Welche Anzeichen beim Kind gibt es für Mobbing in der Schule?

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13 Antworten

danke auch, dass das Warnzeichen sind. Irgendwie solltet ihr versuchen, an das Mädchen ran zu kommen und mit ihr zu sprechen. Sie braucht gewiss Hilfe. Und dann auch mit der Lehrkraft sprechen.Wie sind denn die Noten?

die arme..hört sich für mich stark nach schulproblem an. wahrscheinlich machen ihr es ihre mitschüler nicht gerade leicht. kinder können ziemlich grausam sein, die "stärksten" suchen sich immer jemanden aus den sie nach belieben rumschubsen können. augen und ohren offen halten, die mutter sollte am besten ein gespräch mit dem klassenlehrer aufsuchen,wenn ihre tochter ihr nichts erzählen möchte. das muss nämlich nicht sein

bin da ganz der Meinung von SCKarnickel - es sind Alarmzeichen.
Allerdings würde ich vielleicht gar nicht so sehr in der Schule nach der Ursache suchen (weil sie bis vor gar nicht so langer Zeit noch gerne in die Schule ging) - ich würde mir mal ihren Schulweg anschauen, mit wem kommt sie da zusammen, sind da vor dem Schultor ein paar Idioten?
Es wäre vielleicht auch der richtige Weg dem Mädchen versuchen Sicherheit zu geben indem man es z.B. begleitet (und in einem Karatekurs anmeldet). Mit ihr spricht und versucht herauszubekommen, was los ist - es kann sein, daß ihr gedroht wurde, wenn sie etwas verrät, dann kämen sie und würden ihrer Mutter etwas antun und sie deswegen lieber 'krank' spielt als etwas zu erzählen. Insofern wäre es vielleicht besser ihr eine neutrale Vertrauensperson zu präsentieren - vor allem aber jemand, dem sie zutraut, daß er etwas ändern kann ohne daß sie irgendwelche angedrohten Folgen zu tragen hat.
Mobbing kommt nicht vom Himmel runter (das ist schleichend), Kinder die gemobbt werden erzählen schon sehr lange vorher von Kleinigkeiten, die dann immer 'schlimmer' werden - der Füller ist kaputt oder sie mußten länger bleiben, weil jemand ihren Schulranzen ausgeleert hat. Meine Nichte hat sich nicht mehr getraut teure Ohrringe anzuziehen, weil sie Angst hatte, jemand würde sie ihr wegnehmen - als ich ihr einen neuen Füller gekauft habe, nahm sie extra einen unauffälligen, weil sie meinte, daß der die anderen nicht provozieren würde. Insofern und vor allem weil du geschrieben hast, daß sie bisher eigentlich gerne in die Schule ging, glaube ich nicht an mobbing - eher an 'Schutzgeld'-zahlung.

Wie kommst du ausgerechnet auf Mobbing? Aus deiner Schilderung kann ich nicht differenzieren, um welche Probleme in der Schule es gehen könnte. Zuerst würde ich nicht so dramatisieren und sachlich an die Sache heran gehen. Alles ist möglich und das einzige, was festzustehen scheint, ist, dass es etwas mit der Schule zu tun zu haben scheint. Zuerst gilt es das Vertrauen des Mädchen zurück zu gewinnen. Sie muss wissen, egal, worum es geht, die Eltern werden zu ihr halten. Deshalb würde ich zuallererst ihren Wunsch nicht zur Schule zu gehen, akzeptieren, wenn das möglich ist. Ein bisschen Abstand tut in solchen Fällen sehr gut. Das Kind ist eine gute Schülerin- eine Woche ohne Schule, wird ihr also nicht schaden. In dieser Zeit sollte möglichst eine weibliche (!) Person viel Zeit mit ihr verbringen, sie ablenken, etwas Schönes machen. Gemeinsame Erlebnisse schaffen eine Basis, auf der es sich auch leichter über Sorgen reden lässt. Sollte sich dann ergeben, dass es Probleme sind, die ihr nicht alleine klären könnt, geht der nächste Weg über den Klassenleiter oder die Sozialpädagogin der Schule. Vorher würde ich weder einen Mobbingverdacht, noch anderes äußern. Seid vorsichtig mit sowas. Kinder steigern sich schnell in irgendetwas rein. So könnte es zB sein, dass ihr Pausenbrot nicht mit dem anderer konkurrieren kann und sie sich deshalb zusätzlich Süßigkeiten kauft, oder dass jemand was gegen ihre Bekleidung gesagt hat oder dass tatsächlich jemand ihr das Taschengeld stiehlt und sie einen Verdacht hat.... und und und.... Meine wollte mal nicht zum Schwimmen, weil ihr Badeanzug kaputt war und sie es nicht sagen wollte. Sie wusste, dass der ganz neu und teuer war. An Tagen mit Schwimmunterricht ging es ihr tatsächlich immer total schlecht... Zuguterletzt: Kinder haben bei Problemen und Sorgen oft tatsächlich körperliche Beschwerden, sie tun nicht nur so- also ernst nehmen. Es sind echte Bauchschmerzen, auch wenn die Ursache nicht körperlicher Art ist.

