Welche Abfindung für einen Betriebsrat?

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7 Antworten

Die Betriebsräte sind die letzten die bei betriebsbedingten Kündigungen gehen müssen! Oder anders, erst wenn die Firma zu gemacht wird, gehen auch die Betriebsräte.

Wenn Sie freiwillig gehen möchten, weil die Abfindung Sie reizt, sollten Sie beachten dass Ihnen eine Sperre durch die Agentur für Arbeit droht, falls Sie ALG 1 beantragen wollen.

Die Abfindung hängt im wesentlichen davon ab was im Interessenausgleich bzw. im Sozialplan ausgehandelt wurde. Ich vermute sehr stark dass Sie bzw. das Betriebsratsgremium deswegen bereits mit dem Arbeitgeber redet. Wenn nicht, sollten Sie das tun!

Der Arbeitgeber muss Ihnen aber nur soviel zahlen wie der Arbeitnehmer, der durch Ihren Weggang seinen Job behält, an Abfindung bekommen hätte.

Der Regelabfindungssatz beträgt ungefähr 0,5 Bruttogehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit. Wenn Sie tatsächlich gehen sollten Sie sich damit nicht zufriedengeben.

Bei einer betriebsbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber sich an die Kündigungsfrist halten, so dass der Arbeitgeber Sie noch länger auf der Gehaltsliste hat. Im Falle einer Aufhebung sollten Sie darauf achten dass das nicht anders vereinbart wird. Wenn Sie einen anderen Job haben, wäre das Ideal, dann können Sie sich das frühere Ausscheiden abkaufen lassen, somit sollte sich Ihre Abfindung deutlich erhöhen.

Fazit:

Nur wenn Ihr Sie freiwillig gehen wollen, kommt eine solche Lösung in Betracht.

Peter Kleinsorge

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Denke mal 100.000 - 200.000€ sollten drin sein. Je nachdem wieviele Kollegen ebenfalls von Intressenausgleich/Sozialplan betroffen sind, kann das mit ner unzufriedenen BR im Hause deutlich teurer werden. Am besten gleich mal ne Rechtsberatung durch nen fitten Anwalt wegen der Betriebsänderung beschliessen. Dann hast du das benötigte KnowHow schon mal an der Hand um das optimale rauszuholen ;)

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Atlantikwall 02.08.2014, 09:32
wie kommst Du auf eine Summe von 200.000 Euro?
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Einem Betriebsratsmitglied zu kündigen bedarf es aber schon schwerwiegender Gründe. Du hast einen geschützten Status. Auch muss der Betriebsrat erst mal zustimmen. So einfach ist das nicht. Das müsstest Du aber als BR-Mitglied wissen.

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Sofern du ordentliches Mitglied des Betriebsrates bist, ist die ordentliche Kündigung deiner Person gemäß § 15 Abs.1 Satz 1 KSchG ausgeschlossen. Es ist nur eine fristlose Kündigung möglich. Das funktioniert allerdings aus betriebsbedingten Gründen nicht. Es würde also die Möglichkeit bestehen, mit dem Arbeitgeber in Verhandlung zu gehen und auf einen Aufhebungsvertrag zu lenken. Das dürfte allerdings auch nur klappen, wenn man dich unbedingt loswerden will. Wenn man es dann drauf anlegt, kann man natürlich zunächst einmal 60 Monatsgehälter Abfindung in den Raum stellen, da du ja auch für diese Zeit den besonderen Kündigungsschutz geniessen würdest. Insgesamt gesehen ist das alles aber mehr als utopisch.

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Hi, das solltest Du mal Deine Gewerkschaft fragen! Evtl. zuvor eintreten. Beispiel geben. Gruß Osmond

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Atlantikwall 02.08.2014, 09:25
tja, Gewerkschaft, dass war mal!
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Ich nehme an, dass du Mitglied einer Gewerkschaft bist. Als Betriebsraetin hast du Sonderrechte. Lass Dich beraten.

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Atlantikwall 03.08.2014, 09:35
Sonderrechte, dass gehört eh abgeschafft, denn was die sich alles erlauben und meist widersprechen sie dem Chef ohnehin nicht, bis zum Tage des Herrn an dem man sie nicht mehr braucht und los werden will.
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Hallo,

die Grundlage wäre was der Tarifvertrag hergibt und was dass Gesetz sagt!

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