Weiterzahlung von Grundsicherung im Falle eines Zusammenziehens

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3 Antworten

Hallo medeo,

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Weiterzahlung von Grundsicherung im Falle eines Zusammenziehens<

Antwort:

Die Berechnungen betreffs Grundsicherung werden seitens der Rentenversicherung in Abstimmung mit dem zuständigen Sozialamt (Amt für Grundsicherung) vorgenommen!

Somit ist sowohl die zuständige Rentenversicherung als auch Ihr zuständiges Sozialamt für Ihre individuelle Beratung zuständig.

Grundsätzlich können in der Tat Probleme entstehen, wenn Sie einen gemeinsamen Haushalt gründen, denn dann werden alle Ihre Einkünfte (Haushaltsgesamteinkommen und der jedem zustehende Regelbedarf) ermittelt.

Die Freibeträge sind relativ gering!

Sie sollten also gründlichst überlegen, ob Sie offiziell einen gemeinsamen Haushalt gründen oder eben wie bisher einen eigenständigen Haushalt aufrecht erhalten.

Ein Patentrezept gibt es natürlich nicht und niemand weiß, wie lange Ihre neue Beziehung überhaupt Bestand hat.

Da sollte man mit dem Zusammenziehen nichts überstürzen und sich bereits im Vorfeld ausführlich und individuell beraten lassen!

Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232620/publicationFile/54129/grundsicherung_hilfe_fuer_rentner.pdf

Auszug:

Grundsicherung – Ihr gutes Recht

Reichen Ihre Einkünfte im Alter oder bei voller Erwerbsminderung nicht für den notwendigen Lebensunterhalt aus, können Sie die Grundsicherung beantragen. Darin sind alle Leistungen enthalten, die auch nach dem Sozialhilferecht gezahlt werden. Anders als bei der Sozialhilfe wird aber bei der Grundsicherung grundsätzlich nicht auf das Einkommen Ihrer Kinder oder Eltern zurückgegriffen. Erst bei einem Einkommen ab 100.000 Euro im Jahr kommt es dazu.

Scheuen Sie daher nicht davor zurück, die Grundsicherung zu beantragen, wenn Sie Hilfe brauchen. Ob Sie eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen, spielt keine Rolle.

Ihre Fragen zur Grundsicherung sind bei uns oder den Trägern der Sozialhilfe in besten Händen. Wir helfen Ihnen gern weiter.

Die Grundsicherung kann Ihnen vor allem dann bewilligt werden, wenn Sie ein so geringes Einkommen oder Vermögen haben, dass es für den Lebensunterhalt nicht oder nicht ganz ausreicht und Sie als Antragsteller in Deutschland wohnen.

Mehr zum Vermögen auf Seite 13. . Bitte beachten Sie:

Als Faustregel gilt:

Wenn Ihr gesamtes Einkommen unter 758 Euro liegt, sollten Sie prüfen lassen, ob Sie Anspruch auf Grundsicherung haben.

Die Grundsicherung wird unabhängig davon gezahlt, ob Sie bereits eine Altersrente oder eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bekommen.

Ob Sie dauerhaft voll erwerbsgemindert sind, prüft die Deutsche Rentenversicherung im Auftrag des Sozialhilfeträgers.

Erhalten Sie bereits eine Erwerbsminderungsrente, können Sie ebenfalls die Grundsicherung bekommen – aber nur dann, wenn die Rente dauerhaft allein wegen voller Erwerbsminderung und nicht nur wegen der Lage am Arbeitsmarkt gezahlt wird.

Unser Tipp:

Erhalten Sie Ihre volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit oder allein wegen der Lage am Arbeitsmarkt gezahlt, können Sie Anspruch auf andere Sozialleistungen haben. Das kann zum Beispiel ein Anspruch auf Sozialhilfe oder Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende sein. Bitte lassen Sie sich beraten.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Weil die Zahlungen für Hartz IV und für Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit ähnlich sind, gib mal in diesen ALG II-Rechner

http://www.geldsparen.de/inhalt/rechner/Soziales/ALG2rechner.php?openmenue=26&opensub=960

die Daten von Verwandte und Freund rein. - Du wirst dann sehen, dass der Freund drauf zahlt..

Wie hubkon schon schreibt: Am besten behält Deine Verwandte ihre Wohnung. Man kann sich ja ausgiebig "besuchen", wozu ja auch Übernachtungen gehören können. - Falls die Beziehung sich nicht als tragfähig zeigt, hat Deine Verwandte weiterhin ihre eigene Wohnung. - Falls sich Deine Verwandte so entscheidet, sollte sie aber häufiger in ihrer Wohnung sein, damit die Nachbarn auch mitkriegen, dass sie da ja wohnt.

Eine andere Möglichkeit: Können die beiden das vielleicht so einrichten, dass Deine Verwandte einen Untermietvertrag bekommt, und dass die Wohnung so aufgeteilt wird, dass das jederzeit nachprüfbar ist? - Oder dass beide eine Wohngemeinschaft gründen.

Zu diesem Thema lies die Infos, indem Du googelst mit

bedarfsgemeinschaft wiki

und

unterschied bedarfsgemeinschaft wohngemeinschaft

Deine Verwandte und ihr Freund müssen dann auf Feinheiten achten wie z.B., keine gemeinsame Haushaltskasse, keine gemeinsamen Kühlschrankfächer ... solltest Du alles in den Infos finden.

jegliche Veränderungen beim Kunden muss beim Sozialamt angegeben werden und ich denke wenn sie mit ihrem Freund zusammen zieht,wird das auch gegen gerechnet was sie bekommt.

Hier müsst ihr euch schlau machen.

http://www.sozialhilfe24.de/

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