Welche Angst verbirgt sich dahinter? Oder falsche Wahrnehmung?

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3 Antworten

Das Gefühl "Stolz"...
ich würde sagen, dass es auch sehr auf die Wort-Interpretation ankommt.
Ich sehe "Stolz sein" (wenn es nicht gerade krankhaft ist), als eine innere Zufriedenheit. Die ohne Zutun anderer Menschen erlangt wird. Einfach nur Zufriedenheit.
Das heißt konkret bei Deinem Beispiel: Wenn *ich* jemanden nach Hause fahren würde und er/sie mit 10 Euro geben tät. Dann nehme ich es nicht an, weil ich gar keine Gegenleistung erwartet / verlangt habe. Ich habe ihn/sie nach Hause gefahren, weil vielleicht der Weg sowieso auf meinem Weg gelegen hat. Oder weil ich es freiwillig tat. Aus meiner Intention heraus. Vielleicht, weil ich auch weiß, dass er/sie weniger Geld hat. Oder weil ich andersweitig nicht auf sein/ihr Geld angewiesen bin. Mit "Stolz" hat dann diese Begründungen eher weniger zu tun.
Natürlich kannst Du nun einige andere Beispiele finden. Aber ich denke, dass Du unterscheiden solltest, wie Du "Stolz" definieren magst.
Ein Beispiel:
"Ich bin stolz auf mich, weil ich etwas geschafft habe, was ich zuvor nicht für möglich gehalten habe."
Diese Art von "Stolz" hat vielleicht gar keine äußere Bühne. Das heißt, ich bin die einzige Person, die involviert ist. Für andere ist diese Leistung, für die ich stolz bin, vielleicht auch total selbstverständlich. Oder sogar "schlecht gelöst". Oder was auch immer. Weil mir andere Dinge wichtiger gewesen sind. Trotzdem bin ich stolz, weil ich zufrieden bin mit meiner Leistung. Ganz gleichgültig, wie andere sie bewerten.
Die einzige Angst, die vorausgegangen ist war: ich habe die Befürchtung gehabt, dass ich dies nicht schaffe. Ja... dann ist eine Angst oder eher eine Befürchtung vorausgegangen. Die aber ohne Zusammenspiel eines anderen Menschen auftritt.
Dein Beispiel würde ich eher der "Selbstwertecke" zuordnen. Also Deinen Gedankengang.

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p>Der andere bietet sein Geld ja nicht an, um mit seinem Reichtum zu protzen, sondern um eine Anerkennung für deine Fahrt zu zeigen. Und wenn das du das nicht annimmst, dann macht ihn das keinen Deut glücklicher. Das täte es nur, wenn er aus routinemässigem Anstand Geld geboten hätte, immer mit dem Hintergedanken "Besser wär, wenn er es nicht nähme, ich kann es selber gut gebrauchen". Menschen, die aus echter Motivation Geld geben, wollen selber Gutes tun. Aber du lehnst es ab, weil du selber der "bessere" Gute sein willst. Dein Gutsein ist ebenfalls egoistisch. Geld annehmen ist überhaupt kein Problem, aber wenn man daraus gewinnträchtige Routine macht, dann wird es zum Problem. Es kommt immer darauf an, wann - wo - wie oft und warum.

Übrigens: An sich arbeiten benutzt man immer Sinne einer ständigen Korrektur, weil man seine eigenen Handlungsweisen besser versteht. Du willst sie wahrscheinlich weniger verstehen als eher perfektionieren.

ShahReza 21.05.2015, 22:42

Ja aber das mit dem Geld war nur ein Bsp. Frei erfunden. Meine eigentliche Frage hast du nicht beantwortet.( Welche Angst verbirgt sich dahinter?) Ja schon, man lernt sich selbst zu verstehen, aber auch gute Verhaltensmuster zu installieren und schlechte zu verbessern. Trotzdem danke erstmal. Das mit dem Perfektionismus stimmt teilweise, aber ich finde man auch Dinge ändern und nicht nur beobachten. Wäre schön wenn du mir weiterhelfen solltest.

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alchemist2 21.05.2015, 22:46
@ShahReza

Wenn dein Beispiel erfunden ist, erklärt das, warum ich den Zusammenhang nicht wirklich verstanden habe. Wär schön, wenn du ein echtes Beispiel liefern könntest. Welche Angst verbirgt sich WO hinter? Hinter dem Drang, ständig Gutes zu tun / tun zu müssen?

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ShahReza 21.05.2015, 22:43

Könntest*

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ShahReza 21.05.2015, 22:48

Oder meinst du ich bin mit dem falschen Ziel herangegangen? Ein guter Mensch zu sein... So gut es geht.Falsche Herangehensweise.. Oh man du hast mir gerade ein wenig die Augen geöffnet... Viel zum Nachdenken

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alchemist2 21.05.2015, 22:55
@ShahReza

Ein guter Mensch zu sein... So gut es geht.

Genau das ist der Punkt: "so gut es geht". Soo gut geht es ja nicht immer, und je nach Erziehung haben es Leute nicht gelernt, sich immer gut zu verhalten. Manchmal legen sie auch gar keinen Wert drauf. - Die Angst dahinter ist eine nie aufhörende Sucht nach Wertschätzung und Anerkennung, sowie die Furcht vor dem, wie es uns ginge, wenn wir mal das täten, was wir WIRKLICH wollen und denken. Das ist meist nicht so gut, extrem eigennützig und manchmal sogar abgrundtief böse. Diese Abgründe sind es, die uns Angst machen. Auch wenn wir sie meist nicht kennen, aber wir erahnen sie.

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ShahReza 21.05.2015, 22:49

Das mit dem Stolz auf gutes Leisten war ein echtes Bsp

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ShahReza 21.05.2015, 22:50

Genau. Welche Angst verbirgt sich dahinter ständig gutes tun so wollen... Das klingt so abstrus

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ShahReza 22.05.2015, 06:34

Ok. Aber wenn ich darüber nachdenke war Wertschätzung vlt mal früher ein Grund, aber heute sind es neine Prioritäten und solange kein sehr gutes Argument dagegen kommt kann da niemand dran rütteln. Um nicht zu tun was wir wirklich wollen haben wie ja unseren gesunden Menschenverstand. Wenn ich jmd vor Wut umbringen wolle mach ich das ja auch nicht. Aus moralischen Gründen und daraus entstehenden Folgen. Danke dass du die Zeit nimmst.

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Ein stolzer Mensch wird irgentwas sehr gedemütigt werden .Gott sagt dem hochmütig widerfährt  er aber dem demütigen  schenkt er Gnade .stolz ust nicht gut und macht krank.es ist schön das du anderen menschen hilfst so sieht man das du ein liebevoller Mensch bist.weiter so!

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