Alle bisherigen Beiträge haben Recht: Das sind eindeutige Alarmzeichen. Dass die Mutter noch nicht bei der Klassenlehrkraft war, finde ich merkwürdig - das sollte doch bei Schulangst die erste Adresse sein, um Informationen zu erhalten. Ansonsten kann sie ja (wenn's zeitlich möglich ist) dem Kind mal auf dem Schulweg unauffällig folgen oder mal während der Hofpause vorbeigucken und schauen, was ihr Kind so treibt bzw. was mit ihm getrieben wird.

Das mit dem Taschengeld deutet sehr auf Erpressung - es sei denn, das Mädchen schwänzt gelegentlich und gibt in der Zeit Geld aus. Ich würde der Kleinen zunächst einfach keins mehr mitgeben - ein Kind braucht ja kein Geld in der Schule.

Wenn das Kind auch auf direkte Fragen keine Antwort gibt und die Lehrkräfte nichts wissen, kann evtl. eine Beratungsstelle helfen. Allerdings kommt's mir auch sehr bedenklich vor, wenn das Kind auf direkte Fragen nicht mal der Mutter vertraut und antwortet...

So wie du schreibst, hört es sich nicht nur nach Mobbing an, sondern auch nach gestörtem Vertrauen zu fast allen Menschen im Umfeld des Kindes. Das machte mich als Mutter am meisten nachdenklich.

Es ist ganz wichtig, dass sich die Eltern Klarheit über die Situation ihrer Tochter verschaffen: behutsam, liebevoll und sehr einfühlsam, ohne Vorwürfe für Nichtreden. Das ist schwer für Eltern, weil sie eigentlich enttäuscht und wütend sind. Wenn sich deine Freundin das nicht zutraut, kannst du vielleicht deine Hilfe anbieten oder mit ihr zu einer Beratungsstelle gehen, bevor sie das Vertauen ihrer Tochter ganz verliert.

Ich war selber Mobbingopfer in der Schule und muss dazu sage, dass man sich dafür schämt, da man sich selbst die Schuld gibt oder eine eigene Schuld zumindest nicht ausschließt. Dann wird noch durch das Mobbing selbst das Selbstbewusstsein gescgwaächt, deshalb traut man sich oft nicht mal seinen liebsten Menschen an. Es muss also keine gestörtes Vertrauensverhältnis vorliegen!!!

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@Kubique86

Genau das ist die Störung, dass du dich nicht getraut hast, deine Mutter ins Vertrauen zu ziehen. Diese soziale Isolation ist das Schlimmste überhaupt an dieser Situation. Gut, dass du heute darüber sprechen kannst. Da gehört viel Mut zu! Meine Hochachtung hast du!

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Ich denke die ersten Anzeichen für Mobbing ist dass man keine Freude hat bzw findet.(Da die kleine erst 8 frage ich mich ob Sie Freunde hat) Mehr kann ich dazu auch nicht sagen

Auch Leute die Freunde haben, können von anderen gemobbt werden. Meist trauen sich die Freunde nicht einzugreifen, da sie dann selbst Zielscheibe würden. Ist zwar doof, aber iwie verständlich!

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Ich halte es schon für auffällig. Hat die Mutter schon einmal mit dem Klassenlehrer gesprochen? Vielleicht bekommt sie ihre Tochter in eine Beratungsstelle. Sie muss einfach wissen und immer wieder gesagt bekommen, dass man ihr am besten helfen kann, wenn sie erzählt was los ist.

Das reicht doch schon für ein Gespräch mit dem Klassenlehrer. Schick das Kind in den Karatekurs. wahrscheinlich wird sie erpresst. Und Selbstbewusstsein fehlt ihr auch.

Das deutet extrem auf Mobbing oder Erpressung hin. Schnellstens mit der Lehrerin Kontakt aufnehmen.

auch ich würd der sache dringend auf den grund gehen. sie hat auf jeden fall gründe! und sie braucht hilfe und vielleicht sogar schutz. deine freundin sollte nicht ruhen bis sie weiss was los ist. dass die tochter nichts sagen will, ist kein gutes zeichen...

deine freundin sollte sich mal mit der lehrerin unterhalten

da würden bei mir die alarmglocken angehen

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