Welche aktuellen Buchtitel sorgen heutzutage noch für Gesprächsstoff?

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16 Antworten

Mir  gehts  ähnlich  wie dir. Ich  lese  auch viel und  habe  in den letzten drei Jahren von ca. 90 gelesenen Büchern  ca. nur  3 bis  5 Bücher  gelesen, die  mich nach Beenden nicht  mehr  aus dem Kopf  gingen. 

Zum einen war da: "Das unerhörte Leben des Alex Woods - oder warum das Universum keinen Plan hat" - ein Buch, dass  mir  immer  als erstes einfällt, wenn mich jemand  nach einem Buch fragt. 

Auch finde  ich, dass alles  in irgendeiner Form  schon mal gewesen  war. Ich meine in den heutigen Büchern  findet  man  immer ein Liebesdreieck oder eine verbotene  Liebe, eine Liebe die nicht  erwidert  wird, da haben  wir einen Auserwählten, hier  noch eine Zaubererschule, usw. Alles  was mich nicht mehr reizt. Ich  brauche  eine Geschichte, die  mich packt, in die  ich abtauchen  kann. Das schaffen  leider  nur  noch wenige  Autoren unter anderem: JK Rowling (Pseudonym: Robert Galbraith), Stephen King, und Michael Scott. 

Ich finde  einfach, dass die Qualität  der Autoren  nicht  mehr  das ist, was sie  mal vor  30 oder mehr  Jahren war. Was vielleicht  auch damit  zusammenhängen könnte, dass  alles  immer  schnell  produziert  werden soll - die Trilogie  von XY ist ein Bestseller? - hängen wir  noch einen 4 Band  dran ... usw. Würde man den Autoren etwas mehr  Zeit  geben, denke ich, würde die Qualität  nicht  so sehr  darunter  leiden  und die Ideen der Autoren würden vielleicht  auch  besser sein, und  die Autoren  haben sich auf eine einfache Sprache eingestellt, um damit auch jüngeres Publikum erreichen  zu können, daher  wird man kaum anspruchsvolle Texte finden, aber  das sind  nur  ein paar Vermutungen.

Titel über  die heute  noch geredet werden? Da fällt  mir  spontan nur  Harry Potter ein. Acht Jahre  ist  es schon her, da  kam der 7.  und letzte Band  heraus, aber die Fangemeinde  wächst immer weiter - und  auch  da es Pottermore.de, einen Themenpark, die  Studio-Tour und  bald  eine neue Filmtrilogie  aus  der magischen Welt  geben wird - "Phantastische Tierwesen und  wo  sie  zu finden sind" und auch  bald ein Theaterstück  aufgeführt  werden soll, ist  es schwer, Harry Potter  unter den Teppich zu kehren und  einfach  zu vergessen. 

Ansonsten begegneten  mich in letzter Zeit  oft: "Game of Thrones", "Twilight" und "Die Chronik der Unsterblichen" sowie "Er ist wieder da".

Ob weniger  gelesen wird, kann ich  nicht  sagen und das glaube  ich auch nicht, denn woher  sollen dann die  vielen Bestseller  kommen, die sich  Millionenfach verkaufen? Wenn man aber die Jugend für das Lesen begeistern möchte, sollte man auch darauf  achten, welche Bücher  man in der Schule  bespricht: "Die Vorstadtkrokodile", "Boris, Kreuzberg, 12 Jahre" und "Faust" haben  mich nicht  sonderlich begeistert. Daher würde ich vorschlagen, die Kinder einfach mal zu fragen, was sie denn gerne  lesen würden, bzw. was für sie  in einem Buch vorkommen  soll, damit  sie  es in die Hand  nehmen. Aber  um auf  den Punkt  zu kommen: Besondere Bücher, die  einem noch lange  im Gedächtnis hängen bleiben zu finden, ist  wie  die Suche  nach der Nadel im Heuhaufen.

