeschön für das goldene Sternchen, habe mich echt gefreut!

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http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0603/001_untertage.jsp

Im 16. Jahrhundert beginnt der Hunger nach Kohle, denn die Holzvorräte werden knapp. Die ersten Kumpel gibt es im Ruhrgebiet. Anfangs arbeiten sie noch über Tage. Doch da ist die Kohle bald erschöpft. Dann graben die Bergleute Stollen und folgen der Kohle in den Berg. Und damit beginnt auch die Krankengeschichte der Kumpel. Georg Agricola (1530-1575) ist einer der ersten Ärzte für Bergleute und erforscht deren Krankheiten. Er stellt Schädigungen an Gliedern und Lungen fest und beklagt die Situation in den feuchten Bergwerken. Die feuchte Kälte schädigt die Muskeln. Vor allem im Alter bekommen die Bergleute steife Gelenke und haben Schwierigkeiten, sich zu bewegen. Aber es gibt noch mehr Gefahren. Der Staub, der bei der Grubenarbeit erzeugt und aufgewühlt wird, gelangt in die Luftröhre und in die Lunge der Bergleute und erzeugt Atembeschwerden und lebensbedrohliche Krankheiten (Silickose). Die allgemeine Lebenserwartung beträgt damals etwa 35 Jahre – aber die Bergleute sterben viel früher.

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