Welche Argumente sprechen für oder gegen den Kommunismus?

16 Antworten

Kommunismus kann auf staatlicher Ebene niemals funktionieren, da niemand bereit ist sein Eigentum mit Leuten, die er nicht kennt, zu teilen.

Dafür:

  • Die Macht liegt auch de facto beim Staat, als uns allen.
  • Die Freiheit der Menschen wird geschützt.
  • Die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht umgekehrt.
  • Niemand muss in Armut leben.
  • Die Menschen haben mehr Möglichkeiten, sich zu entfalten. Talente werden effizienter genutzt.
  • Der Fokus würde nicht mehr auf der Gewinnmaximierung liegen. Z.B. Mieten und Lebensmittel könnten günstiger werden. Wichtige Einrichtungen wie Spitäler etc. würden von einer höheren Qualität profitieren.
  • Durch weniger Konkurrenz wird Zusammenarbeit gefördert, was auch zu technologischem Fortschritt führen kann.
  • Die persönliche Finanzverwaltung könnte einfacher werden.
  • Die Arbeitsbedingungen und Löhne sind zwangsmässig angemessener.
  • ...

Dagegen:

  • Man kann nicht mehr so einfach finanziell reich werden.
  • Die jetzigen Wirtschaftsgrössen müssten einen grossen Machtverlust erleiden.
  • Es lastet weniger Druck auf dem Menschen.
  • Die Oberschicht muss den Wohlstand teilen.
  • Die Menschen müssten arbeiten, wenn sie können.
Woher ich das weiß:Beruf – Der Kapitalismus bringt in erster Linie Unfreiheit

"Die Freiheit der Menschen wird geschützt."

"Niemand muss in Armut leben."

"Die Menschen haben mehr Möglichkeiten, sich zu entfalten. Talente werden effizienter genutzt."

Das war bei keinem kommunistischen Staat der Fall.

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@Moltke66

Möglicherweise stützen sich die Argumente auf dem kommunistischen Manifest von Marx und Engels. Das heißt ja nicht, dass kommunistische Staaten die Ideen der beiden auch 1:1 umsetzen mussten.

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@Amtsschreck

Das Problem ist dass es sich nicht anders umsetzen lässt.

Ein Staat kann Menschen nur durch Zwang dazu bringen ihr Eigentum mit anderen zu teilen.

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@Moltke66

Dagegen sag ich auch nichts. Kommunismus ist, wenn Theorie auf Praxis trifft.

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@Moltke66
Das war bei keinem kommunistischen Staat der Fall.

Ja, und gleichzeitig bei allen. Das "Argument" ist damit so ziemlich wertlos.

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@Norjakeista

In welchem kommunistischen Staat gab es Freiheit?

Alle kommunistischen Staaten waren Diktaturen.

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@Moltke66

Das grundsätzliche Problem ist: Ob man von Null alle oder keinen nimmt, macht keinen Unterschied. Ob man sagt, in allen dieser Null kommunistischen Staaten gab es viel Freiheit oder ob man das Gegenteil behauptet, es kommt aufs gleiche raus...

Ich wage ausserdem zu bezweifeln, dass Kommunismus mit Diktatur vereinbar ist, ich kann nicht sehen, inwiefern das gehen soll.

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@Norjakeista

Es gab zwar nie kommunistische Staaten aber es gab viele die kommunistisch werden wollten und auf die beziehe ich mich.

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@Moltke66

Das mit dem "wollten" wage ich anzuzweifeln, denn es gab kaum Entwicklungen in diese Richtung. Des weiteren halte ich es für fragwürdig, gegen eine Sache zu argumentieren mit Staaten, die vorgaben, ebendiese Sache erreichen zu wollen. Denn nach dieser Logik könnte man auch mit Staaten wie der DDR oder der DR Kongo gegen die Demokratie argumentieren.

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@Norjakeista

Diese Staaten haben nachweislich nie versucht Demokratien zu sein.

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@Moltke66

Eben, ja, und somit haben sie sich dann ja auch nicht bemüht, kommunistisch zu sein. Sie, bzw. ihre Herrscher haben sich immer nur für ihre eigene Macht interessiert. Der Begriff "Kommunismus", den sie verwendet haben, hatte wohl einzig und allein die Funktion, die Unterstützung des Volkes nicht zu verlieren.

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Die Argumente "dafür" sind eher Wunschvorstellungen. Wenig realitätsnah.

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Hört sich mir eher nach Sozialismus an. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu anarchistisch geprägt.

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@Akaitori

Sozialismus kann ja heutzutage alles heissen...

Aber was genau meinst du denn?

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@Norjakeista

Meinem Verständnis nach ist der Kommunismus staatenlos, das heißt, es fehlt das staatliche Gewaltmonopol. Auch wenn der Staat von allen Bürgern gelenkt wird, existiert es immer noch, das macht in meinen Augen deine Vorstellung einer kommunistischen Utopie eher sozialistisch.

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@Akaitori

Ich denke, ich muss hier klar differenzieren: Mein Vorstellung von der Utopie wäre auch anarchistisch. Aber ich glaube, dass es möglich ist, Kommunismus in einem Staat aufzubauen mithilfe einer mehr als radikalen Demokratie. Das wäre dann auch in meinen Augen nicht ganz die Utopie, aber ehrlicherweise wohl in absehbarer Zukunft realistischer.

Und vom Begriff des Sozialismus will ich mich unter allen Umständen distanzieren.

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Dazu fällt mir ein alter Witz ein.

"Kapitalismus ist Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Im Kommunismus ist es genau umgekehrt."

Dagegen spricht, dass Geld/Güter von denen gestohlen werden, die es sich hart erarbeitet haben, und denen gegeben wird, die es selbst nicht hinkriegen. Das führt dazu, dass alle irgendwann gleich arm sind (s. Nordkorea). Die die viel produzieren und wirklich arbeiten sehen es irgendwann nicht mehr ein, weil denen ohnehin alles weggenommen wird und machen nichts mehr oder wandern aus. Die Faulen und Schmarotzer bleiben Faule und Schmarotzer.

Dafür spricht, dass wie geschrieben alle gleich arm sind und der Nachbar definitiv nicht mehr hat als man selbst.

Dagegen spricht, dass Geld/Güter von denen gestohlen werden, die es sich hart erarbeitet haben, und denen gegeben wird, die es selbst nicht hinkriegen.

Kapitalisten erwirtschaften ihren Reichtum buchstäblich durch die Arbeit anderer.

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"Das führt dazu, dass alle irgendwann gleich arm sind"

China beweist das Gegenteil.

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