Vor 10 Jahren war es "Nichts als die Wahrheit" von Dieter Bohlen, ich erinnere mich noch gut :) Später haben "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin, "Schluss mit lustig" von Peter Hahne, "Außer Dienst" von Helmut Schmidt oder "Die Welt aus den Fugen" von Peter Scholl-Latour (habe ich mir bis auf das Buch von Sarrazin allesamt gekauft und gelesen) Aufsehen erregt bzw. Akzente gesetzt. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang gerade an zahlreiche dem Thema entsprechende Reportagen, Kolumnen oder Interviews in den deutschen Nachrichtenmagazinen, die sich direkt oder indirekt auf das Buch von Sarrazin bezogen haben oder es in irgendeiner Weise tangierten.

Ich würde nicht sagen, dass die Qualität der Bücher/Autoren abgeflacht ist (das vom Bohlen ist literarisch streitbar, aber ich fand es ganz lustig --------> stehe auch dazu, es gekauft zu haben!!), sondern eher dass die Leute nicht mehr so ein großes Interesse haben wie früher, ein Buch zu lesen oder nicht mehr den Ausdauer/die Zeit aufbringen können, ein (dickes, thematisch anspruchsvolles und Nachdenken erforderlich machendes) Buch durchzulesen. Wenn, dann werden eher Romane bevorzugt, aber auch da ist die Tendenz eher rückläufig. Bücher erreichen nicht mehr die Verbreitung/Umsatzzahlen wie früher.

Es gibt genügend gute, fundiert geschriebene Bücher, ich persönlich finde z.B. in der Politik-/Deutschland-/DDR-/Geschichte-Abteilung von Hugendubel immer etwas für meine Belange und Interessengebiete sehr Interessantes ---------> doch ist das Buch als Medium nicht mehr so wichtig wie früher! Deswegen gibt es auch immer weniger "Standardwerke", die man einfach "gelesen haben muss".

Dieter Bohlens Buch interessiert mich nicht.
In Sarrazins Buch habe ich kurz in der Bücherei rein geblättert und die anderen Bücher gehören auch nicht zu meinen Interessensgebieten.
Ich entscheide oft spontan, was für mich interessant sein könnte. So ging es mir u.a. mit dem Buch "Im Auge des Zyklon", welches vom Elf Aquitaine-Skandal handelt.

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Heutzutage musst du provozieren,um aufzufallen oder im Gedächtnis zu bleiben.Die Schockgrenze hat sich einfach nach oben verschoben.Aber 50 Shades of Grey muss man im Prinzip kennen,es wurde auch verfilmt,und es wird viel diskutiert.In den Baumärkten wurde das Personal schon angeleitet,um Kunden diese Seile zu erklären.man muss sich schon rechtfertigen,wenn man nicht auf diese Praktiken steht.Aber generell würde ich sagen,ist das Buch als Medium eher in den Hintergrund gerückt.Heute zählt die Filmindustrie,die Kassenschlager produzieren.Es wird immer noch gelesen,aber mein Eindruck ist,weniger,andere Medien sind einfach wichtiger geworden.Und du hast Recht ,es ist schon alles erzählt,was kann einen noch mitreissen,ausser zum Beispiel Biografien von Terroropfern oder über  Frauen,die dem brutalen Ehemann entflohen sind.Traurig aber wahr.

die bücher sind doch so flach und dämlich, das es schon weh tut. da gibts in dem genre bücher die viel besser sind, schockender und hochwertiger im erzählen. lol

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Das hat wohl viele Gründe. Es werden Jeden Tag 100 oder mehr Bücher veröffentlicht. Und da ist für Jeden Geschmack etwas dabei. Und da es viele Geschmäcker gibt, findet Jeder sein eigenes Buch das ihm gefällt. Und daher gibt es nicht mehr "Das Buch".

