Welche Alternativen gibt es zur 1,2,3 Zählmethode bei Kindererziehung?

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13 Antworten

Der Erwachsene kann sich ja mal überlegen, welchen Anteil er am "unerwünschten Verhalten" des Kindes hat.

In den allermeisten Fällen REagieren Kinder auf das grenzüberschreitende Verhalten der Eltern (bzw. anderer Erwachsenen).

Ein konkretes Beispiel fände ich hilfreich.

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Das Zählen ist meiner Meinung nach eigentlich keine gute Methode. Es bringt nur kurzfristige Erfolge.

Ich finde es immer wichtig dem Kind seine Anliegen in einer Ich Botschaft zu vermitteln. Auch sollte die Konsequenz klar vermittelt werden. Und dann natürlich auch bei nicht Einhaltung muss die Konsequenz erfolgen. 

Auch muss dem Kind erklärt werden, warum du alsElternteil etwas möchtest. 

Ich arbeite mit dieser klaren Struktur seit vielen Jahren erfolgreich in der Kita.

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Dem Kind einfach die Konsequenz sagen was passieren wird, wenn es nicht "folgt". Wobei die Konsequenz logisch sein muss.

Mal ein paar Beispiele: Je nach Alter des Kindes bis dann und dann räumst du bitte dein Zimmer auf. Sonst mache ich es. Aber dann sind die Sachen die rumfliegen bis.... weg.

Zieh dich bitte an wir wollen in..... Minuten los. Sonst musst du so fahren wie du bist. (Außerst wirkunsvoll wenn Kind dann im Schlafanzug im Kiga landet.

Bitte iss auf sonst kannst du keinen Nachttisch haben.

Setzt dich bitte wieder an den Tisch sonst ist der Teller weg. Hunger scheinst du ja keinen mehr zu haben. (Allerdings gibt es dann wirklich nichts mehr, vor allem keine "Naschis" Und das bis zur nächsten offiziellen Mahlzeit.

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Bei uns lief eine Zeit lang fast alles über "Erpressung".
"Wenn du es nicht aufräumst, können wir nicht rausgehen", "Wenn du nichtmal probierst, gibt es auch keinen Süßkram", "Wenn du es wirfst, nehme ich es dir weg"...

Das muss dann allerdings auch umgesetzt werden. Bei uns gab es zum Beispiel Nichts wieder, was weggenommen wurde. Ich kündige es höchstens zwei-dreimal an, dann ist es weg und kann am nächsten Tag wieder bespielt werden.

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Z.B. beim Zimmeraufräumen:

Sage: "Komm, wir räumen schnell dein Zimmer auf, damit du wieder Purzelbäume schlagen kannst!"

Wenn ein paar Fleckchen auf dem Boden frei geräumt sind: "Jetzt können wir wieder laufen wie ein Storch" und macht ganz lange Schritte durch das Zimmer.

Wenn etwas mehr freigeräumt ist: "Jetzt können wir Haken schlagen, wie der Hase".

Wenn alles aufgeräumt ist: Jetzt können wir wieder Purzelbäume schlagen!"

Kinder können noch nicht alleine ihr Zimmer aufräumen, sie müssen es mit Erwachsenen zusammen tun, damit sie es lernen.

Bei anderen unerwünschten Verhaltensweisen, lasse dir etwas Ähnliches einfallen.

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Versuch dem Kind Optionen zu geben. Wenn du möchtest das es das Zimmer aufräumt dann fragst du ob es lieber ganz schnell alles wegräumt oder alles schön organisiert. Natürlich kann sowas nicht immer klappen aber indem du ihm/ihr die Entscheidung lässt fühlt es sich nicht befohlen etwas zu machen. 

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Kommentar von murasaki2011
17.08.2016, 08:18

fragen ob es das Zimmer aufräumt? Antwort kann ich dir sagen: Nein! So fange ich zwar auch an, aber das klappt halt nicht immer. Und es sind ja gerade die brenzligen Situationen wo man etwas funktionierendes braucht.

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In dem man als Erwachsener das Verhalten vorlebt, was man sich vom Nachwuchs erhofft.

Gruß Matti

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Was ist das denn für ein Blödsinn? Bedrohung als Erziehungs"methode"? Was soll dabei herauskommen?

Kinder möchten vor allem anderen geliebt werden und die Anerkennung ihrer Eltern. Wenn man damit taktisch klug umgeht, muss man sein Kind nicht bedrohen, um seine Interessen in vernünftige Bahnen zu lenken.



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Kommentar von DerWeisseHelm
17.08.2016, 11:21

Vielleicht ein konkretes Beispiel ? 

Was machst du denn wenn dein Kind im beim Restaurantbesuch nicht auf seinem Platz sitzen bleibt und aus Zuruf nicht hören will ? 

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Ich mache es nach der Montessori-Methode.

Jedes Ding hat seinen Platz und wird nach dem Spielen sofort weggeräumt ( bis auf Bauten).

Kinder verinnerlichen diesen Prozess - von daher gesehen hatte ich mit dem Aufräumen nie Probleme.

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Würde mich auch interessieren. Ich praktiziere sie aber. Kündige immer vorher eine Konsequenz an, die dann auch eintritt. Etwas sinnvolles, nicht so ein," dann hat die Mama dich nicht mehr lieb"-Quatsch.
Bis jetzt funktioniert es ganz gut.

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Bei meinen Kindern erkläre ich warum ich ein Verhalten nicht möchte, dass wir ein harmonisches Zusammenleben führen möchten und es alle schöner zusammen haben wenn man sich gegenseitig respektiert.
Und ja, das klappt auch schon bei Kleinkindern.

Drohungen und Strafen sind nicht mein Ding.  Bis jetzt sind wir sehr gut damit gefahren.

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Hol dir mal das Buch, Kinder brauchen Grenzen, ein tolles Buch. Ich habe es erst beim fünften Kind gelesen und hatte so viele aha Momente.

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Kommentar von kiniro
17.08.2016, 11:31

Kinder brauchen keine künstlich konstruierte Grenzen.

Sie brauchen Erwachsene, die ihre eigenen Grenzen kennen und auch benennen.

Ansonsten gibt es schon so genug Grenzen für die Kinder.
Seien es ihre eigenen oder die durch die Natur gesetzten.

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Kommentar von HeikeElchlep1
17.08.2016, 20:28

Es geht in dem Buch nicht um Gewalt, also war ein Pfeil nach unten nicht nötig, es geht um Regeln und genaue Aufforderungen und das können wir Eltern leider eben oft nicht und wundern uns, wenn Kinder dann verunsichert sind, weil sie nicht wissen woran sie sind. Und Kinder lernen nunmal von uns.

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