Welche Bedingungen sind für ein notariell beurkundetes Schuldanerkenntnis möglich?

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4 Antworten

Mal vom rein rechtlichen Aspekt abgesehen finde ich Dein Vorgehen absolut dreist und respektlos.

Du forderst von Deinem Ziehvater, also einem Mann, der nicht mal Dein leiblicher Vater ist, ein Schuldanerkenntnis auf ein Vermögen das er noch nicht einmal hat und vielleicht nie haben wird, nur um seinen leiblichen Sohn auszustechen. Das ist beiden gegenüber absolut skrupellos .. da verschlägt es einem die Sprache.

Übrigens kannst Du den leiblichen Sohn auf dem Wege nicht enterben. Das Pflichtteil steht ihm auf jeden Fall zu - es sei denn er lässt sich eine grobe Verfehlung gegen seinen Vater zu schulden kommen.

Als Dank dafür, dass dieser Mann Dich groß gezogen und ernährt hat lässt Du ihn jetzt ein Schuldanerkenntnis unterschrieben, damit er, wenn er mal zu Geld kommen sollte, auch gleich wieder alles an Dich abtritt. Wie gierig und gerissen kann man sein?

Alleine die Formulierung "ich brauche das für meinen Lebensweg"... klar, jeder würde sich mit ner Million auf dem Konto sicherer fühlen. Aber wie wäre es wenn du selber mal für irgendwas in Deinem Leben sorgst, zum Beispiel für die nötige Sicherheit?

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Kommentar von Silverprince
06.02.2015, 08:58

Danke für Deine schnelle Antwort. Der Vorschlag mit dem Schuldanerkenntnis kam von ihm, ich habe nichts in dieser Richtung initiiert. Es geht nicht darum, dass ich seinen leiblichen Sohn vom Erbe ausschließen will. Schuldanerkenntnis und Erbe (für den Fall des Todes meines Ziehvaters) sind zwei getrennte Sachen.

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Ist denn überhaupt sicher, daß dein Vater alles von seinem Bruder erhalten wird? Hat dieser keine eigenen Kinder bzw. sind außer deinem Vater noch andere Geschwister da? Um welche Größenordnung geht es eigentlich ungefähr (5-, 6- oder 7-stelliger Betrag etc.)?

Und woher weiß dein Vater, daß der Erbfall in einigen Jahren eintreten wird? Ist sein Bruder schon so alt oder schwer krank?

Wenn es wirklich sehr viel Geld ist, dann kann man auch über eine Schenkung oder ein zinsloses Darlehen zu Lebzeiten nachdenken. Bei einer Schenkung dürfen allerdings die Freibeträge nicht überschritten werden.

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Wozu so kompliziert, wenn's auch einfach geht?

Dein Ziehvater vermacht Dir sein (künftiges) Vermögen einfach in seinem Testament oder macht Dir, wenn sein Bruder stirbt, eine Schenkung.Sein leiblicher Sohn hat ohnehin Anspruch auf sein Pflichtteil, und sein Bruder lebt offensichtlich noch. Und da Du nicht der leibliche Sohn Deines Ziehvaters bist, fällt ohnehin Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer an.

Mir sieht die Konstruktion, die Du vorsiehst, eher etwas grenzwertig aus, in Richtung Sozialbetrug oder so....

Und Sicherheit für unseren Lebensweg, die brauchen wir doch alle. Meist regeln wir das durch Arbeit..... ;-)

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Mein Ziehvater erwartet in einigen Jahren ein grösseres Erbe.

Diese Erwartung ist genauso sicher wie die eines großen Lottogewinns. Oder, will er seinem Finanzglück etwa nachhelfen?

Stimmt das so?

Es stimmt dann, wenn man eine solche Vereinbarung abschließt.

Den allerwesentlichsten Teil der Sache teilst Du uns aber nicht mit: Was ist Deine Gegenleistung? Sollst Du auf vage Versprechungen hin etwa Kredit geben?

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