Zum anderen hat man schon vor 2000 Jahren( Aristoteles, Homer oder ?) heraus gefunden das es nur 7 oder 9 ( kann mich nicht erinnern) Formen der Geschichte gibt. Alle diese Millionen Romane Basieren auf diesen 9 Formen und Niemand wird Je wieder eine „Neue“ Geschichte erzählen können.

Welche aktuellen Buchtitel sorgen heutzutage noch für Gesprächsstoff?

Warum auch immer......heiß diskutiert wurden / werden aktuell zB:

  • Twilight Reihe - von Frau Meyer
  • Chroniken der Unterwelt - Cassandra Clare (die ihren richtigen Namen lieber verschweigt ^^)
  • Game Of Thrones Reihe - George R.R. Martin
  • 50 Shades Of Grey Reihe - von der britischen "Hausfrau" mit dem schriftstellerisch tätigen Lebenspartner, deren Name mir gerade nicht einfallen möchte....

Man könnte es auch abkürzen und sagen "Sex sells" (für alle Altersstufen....

....und weil es den Männern bei so vielen Schmachtfetzen für Frauen so schrecklich langweilig wurde, hat Herr Martin "Das Lied von Eis und Feuer" unter die männliche Leserschaft geworfen und reißenden Absatz gefunden)....

MfG  ;-)

* "A Song of Ice and Fire" ;) 

Auch wenn es tatsächlich eher die Serie ist, die für Gesprächsstoff sorgt (meiner Erfahrung nach zumindest), denn nur ein Bruchteil davon hat die Bücher gelesen. ^^

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Na, die Bücher von der Charlotte Roche fallen auch unter Sex sells, diese Feuchtgebietsromane.

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naja, buecher ueber die frueher diskutiert wurde und die man gelesen haben "musste" waren ja auch nicht zwingend literarische hoehenfluege. insosfern reiht sich ein machwerk wie "50 shades of grey" da nahtlos ein.

bestsellerlisten sind doch selten von buechern angefuehrt, die auch kritiker zufrieden stellen. das war auch schon immer so. und letztlich sind ja bestseller die buecher, die man gelesen haben "muss", falls man sich ueberhaupt noch mit leuten ueber buecher unterhalten moechte.

was einem selbst gefaellt ist meiner ansicht nach auch davon abhaengig, wie viel man in seinem leben schon gelesen hat. ich habe eindeutig schon zu viel gelesen, um LEICHT noch etwas finden zu koennen, das mich interessiert oder fasziniert. das gilt aber genauso fuer filme, manga und anime. trotzdem passiert es immer mal wieder, dass mich etwas packt.

das letzte buch, das mich wirklich gepackt hat, war "the passage" von justin cronin, wobei mich der zweite teil dann auch schon nicht mehr wirklich interessiert hat. und der letzte anime, der wirklich besonders fuer mich war, war "shingeki no kyonjin". 

the claiming of sleeping beauty, prince lestat, an echo of the bone keine ahnung. sämtliche bücher von george rr martin? schon immer haben die menschen gelesen was ihnen spaß machte. noch nie kannte ich jemanden der irgendwas las, weil es alle tun. das war heute so und auch schon vor 30 jahren. ich las timur und sein trupp weil die geschichte cool war oder auch der affenstern, weil carola aus m schulgespenst cool war. harry potter las ich weil ich gelangweilt war und nix anderes rumlag. momentan ist es hitchens und richard dawkins was man gelesen haben sollte - also in meiner welt jedenfalls um sich einerseits in die thematik gelesen zu haben und in meiner welt mitreden zu können.

was tangiert dich? was findest du cool? was macht dir spaß - wenn du das rausgekriegt hast, setz dich mal in einen großen buchladen und geh in die ecken wo die themen stehen die dir spaß machen. vielleicht anne rice? richard dawkins? mark townsend? oder diese flachnase charlotte roch oder wie heißt oder die noch flachere die 50 shades of dings geschrieben hat...oder diana gabaldon? oder was komplett anderes? wenn du in berlin bist, kann ich dir dussmann in der friedrichstr. ans herz legen. da habe ich viele stunden zugebracht ohne das mich irgendeiner gestört hat.

setz dich mal in einen großen buchladen und geh in die ecken wo die themen stehen die dir spaß machen

Das mach ich tatsächlich(!), kaum ein Buchladen ist vor mir sicher. Aber früher musste ich mich im Laden zwischen mehreren Büchern entscheiden, welches ich mitnehme. Heute geh ich auch mal mit leeren Händen heim, weil sich wirklich nichts finden lässt, was mich neugierig macht.

