Welche anatomische Funktion haben die Herzohren?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,oid,40859/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/mcat_id,7821/local_lang,1

Die Lösung: Per Katheter setzen die Mediziner einen kleinen Schirm vor das linke sogenannte Herzohr. So wird – ganz ohne Medikamente – die Entstehung von gefährlichen Blutgerinnseln verhindert.

„Vorhofflimmern ist die häufigste Form einer Herzrhythmusstörung. Rund 80.000 erwachsene Patienten sind davon jährlich allein in Deutschland betroffen. Für uns gehört dieses Krankheitsbild somit zum klinischen Alltag, der uns auch gelehrt hat, dass Vorhofflimmern ein fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko bedeuten kann“, unterstreicht Professor Wolfgang Rottbauer.

Wie sieht die Standardtherapie aus? „Die Erkrankung kann zu gefährlichen Blutgerinnseln führen, deshalb bekommen Betroffene normalerweise ein blutverdünnendes Medikament. So kann einem möglicherweise lebensbedrohlichen Gefäßverschluss entgegengewirkt werden“, sagt er.

Was aber, wenn diese Standardtherapie nicht angewendet werden kann, weil das blutverdünnende Medikament nicht vertragen wird, also ernsthafte Nebenwirkungen auftreten? „In einem solchen Fall mussten in der Vergangenheit insbesondere ältere Patienten ständig mit dem Damoklesschwert eines Schlaganfalls bzw. Herzinfarkts leben“, erläutert Professor Jochen Wöhrle die für beide Seiten unbefriedigende Situation. Jüngere Betroffene seien von diesem Dilemma weniger häufig betroffen, denn diese vertrügen Blutverdünner in aller Regel besser.

Anatomisch gesehen verfügt das Herz über ein linkes und ein rechtes Herzohr. Dabei handelt es sich um kleine Ausstülpungen an den Vorhöfen dieses Organs. „Wenn das Herz flimmert, kann das Blut in den Vorhöfen nicht mehr optimal fließen – es verklumpt. Diese Verklumpungen entstehen bevorzugt im linken Herzohr und bilden die schon beschriebenen Gerinnsel, die dann über die Blutbahn prinzipiell in alle Körperregionen getragen werden können. Landet eines im Gehirn, kann es zum Schlaganfall kommen“, verdeutlicht Wöhrle.

„Vor diesem Hintergrund bieten wir seit einigen Monaten eine im Prinzip naheliegende Lösung an, mit der wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben“, ergänzt Rottbauer. „Als erste Klinik in Ulm und der Region verschließen wir im Katheterverfahren das linke Herzohr mittels eines kleinen Schirms, der aus Nickel und Titan besteht. In der Folge verhindert diese Abdichtung die Ansammlung von Gerinnseln in der Ausstülpung. Studien haben ergeben, dass etwa 90 Prozent aller Gerinnsel im linken Herzohr entstehen.“

Das Fazit der beiden Mediziner: Die mechanische Abdichtung des linken Herzohres senkt das Schlaganfallrisiko deutlich. Davon profitieren insbesondere Betroffene, die ein blutverdünnendes Medikament nicht vertragen. Der Eingriff bietet somit eine wichtige Option, der zudem von der Krankenkasse übernommen wird.

Zu der von dir schon erwähnten systemischen Wirkung (Regulation des Blutvolumens & Blutdruck) haben ANP & BNP noch lokaleFunktionen (antihypertrophischeund antifibrotische Wirkung im ♥). Beide Herzohren füllen auch die von den großen Gefäßen und der Herzbasis gebildeten Nischen aus. Die Grenze zwischen rechter & linker Kammer bildet dann der Sulcus interventricularis anterior, der schneidet etwas rechts von der Herzspitze ein.

Das ist etwas , was man bis heute nicht weiß., soviel ich weiß. So könnte Deine Vermutung zutreffen oder auch nicht. Eigentlich macht die Natur nichts ohne Sinn. Die Diskussion ist offen. Medizinisch beherrscht allerdings vor allem das linke Herzohr die Debatte als Entstehungsort kleinster Blutgerinsel, die dann über die Aorta nach oben in den Kopf gepumpt werden und Schlaganfälle auslösen.

Was möchtest Du wissen?