Welche Beleuchtungsstärke sollte ein Lichttherapiegerät haben, damit es bei Winterdepression hilft?

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5 Antworten

Hi,

Grundlagen zur Lichttherapie

Die Stärke einer Lichtquelle wird mit der SI-Basiseinheit Candela (cd) angegeben. Multipliziert man diese Lichtstärke mit dem Raumwinkel, der von der Lichtquelle bestrichen wird, und dividiert sie durch die Fläche, auf der das Licht eintrifft, erhält man die Beleuchtungsstärke mit der Einheit Lux (lx) – die physikalische Grösse, mit der man bei der Lichttherapie operiert. Die Beleuchtungsstärke hängt also nicht nur von der Stärke der Lichtquelle ab, sondern auch vom Abstand, den das beleuchtete Objekt zur Lichtquelle einnimmt. In einem Haus misst man eine durchschnittliche Beleuchtungsstärke von 100 lx, an gut beleuchteten Arbeitsplätzen 300 bis 500 lx. Im Freien hängt sie von Tageszeit, Wetter, Saison und geografischer Breite ab: einem verhangenen Wintertag beträgt sie ungefähr 2000 lx, einem sonnigen Sommertag bis 100'000 lx.

Bei der Lichttherapie liegt die empfohlene Beleuchtungsstärke zwischen 2500 und 10'000 lx. Meist wird eine Sitzung pro Tag verordnet; bei Bedarf können auch zwei Sitzungen durchgeführt werden. Die Dauer einer Sitzung bewegt sich in der Regel zwischen einer halben Stunde (bei 10'000 lx) und ein bis zwei Stunden (bei 2500 lx). Eine Möglichkeit natürlicher» Lichttherapie besteht darin, dass die Morgendämmerung simuliert wird («Dawn Simulation»): noch während die Betroffenen schlafen, wird ein Licht eingeschaltet und über ein bis zwei Stunden langsam heller gemacht, bis zur ungefähren Aufwachzeit die volle Lichtstärke erreicht ist.

Man vermutet, dass bei der Lichttherapie nicht alle Spektralfarben und auch nicht der UV-Anteil für die Wirkung nötig sind.(4) Üblicherweise wird breitspektrales Licht eingesetzt, das dem natürlichen Licht nahe kommt (z.B. weisse Leuchtstoffröhren, wobei das UV-Licht herausgefiltert wird). Als optimaler Zeitpunkt, um während des Tages eine Lichttherapie einzubauen, werden die Morgenstunden kurz nach dem Aufwachen genannt; die persönlichen Umstände sollen aber im Einzelfall mitentscheiden. Da die Wirkung der Lichttherapie allein über die Augen vermittelt wird, sollen sie offen gehalten werden, ohne dass direkt ins Licht geschaut wird – womit auch gleichzeitige Aktivitäten wie zum Beispiel Lesen möglich sind.(1,2)

wenn Du mehr wissen willst siehe Link

http://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=62

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"Nur" eine Tageslichtlampe (da sind spezielle Leuchtmittel drin!) wird nicht helfen. gesunde Ernährung und Bewegung an frischer Luft sind ebenfalls dringend erforderlich.

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Lichtduschen werden vermehrt gegen Winterdepression eingesetzt und empfohlen - die Beleuchtungsstärke im Freien macht im Sommer und Winter einen enormen Unterschied: an einem sonnigen Sommertag beträgt sie ab 50.000 Lux, an einem bewölkten Wintertag 3.000 bis 4.000 Lux. Die gängigen Lichtduschen haben 2.500 bis 10.000 Lux, ich würde nur zu denen mit 10.000 Lux greifen. Die Krankenkassen übernehmen übrigens in Einzelfallentscheidung ganz oder teilweise die Kosten. LG

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Es gibt sogenannte "Tageslichtlampen", die da helfen sollen, weil das Spektrum deren Lichts mit dem Tageslicht vergleichbar sein soll. So habe ich es zumindest in Erinnerung.

Aber die hier schon erwähnte Bewegung an der frischen Luft ist auch eine große Hilfe. Es muß gar nicht mal viel sein, vielleicht eine halbe Stunde radfahren alle 2 oder 3 Tage. Damit hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Und das vermehrte Schlafbedürfnis nicht unbedingt unterdrücken.

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aber doch nicht in unseren breitengraden.. da reicht es völlig aus, sich an der frischen luft zu bewegen.

in nordnorwegen könnte das von belang sein ok...

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Kommentar von Dea2010
06.10.2011, 07:44

Doch, auch in unserem Breitengrade! Vorhandene depressive Stimmungslagen können durch Lichtmangel verstärkt werden bis zur klinischen Depression!

Sei froh, wenn du nicht betroffen bist, und schau mal über deinen Tellerrand, bevor du so einen Müll absonderst.

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