Welche Auswirkungen haben sexuelle Belästigung an Kindern später?

13 Antworten

Definitiv handeln!! Sonst wirst Du stillschweigend zum Mitwisser und -täter. Mit dem Hausarzt oder Kinderarzt von dem Mädchen sprechen. Beim Jugendamt melden, auch wenn die leider oft nur sagen: "Sammeln Sie Informationen und Beweise". Ich habe mit missbrauchten Kindern gearbeitet und musste schmerzliche Erfahrungen mit den Behörden machen. Bin aber froh, dass ich nicht locker gelassen habe. An dieses Thema wagt sich kaum einer dran und viele schauen weg und es ist wichtig solche Dinge aufzudecken. Das Problem ist, dass oft die Kinder ihre Aussagen vor Aussenstehenden nicht wiederholen aus Angst ihre Familie zu verlieren und Schuld zu sein. Und sei Deiner Nichte eine ganz verlässliche Tante! So weiss sie, dass sie nicht alleine ist. Und je nachdem schaut die Mutter eventuell sogar weg, weil sie es nicht wahrhaben will, dass ihr Mann und Sohn sowas tut! Also sei ganz arg für die Kleine da. Es zeigt ja dass sie Vertrauen zu DIr hat und nichts Schlimmeres, als wenn sie ignoriert wird und ihr keiner glaubt. Sie muss wissen und fühlen, dass das was da passiert nicht in Ordnung ist.

BITTE TU' ETWAS ! Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass man ein Leben lang darunter leidet. Habe seit meinem 8. Lebensjahr mit Unterbrechung mit Psychologen zu tun gehabt. Diesen Juni läuft meine Therapie aus (sie war sehr intensiv und ging über vier Jahre). Ich habe einen riesen Wut auf denjenigen, der mir das angetan hat und würde ihn am liebsten anzeigen. Ich habe leider viel zu spät gesprochen und dann glaubt einem keiner mehr ! Bitte sofort handeln ! Ich wünsche viel Kraft und Ausdauer. Liebe Grüße.

Sofort aus allen Rohren ballern ist wohl genauso Falsch wie weggucken. Beide Vorkomnisse können, mussen aber nicht den gleichen Ursprung haben. Leider reagieren Behörden oft unüberlegt Radikal, alleine schon weil das Personal für einfühlsame Nachforschungen fehlt. Wenn dann "losggeballert" wird sieht das Kind zunächst das die Familie auseinandergerissen, die Eltern ärger bekommen (Betroffene wissen sicher um diese Gedanken)und sie da irgendwie Schuld dranne sind. Ich würde auch, um das Vertrauensverhältnis so lange wie möglich zu erhalten, eine Familienberatung aufsuchen. Das Porzelan zerschlagen wird ist zu erwarten und das Sie zunächst die "Böse" sind auch. (Denn wenn man über etwas nicht Spricht, dann ist es auch nicht passiert!) Halten sie auf jeden Fall Kontakt zum Kind, als "nur" Verwandte haben sie zwar nicht viele Direkte Einflußmöglichkeiten aber sie können so feststellen wenn "es brennt" und dann doch die Kavalerie rufen. So oder so, es gibt wohl nur das "kleinere Übel" für ihre Nichte - im Zweifelsfall also Schule, Jugendamt, Polizei - und den Kopf einziehen. Ihre Nichte wird es ihnen vielleicht danken - obwohl sie nicht weiß was sie NICHT erleben musste. Noch ein Tipp: Beweise sind wichtig. Wenn auch nicht nett so kann man Gespräche mit der Nichte auch unbemerkt auf Video aufnehmen, Psychologen können aus Antworten mehr heraushören als Laien. Die mögliche Besttrafung wegen verbotener Filmaufnahmen würde ich in Kauf nehmen. Ausserdem funktionieren die Behörden bei Beweisvorlage besser als wenn Verwandte nur mutmassen und Verdächtigen. Viel Glück - und viel Kraft www.ferienfuerkinder.de

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