Welche Ansprüche habe ich bei Verletzung meiner Urheberrechte?

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16 Antworten

Nun gut, scheinbar kann ich keine Webseite (darf ich das Wort noch benutzen?) und keine Suchmaschine namentlich erwahnen, ohne dass der Text verschwindet.

Meine Fragen sind endlich beantwortet worden, und zwar auf einer Seite, die man ueber die meistbenutzte Suchmaschine mit der Suche "Ungenehmigte Theateraufführung" finden kann.

Neues aus Schilda: das Theater hat meine eingeschriebene Verguetungsforderung an die zustaendige Lehrerin weitergeleitet, die sich vorher nach eigenen Angaben weder an den Inhalt des Stuecks noch an Autoren oder Verlag erinnern konnte und alle Unterlagen vernichtet hat.

Ploetzlich aber erinnerte sie sich, dass es sich allen Zeitungsartikeln zum Trotz gar nicht um das Stueck "Aufstand der Legehennen" (wie in den Zeitungsartikeln berichtet), sondern um "Als die Hühner den Stall verließen" von einem Herrn Kaemmerer gehandelt hat.

Ich bin ziemlich schockiert über die Kleinlichkeit, mit der Du hier auf der Erde weilst! Du redest nicht von einem internationalen Kinoerfolg, bei dem es um Millionen geht, sondern um eine Schule im Jahr 2005. Du solltest Besseres mit Deinem Leben anzufangen wissen. Ein Leben auf dieser Erde ist eine begrenzte, kostbare Zeit. Freue Dich lieber, dass Dein Gedicht irgendjemanden zu irgendetwas inspiriert hat. Menschen zu bewegen ist das Beste, was ein Dichter erreichen kann.

FrankLLudwig 14.01.2010, 20:44

Es geht ja nicht darum, dass ich glaube, dass sich jemand bereichert hat. Eine hoefliche Anfrage, und ich haette meine Einwilligung gegeben. Vermutlich waere ich sogar angereist, um es mir anzusehen.

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yprada 14.01.2010, 20:48
@FrankLLudwig

Du hast das Kompliment erhalten, dass Dein Werk gesehen wurde und für so eindrucksvoll erachtet wurde, dass jemand sich die ganze Mühe gemacht hat, es zu einem Theaterstück zu gestalten. Jeder Gedanke auf dieser Erde ist bereit tausende Male gedacht worden- falls es überhaupt auf Deinem Gedicht basiert. Sei damit zufrieden. Demut scheint eine ausgestorbene Eigenschaft zu sein...

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Nachschlag: die Schule ist jetzt mit mir in Kontakt getreten, und die zustaendige Lehrerin gibt an, sie habe das Stueck von einem Theaterverlag gekauft. Sie koenne sich allerdings weder an den Inhalt des Stuecks noch an den Verlag erinnern.

Das Friedrich-Wolf-Theater habe ich vor zwei Wochen per Eischreiben kontaktiert, werde aber weiter ignoriert.

Immerhin weiss ich jetzt, dass es sich um etwa 40 zahlende Zuschauer gehandelt hat.

Vergewissere dich erst, in wieweit die Theateraufführung etwas mit deinem Gedicht zu tun hat.
Aber selbst wenn sie das Theaterstück auf deinem Gedicht aufgebaut hätten, ist so ein Prozess schwierig und zeitaufwändig. Das was du ev. als Entschädigung bekommen wirst, deckt nicht mal deinen Nervenverbrauch. (Es sei denn, die hätten mit der Aufführung Millionen verdient..)

Besitzt du genug Geld für einen Anwalt und außerdem kannst du diese "Art" von Urheberrechtsverletzung doch sowieso nicht rückgangig machen?

der theaterverlag ist doch wohl der schuldige, wenn er eine vorlage widerrechtlich nutzt verändert und weiterverkauft...! ODER?

Beim Urheberrecht handelt sich immer um Landgerichtsverfahren. Es gilt dort Anwaltszwang. Suchen sie einen Anwalt auf. Nicht alleine etwas versuchen......

(Da meine Texte hier leer erscheinen, versuche ich es jetzt ausgeloggt.)

Frank L. Ludwig

Ich habe mich jetzt entschlossen, einer Verwertungsgemeinschaft (wie der Verwertungsgesellschaft Wort) beizutreten. Die werden meine Rechte wahrnehmen, ohne im Voraus Geld zu verlangen.

FrankLLudwig 18.01.2010, 15:59

Nun gut, Verwertungsgemeinschaften duerfen also keine Rechtsvertretung uebernehmen. Jetzt habe ich beim Schriftstellerverband angefragt.

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Achtung - bei Aufführungen von Schulen gibt es Sonderrechte, da es sich dabei meist um Interne Aufführungen handelt.

