Welche Alternativen gibt es für Beschäftigung einer Reinigungskraft?

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4 Antworten

Die einzige legale Beschäftigungsmöglichkeit, wenn Sie eine Person direkt beschäftigen wollen, ist ein angemeldetes Arbeitsverhältnis. Im Fall Ihrer Reinigungskraft würde es sich um eine geringfügige Beschäftigung handeln, der sogenannte Minijob. Die Anmeldung ist einfach möglich und geht über die Minijob-Zentrale. Auf der Homepage ist unter Arbeitgeber / Meldeverfahren Schritt für Schritt erklärt wie die Anmeldung eines Minijobbers funktioniert.

Der Arbeitnehmer muss seinen Arbeitgeber über alle Arbeitsverhältnisse informieren, denn ab einem durchschnittlichen Monatsverdienst von 400,01 bis 800 Euro handelt es sich um einen Midijob.

Telefonische Informnationen gibt es unter 01801 200 504 (Festnetzpreis 3,9 ct/Min; höchstens 42 ct/Min aus Mobilfunknetzen) oder unter 0355 2902-70799.

So einfach die Anmeldung ist, arbeitsrechtlich ist bei einem Minijob einiges zu beachten:

Kündigungsfrist:

Die Vereinbarung einer Kündigungsfrist, von 1 Monat Dauer ist zulässig. Dies muss im Arbeitsvertrag schriftlich vereinbart werden.

Urlaub:

Ihre Arbeitskraft hat gemäß Bundesurlaubsgesetz Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Urlaub. Bei einem Arbeitstag pro Woche entspricht dies 4 Urlaubstagen pro Jahr, an denen Sie Ihrer Reinigungskraft Urlausentgelt bezahlen müssen.

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall:

Ihre Mitarbeiterin hat gemäß Entgeltfortzahlungsgesetz bis zum 42. Krankheitstag Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Andere Möglichkeiten:

Arbeitskraft über Reinigungsfirma:

Wenn Sie sich an eine Firma wenden, die Reinigungskräfte verleiht, dann kostet es Sie mehr, als wenn Sie selbst als Arbeitgeber auftreten. Sie haben allerdings den Vorteil, dass Sie sich nicht um die arbeitsrechtlichen Details kümmern müssen.

Anheuern einer selbstständigen Reinigungskraft:

Das halte ich nicht für ratsam, da in einem solchen Fall vorher unbedingt abgeklärt werden muss, dass die Person ein Gewerbe angemeldet haben muss und sichergestellt sein muss, dass es sich nicht um eine Scheinselbstständigkeit handelt.

Fazit:

Ich empfehle Ihnen die Reinigungskraft auf Minijobbasis einzustellen.

P. K.

Wenn die Mutti von Nebenan ein Kleingewerbe anmeldet und nur für dich arbeitet ist das der Tatbestand der Scheinselbstständigkeit und somit nicht legal. Der Gebäudereiniger Tarif für Reinigungskräfte liegt bei 8,55 Euro plus ca. 6 Euro Sozialabgaben als etwa 14,50 Euro. Einen Gebäudereiniger für 2 Stunden im Monat wirst Du wohl nicht finden und wenn sind 25 Euro OK. Wenn dir das Zuviel ist musst Du wohl selbst reinigen.

Je nach Zeitaufwand wäre ein so genannter Minijob (bis max. 400 EUR/Monat) vllt. die Lösung. Näheres dazu findest du auf www.minijob-zentrale.de

Der "bürokratische Aufwand" dürfte sich in Grenzen halten. Du musst die Person bei der Knappschaft (siehe Link) anmelden und eine pauschale Lohnsteuer abführen. Da du als Freiberufler vermutlich die Dienste eines Steuerberaters in Anspruch nehmen wirst, könnte der das für dich gleich miterledigen. Dass er das aber nicht umsonst macht, dürfte klar sein. ;-)

Wenn du eine Firma mit der Reinigung beauftragst, wäre wohl ein Vertrag alles, um das du dich kümmern müsstest. Die Frist für die Auflösung dieses Vertrages kann man ja ebenfalls in diesem Vertrag regeln, ebenso die zeitliche Inanspruchnahme einer Reinigungskraft, die Kosten usw.

Andere Alternativen - außer selbst zu putzen - fallen mir da nicht ein. Das Haushaltsscheckverfahren kommt - der Name ist Programm - für dich ja nicht in Betracht.

Insoweit denke ich mal, dass ein Vetrag mit einem Reinigungsunternehmen vermutlich die einfachste Lösung sein dürfte. Die Kosten dafür - wie auch die für eine von dir selbst beschäftigte Reinungskraft - kannst du ja steuerlich geltend machen.

Danke erst einmal!

Könnte "Mutti von Nebenan" für so etwas auch einen Gewerbeschein beantragen und dann macht sie das auch ohne Minijob, sondern auf selbstständiger Basis?

Oder ist das praxisfern?

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die Person könnte doch auch mehrere Minijobs (bis zur Gesamtgrenze von 400 Euro) haben, oder?

Ich denke, bei mir würde sie 2x pro Monat 1 Stunde reinigen. Auf mehr als 30 Euro kommt sie dabei nicht. 15 Euro / Std. halte ich eigentlich für so etwas für angemessen, oder? Aber ganz schön viel Aufwand dafür mit dem Minijob...

Die Firmen nehmen aber deutlich mehr (mind. 25 Euro / Std.).

Einen Steuerberater habe ich nicht. Mache am Anfang wie gesagt noch alles selbst.

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vielleicht ein praktikum, das dauert eine gewisse anzahl von monaten, danach ist der arbeitsvertrag aus und du musst sie nicht kündigen

Er sucht eine legale Möglichkeit... - Im Übrigen müsste er auch eine Praktikantin "anmelden".

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