Welche Bereiche in Informatik verlangen einen Master Abschluss?

2 Antworten

Bei allem, was mit Forschung und Sicherheit zu tun hat, ist der Master Pflicht. Öffentlich getragene Forschungsinstitute (z. B. Max-Planck-Institute, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, etc.) können schon rein aus tarifrechtlichen Gründen keinen Bachelorabsolventen einstellen, weil sie überhaupt nicht wissen, wie sie diesen einstufen sollten.

Allgemein wird der Master allerdings sehr viel lieber gesehen, als der Bachelor. Der Bachelor wird von den meisten Unternehmen/Behörden als abgebrochenes Studium bzw. Vordiplom betrachtet, obwohl er ja formal einen ersten Studienabschluss darstellt und vom Umfang her auch mit dem ehemaligen FH-Diplom vergleichbar ist.

So gesehen kann man diese Frage auf zwei Arten beantworten: Formal setzen nur einige wenige Bereiche explizit einen Masterabschluss zwingend voraus, faktisch brauchst Du ihn aber im Grunde überall.

Dein Post fängt nachvollziehbar an, wird dann leider immer zweifelhafter und am Ende ist er definitiv inkorrekt. 

Deine Ausführungen im ersten Absatz klingen nachvollziehbar. Im zweiten wird es zweifelhaft ("Allgemein wird der Master allerdings sehr viel lieber gesehen"). Und im dritten dann falsch ("faktisch brauchst Du ihn aber im Grunde überall").

Mein Erklärungsansatz für deine Aussagen ist, dass du generell vom Master ausgehst, nicht von einem Informatik-Studium. Um genau das geht es hier ja aber. Ich kann es nicht belegen ohne jetzt eine Recherche zu starten, aber ich behaupte, die Mehrheit der Stellen für Informatiker steht auch Bachelor-Studenten offen. Es ist ja auch nicht unüblich, dass Stellen gar keine Studium voraussetzen.

In Zeiten eines (partiell) vorherrschenden Fachkräftemangels ist das auch sinnvoll. Dann finde doch erst mal passende Bewerber ohne Berücksichtigung des höchsten Bildungsabschlusses, und dann willst du die auch noch auf lediglich Master-Absolventen beschränken? Das klappt bestimmt für Firmen mit wohlklingenden Namen wie Audi, Siemens und dergleichen. Aber der typische Mittelständler wird sich so ein Vorgehen wohl zweimal überlegen.

Meiner persönlichen Erfahrung nach spielt es im Bereich Software-Entwicklung kaum eine Rolle, ob man den Bachelor oder den Master hat. Kann natürlich sein, ich lebe in meiner Bachelor-Filter-Bubble. Aber ich glaube die meisten wollen halt gute Software-Entwickler, nicht gute Studenten. Ich habe nach dem Bachelor nicht aufgehört weil ich zu blöd für den Master war, sondern weil ich endlich arbeiten wollte. Diese Einstellung könnte bei so manchem besser ankommen als "ich habe den Master gemacht weil ich hatte noch keine Lust auf in Vollzeit arbeiten" :'D

(Nur noch mal zu Klarstellung, deine Aussagen in Bezug auf Master und Forschung zweifle ich nicht an. Das dürfte aber nur einen recht kleinen Anteil der Informatiker betreffen, 10% oder so.)

1
@fluffiknuffi2

Deinen Kommentar kann ich wirklich nicht nachvollziehen.

Mit Informatik/Programmierung beschäftige ich mich schon "seit ich denken kann". Ich habe angefangen, zu "programmieren", bevor ich eingeschult wurde. (Kein Witz!) Ich habe mein Abitur gemacht und anschließend zunächst eine Berufsausbildung zum Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung durchlaufen und war eine Weile in diesem Bereich tätig. Mangelnde Praxiserfahrung kann man mir also wahrlich nicht vorhalten, zumal ich bereits als Schüler Nebenjobs in der Industrie hatte, viele davon im Bereich der IT. Ich habe allerdings recht schnell festgestellt, dass ich als Facharbeiter schnell an Grenzen stoße, meine eigenen Ansprüche höher liegen und habe daher ein Informatikstudium aufgenommen.