Ausserdem würde ich mich da nicht so kleinlich anstellen - bei einer Schule gäbe es doch so oder so nicht viel Einnahmen, un die Du jetzt "betrogen" wurdest.

Bei einer Aufführung eines professionellen grossen Theaters wäre es m.E. sehr berechtigt, rechtliche Schritte einzuleiten falls es wirklich Deinem Werk zu Grunde liegt - aber doch nicht bei einer Schulaufführung.....

FrankLLudwig 14.01.2010, 20:52

Ob es eine Schulauffuehrung war, ist ja nicht gesagt. Das Stueck wurde von einer Klasse inszeniert, koennte aber vor zahlendem Publikum aufgefuehert worden sein (immerhin hat die Auffuehrung in einem Theaterhaus stattgefunden).

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RolfHoegemann 14.01.2010, 21:07
@FrankLLudwig

Das es in einem Theaterhaus aufgeführt wurde hat nichts zu sagen - hier in Stuttgart stellen auch Theater ihre Bühnen für Schulen zur Verfügung.

Weisst Du, wieviele Vorstellungen es gab? Bist Du sicher, ob es wirklich nach Deiner Textvorlage geschrieben wurde? Ich würde mich erstmal darüber informieren - und trotzdem, wenn es auch ein Schulprojekt mit Profihilfe war - Bei Schulprojekten wäre ich (bzw. bin ich auch)gosszügig - ich habe auch schon viele Stücke und Texte geschrieben, die noch oft zur Aufführung kommen und ich nichts dafür bekomme - sooooo schlimm ist das auch nicht.

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FrankLLudwig 14.01.2010, 21:29
@RolfHoegemann

Nenn mich eitel, aber wenn etwas von mir vorgetragen (oder vorgefuehrt)wird, moechte ich meinen Namen dabei haben - und das ist hier hoechstwahrscheinlich nicht der Fall gewesen. (Falls dies geschehen sein sollte, waere die Sache fuer mich erledigt, obwohl ich ueber die fehlende Einwilligung noch sehr sauer waere.)

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FrankLLudwig 14.01.2010, 21:36
@RolfHoegemann

Ach ja, und die Zeitungsartikel (durch die ich erst darauf gestossen bin) kann man auf http://www.google.ie/#q=%22aufstand+der+legehennen%22+site:moz.de&hl=en&safe=off&num=100&newwindow=1&filter=0&fp=ef9dfd682960e93f finden.

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FrankLLudwig 14.01.2010, 22:27
@FrankLLudwig

Ausserdem war die Auffuehrung Bestandteil der Theaterwoche, also durchaus eine oeffentliche Angelegenheit.

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RolfHoegemann 14.01.2010, 22:33
@FrankLLudwig

Ich habe die Zeitungsartikel mal durchgeschaut - so wie es sich liest wurde das Stück einmal schulintern in deren Turnhalle gespielt und einmal zum Abschluss der Theaterwochen in dem (Profi) Theater: Erfahrungsgemäss sind zu dieser Art Theaterwochen (egal in welcher Stadt) viele Schulaufführungen auch in "öffentlichen" Häusern - dort aber auch nur einmal. Und in den Artikeln stand ja auch, das diese Theaterwochen nicht gut vom Publikum angenommen wurden.... Also auch nicht viel Publikum da war. Für solche Theaterwochen gelten auch die "rechtlichen" Abmachungen für normales Schultheater - das kenne ich von diesbezüglichen Projekten, bei denen ich mitgewirkt habe.

Hast Du denn schon mal die Schule kontaktiert, deren Theatergruppe die Aufführenden waren? Die würde Dir eher Auskunft über die Stückvorlage geben als die Theaterleitunug des öffentlichen Hauses - eventuell ist ja ein Theaterprogramm erstellt worden (Schulaufführungen machen das ja sehr häufig) und eventuell ist da die Quelle genannt - vielleicht sogar Dein Name....

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FrankLLudwig 14.01.2010, 22:39
@RolfHoegemann

Die Schule habe ich als erstes angeschrieben, aber keine Antwort erhalten. Die MOZ-Redaktion hat meine Email an ihre Eisenhuettenstaedter Kollegen weitergeleitet, hoffentlich erinnert man sich dort.

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(Meine Kommentare als FrankLLudwig werden hier scheinbar nicht mehr angezeigt, jetzt versuche ich es so.)

Es waere natuerlich hilfreich, wenn auch mal jemand eine der Fragen beantworten koennte...

(Webadressen scheinen gar nicht mehr zu gehen.)

Ich habe jetzt herausgefunden, dass das Theater mit haftbar ist, da es fuer die Zahlung meiner Verguetung verantwortlich war (§52 Urheberrechtsgesetz).

Damit ist wenigstens eine meiner Fragen beantwortet.

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