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@Candyman712

ich geh in den buchladen zum lesen - leider hab ich nicht mehr soviel zeit wie früher als ich noch keine kinder hatte. grins gott sei dank sind die genauso buchkrank und können sich mittlerweile auch recht gut alleine weglesen^^ das sind dann vier mann im ehebett, die leise vor sich hin lesen. in liverpool gibts ne riesige bibo mit einen riesen anteil deutscher bücher. da hab ich auch stundenlang gelesen und hab vieles heim geschleppt und später wieder gebracht und dort weiter gelesen. viele bücher schlepp ich heute in meiner bücherapp mit mir rum :)

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"Wer redet denn heute noch über Bücher, das sind/ geschieht doch nur in so vermufften HInter- Zirkeln von "Buchfreunden" oder"?


Bei einer (offiziell) geschätzen Gesamtauflage der Neu- und anderen Bucherscheinungen von
etwa 100.000  Büchern/ Jahr in "Deutsch-Laden" allein,
ist es hauptsächlich die kommerziell dazu aufgeforderte Presse / die von Verlagen beschickt/ benützt und gedungen/ gebrieft wird, um sich in der Essenz darum zu kümmern, was etwa dadurch angeregt, deren "Listen", bekannt gemacht und besprochen wird, danach,  etc.


Ehrlich gesagt geht es mir genauso. Darum verlege ich mich immer mehr auf Sachbücher.

Ich lese ein Buch, weil es mich interessiert - wie momentan z.B. "Schwarzbuch WWF".
Aber ich lese es nicht, weil ich unbedingt mitreden können muss.

Ich weiß nicht ob man diese Bücher gelesen haben muss aber ich fand sie sehr interessant.

"Die Unzerbrechliche" von Michelle Knight.

"hope" von Amanda Berry und GinaDeJesus.

Beide Bücher wurden von den Entführungsopfer von Ariel Castro geschrieben. Alle drei Frauen waren ca. 10 Jahre in Castros Haus gefangen gehalten, unter schlimmen Umständen angekettet und hungernd. Und sie wurden misshandelt und missbraucht.

Sie wurden 2014 befreit und haben über diese Zeit geschrieben. Da ich die Berichte darüber immer verfolgt hatte, wollte ich gerne die Sicht der Frauen lesen. Und deren Familien, die kommen in dem Buch "hope" auch zu Wort.

"Er Ist Wieder Da"

Ja, DEN hab ich vergessen, obwohl ich ihn auch mit Vergnügen gelesen habe! Danke fürs Erinnern, muss jetzt noch schmunzeln, wenn ich dran denke...

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@Candyman712

Gerne! ich selbst hab es vor nicht allzu langer Zeit erst gelesen und mich konnte es ebenfalls herzlich amüsieren.

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Ein Buch das lange in aller Munde war und inzwischen auch verfilmt wurde, ist von John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das ist so herzzereißend! 😭😭😭😭😭😭😭😭

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*herzzerreißend

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ein sehr gutes Buch welches auch oft in  talkshows behandelt wurde ist von Akif pirincci  "Deutschland von Sinnen Der Irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer" 

Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer machen zusammen weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus. Damit stellen sie die Mehrheit. Warum es ein "irrer Kult" sein soll, der Mehrheit der Bevölkerung Gehör zu schenken, wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

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50 Shades Of Grey

Eine wie Alaska

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

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