Nach dem Bachelor (den ich übrigens an einer ehemaligen Fachhochschule erworben und in dem ich bereits einen Schwerpunkt auf Sicherheit gelegt hatte) und einer Abschlussarbeit an einem renommierten externen Institut, die mit Bestnote bewertet wurde, bin ich zunächst in eine größere Stadt umgezogen, um meine beruflichen Chancen weiter zu verbessern. Anschließend habe ich versucht, mich auf einige interessante Stellen zu bewerben, in denen formal lediglich ein abgeschlossenes Hochschulstudium (teilweise sogar mit dem Zusatz "oder vergleichbare Qualifikation") gefordert, was ich als Bachelorabsolvent ja formal erfüllte. Dennoch habe ich Absagen erhalten, häufig war eine Begründung angegeben und immer lautete sie: "Mangelnde Qualifikation."

Sowohl mein Abschluss als Facharbeiter, als auch mein Bachelor, wiesen jeweils eine Durchschnittsnote von 1.x aus und hatten auch keinerlei nennenswerte "negative Ausreißer" dabei. Das Zeugnis meines Ausbildungsbetriebs war zudem hervorragend. (Und ja, mir ist bekannt, dass es eine "Zeugnissprache" gibt, aber mein Ausbildungsbetrieb war wirklich zufrieden mit mir und das wird in dem Zeugnis auch sehr deutlich.) Zudem konnte ich nicht nur durch meine Berufsausbildung und Tätigkeit als Facharbeiter, sondern auch durch zahlreiche Nebentätigkeiten, denen ich bereits als Schüler, später aber auch als Student nachgegangen bin, eine Menge an Praxiserfahrung nachweisen. Dazu kommen unentgeltliche Beteiligungen an Open-Source-Projekten, etc. Mangelndes Interesse am Fach kann man also auch nicht erkennen, im Gegenteil! Die Informatik ist genau mein Ding! (Was nicht heißt, dass mich nichts anderes interessiert. Ich habe breit gefächerte Interessen, aber gerade in diesem Bereich eben ein ziemliches "Talent", wenn man das so nennen mag. Ich habe sehr früh damit angefangen und es auch immer aktiv verfolgt.) Also eigentlich ein Bewerber, wie man ihn sich wünscht - zumindest fast. Das einzige, was ich nicht nachweisen konnte, ist nennenswerte Auslandserfahrung - bei der ich aber nicht davon ausgehe, dass sie ein "Ausschlusskriterium" ist, weil die vielen "fehlen" dürfte und daher wohl kaum als "harte Anforderung" vorausgesetzt wird, sondern eher einen Bonus darstellt, wenn ein Bewerber sie eben mitbringt - und eben den Masterabschluss. Ergo habe ich gefolgert, dass ich den wohl definitiv brauche und ein Masterstudium angeschlossen.

Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich nicht sehr lange versucht habe, eine Stelle zu finden, weil ich dann eben doch relativ bald den Entschluss gefasst hatte, das offenbar so begehrte Masterstudium aufzunehmen. Gut möglich, dass ich mit mehr Geduld letztlich doch noch eine passende Stelle gefunden hätte, aber das Risiko wollte ich in dem Moment nicht gehen. Ich wollte die Zeit nicht länger mit Jobben "brücken", weil ich davon letztlich weder finanziell noch hinsichtlich meines Lebenslaufs profitiert hätte - und es mir auch keinen Spaß gemacht hätte. Ich wollte wieder richtig gefordert werden und das Masterstudium war die Gelegenheit dazu.

Also die Informatik ist genau mein Fachgebiet und es ist genau mein Lebenslauf und meine eigene Erfahrung. Da kannst Du schlecht sagen, ich hätte keine Ahnung oder würde von falschen Dingen ausgehen oder von anderen Studiengängen auf den Informatik folgern. Es ist genau meine Branche und meine Erfahrung, also tut mir Leid, dass ich Dir da entschieden widersprechen muss.

0

Nun wirklich studieren muss man nur bei einigen Berufen, die das als Voraussetzung haben. Juristen und Ärzte wären da entsprechende Beispiele. Als jemand im IT-Bereich muss man generell nicht studieren. Je abstrakter das Ganze ist, desto eher werden aber entsprechende Abschlüsse bevorzugt. Gerade im Bereich Sicherheit und im Finanzwesen. Ansonsten liegt es am Unternehmen selbst.

Wieso sollte man Informatik studieren dann ?

1
@lolztsameem
  • Interesse was die Theorie angeht
  • Höhere Chance zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden
  • Höheres Einstiegsgehalt

oder weil man höhere Stellungen anpeilt. Die meisten Leute die studiert haben, streben nicht unbedingt an als "einfacher Softwareentwickler" tätig zu sein. Geht dann eher in Richtung Projektleitung usw.

Geht also mehr darum abstrakter und in Konzepten zu arbeiten. Das ist natürlich nicht zwingend so aber eben die Regel.

