Welche Befugnisse hat ein Nachlasspfleger

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Da kann nur die Einschaltung eines Rechtsanwaltes helfen. Die befugnisse eines Nachlassverwalters können -müssen aber nicht - sehr weitreichend sein. Nur ein Rechtsanwalt als ein Organ der Rechtspflege wird vollständige Akteneinsicht bekommen.

Die Witwe hat natürlich einen Anwalt eingeschaltet, bzw. schon den 2. Anwalt, weil der erste mit dieser großen Sache überfordert war...

Sogar der Anwalt wurde schon von der Nachlasspflegerin angelogen.

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meine frage wäre: warum wurde eine nachlasspflegerin beauftragt?? wenn doch eigentlich unter den angehörigen soweit alles klar ist und kein testament eröffnet werden musse?!

Die Tatsache dass kein Testament existiert war nicht beabsichtigt, der Mann starb sehr früh und schnell. Es existiert ein Testament, allerdings in Kanada und nach etlichen Überprüfungen durch Behörden steht fest, dass dieses in Deutschland nicht zulässig ist. lediglich für die Objekte in Kanada zählen diese Gesetze.

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Allgemeines [Bearbeiten]

Die Nachlasspflegschaft (§ 1960 BGB) ist eine durch das Nachlassgericht angeordnete Pflegschaft zur Sicherung des Nachlasses, insbesondere durch Bestellung eines Nachlasspflegers, die bis zur Annahme der Erbschaft oder bis zur Ermittlung eines unbekannten Erben erfolgen kann. Der Nachlasspfleger ist gesetzlicher Vertreter des bzw. der unbekannten Erben und hat u.a. die Aufgabe, diese/n zu ermitteln und die Nachlassangelegenheit abzuwickeln (Kontakt mit Nachlassgläubigern, Bezahlung der Bestattungskosten usw.), Beendigung und Abwicklung des Wohnraummietverhältnisses mit dem Erblasser[1].

Auch ein Nachlassgläubiger kann beim Nachlassgericht die Bestellung eines Nachlasspflegers beantragen (§ 1961 BGB). Bei einem bedürftigen Nachlass kann die Anordnung der Nachlasspflegschaft nicht davon abhängig gemacht werden, dass der antragstellende Gläubiger die Gerichtskosten vorschießt[2].

Der Nachlasspfleger ist zur Begleichung von Nachlassverbindlichkeiten berechtigt und gegebenenfalls verpflichtet, wenn so Schäden oder unnötige Prozesse und Kosten vermieden werden. Die Nachlasspflegschaft dient zwar grundsätzlich nicht der Befriedigung der Nachlassgläubiger, da sie zum Schutz der Erben angeordnet ist. Ist der Nachlasspfleger aber mit der Sicherung und Verwaltung des Nachlasses betraut, gehört es insbesondere zu seinen Pflichten, den Nachlass zu erhalten und zu verwalten sowie die Vermögensinteressen der künftig festzustellenden Erben wahrzunehmen. Welche Maßnahmen insoweit zweckmäßig sind, entscheidet der Nachlasspfleger nach pflichtgemäßem Ermessen [3]. In diesem Zusammenhang kann er aus Mitteln des Nachlasses und unter Berücksichtigung der beschränkten Erbenhaftung Verbindlichkeiten des Nachlasses erfüllen, wenn dies zur Erhaltung des Nachlasswertes geboten ist, denn er darf den Nachlass nicht der Gefahr eines aussichtslosen, mit Kosten verbundenen Rechtsstreits aussetzen. Dazu kann er auch Nachlassgegenstände veräußern[4]

Wenn der Erbe bekannt und nur sein Aufenthalt unbekannt ist, kommt es stattdessen zur Abwesenheitspflegschaft. Sobald der Erbe ermittelt ist, wird die Nachlasspflegschaft aufgehoben. Hierbei kommt es nicht auf eine absolut sichere Klärung der Erbfolge an, sondern es reicht aus, dass keine nennenswerten Zweifel an der Erbenstellung der ermittelten Person bestehen.

Der Nachlasspfleger wird bei beruflicher Pflegschaftsführung nach dem Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz (VBVG) vergütet, wobei nach § 1915 BGB Abweichungen gegenüber den dortigen Vergütungsstundensätzen möglich sind. Bei einer ehrenamtlichen Führung der Pflegschaft besteht nur Anspruch auf Aufwendungsersatz (§ 1835 BGB) Rechtsprechung zur Vergütung [Bearbeiten]

Für die Vergütung des Nachlasspflegers bei vermögendem Nachlass sind die Stundensätze im Grundsatz unabhängig von den Festlegungen des VBVG anhand der Kriterien des § 1836 Abs. 2 BGB zu bestimmen. Die festgelegten Sätze für die Vergütung der Betreuer können nur im Einzelfall als Anhaltspunkt und nur im Sinne von Mindestsätzen herangezogen werden, wenn sich die konkrete Nachlassabwicklung als einfach darstellt[5]. Die nach Ausbildungsgrad gestaffelten Stundensätze in § 3 I VBVG können auch eine taugliche Orientierungshilfe - Anhaltspunkt im Sinne von Mindestsätzen - für die Bemessung der Stundensätze bei der Vergütung eines berufsmäßigen Nachlasspflegers im Falle eines vermögenden Nachlasses darstellen. Sie können nach den für die Vergütung des Nachlasspflegers in § 1915 Abs. 1 Satz 2 BGB festgelegten Kriterien überschritten werden. Die Heranziehung einer auf dieser Grundlage von der Rechtsprechung entwickelten gestaffelten Tabelle, in der nutzbare Fachkenntnisse und Schwierigkeit der Aufgabe angemessen berücksichtigt sind, ist deshalb nicht zu beanstanden[6].

Der Beschluss über die Vergütung eines Nachlasspflegers ist zu begründen. Die Interessen der unbekannten Erben sind im Festsetzungsverfahren durch Bestellung eines Ergänzungspflegers zu wahren [7]

Die 15-monatige Ausschlussfrist (§ 2 VBVG) gilt auch für Erstattungsansprüche von Nachlasspflegern. [8]

Der Nachlasspfleger und der Erbe können die Vergütung des Nachlasspflegers nicht wirksam vereinbaren.
Der Einwand mangelhafter Amtsführung ist gegenüber der Festsetzung der Vergütung für den Nachlasspfleger durch das Nachlassgericht ausgeschlossen.

^^Soweit habe ich das bei Wikipedia auch herausgefunden. Jedoch erklärt das alles nicht warum diese Nachlass"pflegerin" mit den Objekten macht was sie will, OHNE RÜCKSPRACHE mit der Witwe zu halten. Außerdem, und das habe ich schon selbste miterlebt, legt die gute Frau Anwältin einfach den Hörer auf wenn ihr irgendetwas nicht gefällt. das ist sehr unprofessionell. Die Erbin hat natürlich einen Anwalt eingeschaltet und sogar diesen hat die Verwalterin schon eiskalt am Telefon angelogen. Aufgrund dieser Aktionen wurden bisher 4 Beschwerden bei dem zuständigen Gericht eingereicht. 3 vom Anwalt und 1 von einem Käufer eines Oldtimers, dessen Auto in der Garage des Verstorbenen stand. Dieses Auto hat die Nachlassverwalterin einfach zu der Erbmasse hinzugezählt ohne sicher zu sein. Das kann nicht rechtlich korrekt sein.

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