Weitsichtig - Lesebrille oder Brille für ganzen Tag?

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2 Antworten

Der Augenarzt hat keine Ausbildung bezüglich des Refraktionierens, er ist in erster Linie für Erkrankungen zuständig, deswegen macht er diese Anmerkung auf dem Rezept. Ein gute Refraktionierung kann schon mal 1 Stunde dauern, das ist dem Augenarzt zu aufwendig. Der Optiker hat das mehrere Jahre gelernt in der Lehre, Meisterschule bzw. auch an der Hochschule.

Mit dem Altern lässt das Akkommodationsvermögen der Augen nach, weil sich die Augenlinse durch den Alterungsprozess verändert und sich dann nicht mehr zu stark verformen kann, den Zustand nennt man Alterssichtigkeit oder Presbyopie.

Ich würde zu einem Augenoptiker gehen, die Sehprobleme am Arbeitsplatz genau schildern und mir dann eine Büro- bzw. Comuterbrille anfertigen lassen. Ich trage selber eine und das Arbeiten am Computer ist ohne Probleme möglich, die Akten können mit dieser Brille gelesen werden und eine deutliche Wahrnehmung über den Schreibtisch hinaus ist auch möglich ohne Probleme bis 2 m, dies hängt aber von der Gestaltung der Brille ab. Eine Computerbrille oder Bürobrille ist ein Gleitsichtglas für einen bestimmten Arbeitsbereich. Eine reine Lesebrille gleicht nur das fehlende Akkommodationsvermögen für die Nähe aus.

Die Refraktionswerte für die Nähe werden sich weiter ändern im Laufe der Zeit, dies kann man in einer grafischen Darstellung erkennen, die Kurve von Duane. Sie beschreibt den Zusmmenhang von Alter und Akkommodationsvermögen. Man muss damit rechnen, dass bis zum Alter von 65 bis 70 Jahren ca. 3 Bürobrillen braucht, dann bleibt die Nahpunktlage stabil. Die Bürobrille ist auch ideal zu Hause beim Arbeiten und besonders wichtig, wenn man gerne am Herd steht als Hobbykoch, ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Der Verlust der Akkommodationsfähigkeit bedeutet, dass mit dem Altern sich der Nahpunkt vom Auge entfernt. Damit man wieder bequem in der Nähe lesen und arbeiten kann, benötigt man eine Addition (Plusglas) in der Brille. Dies ist ein natürlicher Vorgang.

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sntobias 23.03.2014, 11:46

Danke für die Antwort. Der Optiker hat mir von dieser Computerbrille erzählt, meinte aber ich würde derzeit noch mit "Kanonen auf Spatzen schießen".

Der Optiker ist der Meinung ich sollte nicht die Lesebrille - am Arbeitsplatz tragen, sondern eine " Einheitsbrille " R/L +,075 den ganzen Tag tragen, dadurch würde sich das Problem beheben lassen. Die Lesebrille würde erst mal in die Schublage wandern.

Wie es mit deiner PC-Arbeitsplatzbrille in Zukunft aussehen würde, könnte man derzeit nicht beantworten, dies sei abhängig von der Entwicklung der Sehstärke.

Schon einmal von dieser Art der Lösung gehört, statt gelegentlich den ganzen Tag die Brille tragen?

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die odysee bei facharzt für augenheilkunde

  • der arzt versteht weniger von den richtigen/komfortablen brillenwerte als ein studierter optiker

  • r+l jeweils +1,25 ist typisch für eine verordnung ohne messung - d.h. nach schätztabelle

  • augenzentrum +2,50 - +2,00 ist wahrscheinlich nur gedacht um die nadeln einzufädeln

  • +0,75 für beide macht nur sinn, wenn das bei der fern-messung exakt herauskam

  • eine vernünftige lösung gibt es nur; wenn der optiker alle DEINE erfordernisse kennt und dir dann seine ergebnisse

  • IN EINER DEMOBRILLE PRÄSENTIERT

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