1

@lolztsameem Ich vermute was apachy sagen will ist: Auch wenn man nicht Informatik studiert hat kann man in der Informatik arbeiten.

Aber: Natürlich gibt es Stellen, für die ein Studium oder sogar explizit der Master als Voraussetzung gelten. Für solche Stellen ist es dann offensichtlich sinnvoll. Grundsätzlich sollten diese Stellen dann auch besser bezahlt sein (Faustregel - kein Gesetz!).

1

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass so einige studierte Informatiker durchaus einfach nur Software-Entwicklung anstreben. Wobei „einfacher Software-Entwickler“ auch gut gesprochen ist. Software-Entwicklung kann beliebig komplex werden. Einen „einfachen Programmierer“, der einfach nur stur Code runtertippt, den braucht kein Mensch. Meiner Erfahrung nach gibt es den nicht einmal. Auch ist es meiner Erfahrung nach auch eine Fehlannahme, dass die meisten studierten Informatiker sich überhaupt als technischer Projektleiter oder gar Entwicklungsleiter eignen. Ich kenne wirklich verdammt viele studierte Informatiker. Die wenigsten leiten wirklich hauptverantwortlich große Projekte oder sind in der Lage dazu.

Der „einfache Software-Entwickler“ ist meist ein studierter Informatiker und nicht selten ist er damit schon genug gefordert, weil es eben nicht unbedingt einfach ist. Da viele nur Akademiker einstellen macht es also auch da durchaus Sinn, wenn man studiert.

0
@Marbuel

Ich habe es bewusst in Anführungszeichen geschrieben und wollte damit ausdrücken, dass es für mich in keinster Weise eine niedrige oder leichte Tätigkeit wäre.

Wer die zusätzliche Zeit investiert und studiert, der tut das aber häufig, weil er Karriere im Blick hat und das geht in dem Bereich meist nur mit mehr Verantwortung.

Sicher qualifiziert einem das Studium nicht automatisch zum Projektleiter, genauso wie ein fehlendes Studium einen nicht disqualifiziert. Auch macht es einem nicht zu einem guten oder schlechten Entwickler.

Letztlich sagt das Studium nur eines aus, dass man studiert hat. Wir haben bei uns im Unternehmen alles von Leuten mit Ausbildung, IT-Studium, Quereinsteiger aus anderen Bereichen, Leute mit Bachelor oder Leute mit Doktortitel.

Am Ende hat jeder seine Stärken und Schwächen und mit der Vorbildung hat das alles meist reichlich wenig zutun. Ich für mein Teil hab z.B. an der Entwicklung Spaß.

Bin zwar mittlerweile auch ein wenig in der Projektleitung tätig aber ehrlich gesagt reizt es mich überhaupt nicht. Ist eher Politik und um den heißen Brei herum reden. Teilweise verschwendet man hierbei soviel Energie und Ressourcen, das ist Wahnsinn.

Vor allem wenn ein Projekt, in das mehre Firmen beteiligt sind nicht glatt läuft. Da probiert jeder die Fakten zu verdrehen, sich selbst gut darzustellen und die Schuld den anderem zuzuschieben. Das letzte Affentheater. Anstatt das man nüchtern mit den Fakten an den Tisch geht und klärt wer was zutun hat, damit selbst weniger Zeit verschwenden und vor allem den Kunden helfen.

Heißt für mich damit, dass ich mich aus dem Bereich eher zurückziehen werde. Muss man eben der Mensch für sein. Ob das nun an meinen fehlenden Studium liegt, wer weiß.

Rein von der Entwicklung sind bei uns die Leute mit IT-Studium interessanterweise die Schwächsten, bei einigen tut es sogar weh ihnen beim Umgang mit dem PC zuzuschauen. Aber hat eben jeder seine Stärken und Schwächen, das muss nicht die Allgemeinheit wiederspiegeln, ist nur das, was ich bei uns erlebe.

Das viele nur Akademiker einstellen ist glaube ich hauptsächlich in großen Firmen so. Im Mittelstand ist es durchaus möglich ohne Studium Fuß zu fassen. Aber auch hier gibt es in allen Bereichen sicher auch wieder Ausnahmen.

1

Kann jemand meine Bewerbung durchlesen und kommentieren?

Ich möchte mich als Fachinformatiker für Systemintegration Bewerben und möchte fragen ob jemand meine Bewerbung durchlesen und kommentieren kann. Danke schonmal im voraus :)

Sehr geehrter Herr Mustermann,

Ich habe mit großer Interesse ihr Ausbildungsangebot auf der Jobbörse gelesen. Ich möchte mich um eine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration im kommenden September bewerben.

Derzeit besuche ich die 10. Klasse der Musterschule in Musterstadt, die ich voraussichtlich im Juli 2018 mit mittlerer Reife abschließen werde. Ich möchte danach gerne die Ausbildung meines Wunschberufs erlernen.

Den Beruf Fachinformatiker für Systemintegration habe ich gewählt, da ich viel Interesse an IT-Systemen habe und somit mein Hobby mit dem Beruf verbinden kann. Ich habe bereits ein 1. Wöchiges Praktikum bei Bosch als Informatiker mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Seit 3 Jahren bin ich Mitglied der IT-AG meiner Schule, dadurch habe ich schon Erfahrung gesammelt und würde diese auch gerne fortbilden.

Ich bin teamfähig und kontaktfreudig. Mir macht das Lernen neuer IT-Technologien Spaß und liegt mir sehr. Ich Informiere mich regelmäßig über neue Technologien durch diverse YouTube Kanäle und Webseiten. Im Moment besitze ich noch keine Fahrerlaubnis.

Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Mustermann

...zur Frage

Bachelor in Elektrotechnik und den Master in Informatik!?

Gute Morgen zusammen,

mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage ob es schaffbar ist, dass man mit einem Bachelor in Elektrotechnik den Master in Praktischer Informatik macht.

Mein Verlangen nach E-Technik ist soweit bedient und bin auch mit den Kenntnissen soweit zufrieden. Mich interessiert jetzt der Bereich der Informatik, da ich auch gerne mal was Programmiere. Ich durfte in meinem E-Technik Studium bereits einige Creditpoints in den Grundlagen der Informatik sammeln und weiß auch, das mir dieses Thema liegt.

Ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass man den Master in E-Technik ohne den Bachelor in E-Technik zu haben, diesen Studiengang nur schwer bewältigen kann. Ich frage mich ob das auch anders rum gilt!? Ist es realistisch mit dem Master anzufangen?

Den Masterabschluss würde ich auch gerne dazu verwenden um mich beruflich zu steigern und das lieber früher als später, daher der direkte Sprung zum Master.

Würde mich freuen ein paar Meinungen zu hören :)

Gruß malkem

...zur Frage

Welchen Master nach Bachelor Informatik?

Ich studiere im moment Informatik - Game Engineering an einer Hochschule im schönen Bayern. Laut Hochschule ist der Studiengang der gleiche wie normale Informatik, doch haben wir viel mehr möglichkeiten nach dem Studium, da wir für die Spieleindustrie ausgebildet werden,

Nun ist meine Frage aber, welche verschiedenen Master ich nach einem Informatik Bachelor machen kann? Natürlich kann man den Master in Informatik dranhängen, aber sicher gibt es doch noch mehr Möglichkeiten?

...zur Frage

Was sind die Vorteile eines Bachelor Abschlusses gegenüber einem Master Abschluss?

Wenn man z.b. Lebensmitteltechnologie studieren möchte, wäre da ein Bachelor Abschluss genug um danach in Führungspositionen arbeiten zu können? Werden die Leute mit Master Abschluss besser bezahlt für evtl. die gleiche Arbeit? Kann man als Entwickler in der Lebensmittelindustrie auch ohne Master Abschluss arbeiten?

...zur Frage

Wie kann man ein Milliardenunternehmen aufbauen?

Mich würde mal Interessieren wie schafft man eigenentlich ein Milliarden Unternehmen aufzubauen wie Appl SpaceX Microsoft usw

Sehr viele fangen ja quasi von 0 an sieh Jobs , Gates oder auch Elon Musk die hatten ja am Anfang keine Milliarden von Dollers um sofort so ein Unternehmen aufzubauen dazu kommt ja noch die haten ja keine besondere Bildung außer Elon Musk Jobs Gates Zuckerberg usw haben ja Uni abgebrochen , deswegen frage ich mich wie konnten die dann ein Milliarden Unternehmen aufzuaben wenn Sie A nicht so viel Geld hatten und zweitens kein Hochschulabschluss wo man die Grundlagen wenigstens lernen kann ...

Wie kann ein Mensch ohne viel Geld und ohne Studium ein Milliarden Unternehmen aufzubauen....`????

Danke

...zur Frage

Lohnt sich als Informatik Bachelor of Science noch Master drauf zu legen?

wie schäzt ihr  die Aufstiegschancen von Bachelor und MAster im Informatikumfeld?

doktor oder forschung ist nicht geplant.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?